Munro, Was ich dir schon immer sagen wollte

»Die 13 Texte in Was ich dir schon immer sagen wollte zeigen Munros Meisterschaft: Das Geheimnis ihrer Stories besteht darin, dass es in ihnen nichts Heimliches gibt, aber doch Dinge, die nicht erzählt werden dürfen – und gleichwohl verborgen im Text stehen und sich im Kopf des Lesers entfalten. Munro wurde des Öfteren mit Tschechow verglichen – ganz vermessen ist der Vergleich nicht.«

Ulrich Rüdenauer, Börsenblatt

 

»Alice Munros Kunst konzentriert sich auf die kleinen Gesten, die scheinbaren Nebensächlichkeiten, die unterdrückten Gefühle, die beiläufigen Explosionen. Sie entdeckt die Herrschsucht hinter dem Ordnungsfimmel, erkennt die Ratlosigkeit hinter dem Ehebruch. In Nebensätzen erblühen ganze Lebenswelten und füllen unsere Köpfe aus … Und es ist fantastisch zu sehen, wie in diesen Geschichten schon die ganze Könnerschaft der Munro aufscheint. Wie verhalten sie erzählt von Sex und heimlicher Lust, von konformer Einordnung und erregter Ausbruchswut. Wie hinter wüster Grobheit zärtliche Träume hocken und wie die Sehnsucht nicht aufhört, sich Wege zu bahnen durch Armut, Alkohol und das alltägliche Einerlei von entkräfteten Ehen.«
Gabriele von Arnim, Welt

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»Alice Munro gehört zu den besten lebenden Short-Story-Autoren weltweit. Jetzt ist eines ihrer frühen, wichtigen Bücher erstmals auf Deutsch erschienen. Ein bildschön ausgestatteter, literarisch fabelhafter Band.«
Focus

 

»Alice Munro glüht vor Interesse am Innenleben der Menschen, ihren Geheimnissen, die nur manchmal für Sekunden sichtbar werden, vielleicht wenn jemand tanzt und man einer schwungvollen Drehung sieht, wie viel Leidenschaft, unausgelebte Träume da unter einer gut dressierten Oberfläche sind.«
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur
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»Diese späte Veröffentlichung hierzulande ist ein Ereignis ... Die Geschichten sind von zeitloser Gültigkeit, weil sie uns zeigen, wie wir das Leben immer schon hauptsächlich verbringen – nämlich ›ratlos rudernd‹, so heißt es in einer dieser starken Storys.«
Knut Cordsen, BR2
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»Die 13 Erzählungen dieses Bandes, die von Heidi Zerning einmal mehr hervorragend übersetzt wurden, zeigen Alice Munro bereits auf der Höhe ihrer Kunst. Sie beherrscht auf unvergleichliche Weise die Fähigkeit, Geschichten nicht zuletzt durch Auslassungen zu erzählen. Biografien gewinnen nicht in erster Linie durch Handlung an Bedeutung, vielmehr durch Stimmungen, schnell aufflammende Gefühle, mühsame Erkenntnisse und Wendungen. Ihr Ton ist voll lakonischer Empathie.«
Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur
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»Nachdem die Übersetzung des Debüts von 1968 bereits vor zwei Jahren beim Dörlemann Verlag erschienen ist, kommt nun der zweite Band von 1974 erstmals auf Deutsch heraus. Und er beweist wiederum: Munros Meisterschaft ist schon im Frühwerk angelegt.«

Daniel Arnet, SonntagsZeitung

 

»Ihre minutiös gearbeiteten Texte glänzten schon damals durch makellose stilistische Eleganz und fesselnde dramaturgische Raffinesse. Und sie bestechen durch die Wachsamkeit, mit der sie unangenehme und doch weit verbreitete menschliche Regungen registrieren. Es geht um die Grausamkeiten, die sich im Kreis der Familie und zwischen scheinbar Liebenden abspielen.«

Kirsten Voigt, SWR2

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»Was ihren Heldinnen zustößt, mag im Augenblick gewichtig und dramatisch sein, doch Munro setzt es in einen so weiten Zeitkontext, dass es im Rückblick zum normalen Auf und Ab des Lebens wird. Glück, aber auch Unglück sind von der Erinnerung erzeugte Gefühle. Die tatsächlichen Empfindungen sind immer zweischneidiger, uneindeutiger. Deshalb gibt es bei Munro weder vollkommene Verzweiflung noch Seligkeit. Dazwischen liegt das Leben, das sich ihre Heldinnen selbst schaffen – zum Besseren oder Schlechteren.«
Julia Kospach, Falter
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»Die Meisterin der Erzählungen Alice Munro präsentiert in Was ich dir schon immer sagen wollte 13 Kurzgeschichten, gewohnt schnörkellos geschrieben … Pflichtlektüre!«
Nina Zeller, Freundin

 

»Alice Munro breitet Lebens- und Familiengeschichten aus, ohne einen Skandal oder eine Vulgarität in den Mittelpunkt zu stellen: Häufig sind es die gerade nicht explizit beschriebenen Begebenheiten, die ein großes Glück oder Unglück, einen Wende- oder Endpunkt auslösen. Alice Munros Stil ist unprätentiös, klar und elegant, die Lektüre ein Genuss, der eigene Interpretationen verlangt – als betrachte man ein Gemälde von Edward Hopper, dessen eigentliche Geschichte sich nicht im Abgebildeten abspielt.«
Christina Mohr, CulturMag

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»Die vorrangig weiblichen Protagonisten reflektieren mit sensibler Intelligenz gescheiterte Affären, lebenslange Ehen, einschneidende Jugenderlebnisse und Entscheidungen, die sie trafen oder auch umgingen. Die Stimmungen der Figuren schwingen durch die Erzählungen und führen zu unerwarteten Bekenntnissen, deren tiefgründige Wahrheit lange im Leser nachhallt.«
Jeanne Wellnitz, Bücher

 

»Zum ersten Mal erscheint dieser zweite Erzählband der Königin der Kurzgeschichten auf deutsch. Allein schon die Titelgeschichte hat es in sich. Wie Munro ihre Personen beschreibt, die Verhältnisse, in denen sie leben, ihre Verbindungen zueinander. Einfach grossartig. Und die Presse überschlägt sich. Zu Recht!«
Samy Wiltschek, Jastram Kulturblog

 

»Kaum jemand bringt Glück und Niedertracht des Schicksals so auf den Punkt wie die seit Jahren für den Nobelpreis gehandelte Kanadierin.«
HÖRZU

 

»Die meisten der Geschichten erfassen die Leben von Menschen, die sonst am Rande stehen und nicht weiter auffallen würden. Wenn man sich auf diese Beobachtungen einlässt, wird einem unaufdringlich und umso überzeugender vom Altern, vom Sterben und Verschwinden erzählt.«

Sabine Schönfellner, Büchermagazin Eselsohren

 

»Erstaunlich, wie zeitlos Munros Figuren und ihr Erleben sind … und unbegreiflich, dass ihre frühen Erzählungen erst jetzt übersetzt wurden. Wieder für alle empfohlen.«
Regine Mitternacht, ekz Lektoratsdienst


»Sowieso die Größte, wenn es um Erzählungen geht. Zwar ist es infam, Munro als ›Frauenschriftstellerin‹ abzutun, andrerseits: Die Frau, die ihren Geschichten nicht verfällt, ist keine echte Leserin. … Am besten, man liest alles, was es von Alice Munro gibt.«

Eva Menasse, Die Welt

 







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