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  • Hangover Square

Patrick Hamilton
Hangover Square

  • Roman
    Deutsch von Miriam Mandelkow
    Mit einem Nachwort von Denis Scheck
    400 Seiten. Gebunden. Leseband

    € [D] 20.00 / € [A] 20.60 / SFr. 24.00 (UVP)

    ISBN 9783908777946

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778424
    € 14.99

  • »Einer jener raren literarischen Glücksfunde«
    Ulrich Baron, Tages-Anzeiger


  • Inhalt
    Inhalt

    London 1939 – in der unerbittlichen Welt der Pubs in Earl’s Court gibt sich George Harvey Bone einer hilflosen Vernarrtheit hin: Netta ist kühl, voller Verachtung und – hoffnungslos begehrenswert. George treibt in einer Hölle der Trunkenheit. In seinen »toten« Momenten jedoch, wenn etwas in seinem Kopf »klick« macht, erkennt er ohne den geringsten Zweifel, daß er Netta töten muß …

    In seinem düster-komischen Roman Hangover Square evoziert Patrick Hamilton die heruntergekommene, rauchverhangene Welt der Pubs, Pensionen und versoffenen Philosophen – in einem London voller dunkler Vorahnungen in den Monaten vor Kriegsausbruch.

  • Biogramm
    Patrick Hamilton

    1904 in Sussex geboren, war einer der talentiertesten Schriftsteller seiner Generation. Bereits als Teenager schrieb er experimentelle Lyrik. Nach seiner Schulzeit ging er nach London, wo er sein Geld als Schauspieler und Stenotypist verdiente und in den Morgen- und Abendstunden schrieb. Neben dem Schreiben war seine Lieblingsbeschäftigung, mit dem Fahrrad durch London auf Erkundungstouren zu gehen, wobei sein »unheilbares« Interesse an den finstersten Gegenden der Großstadt ihn nach eigener Aussage mehr als einmal in »äußerst kompromittierende und gefährliche Situationen« brachte. An seinem 21. Geburtstag unterschrieb er den Vertrag für seinen ersten Roman Monday Morning. Weitere folgten. Berühmt wurde er bei uns vor allem mit seinen Theaterstücken Gaslicht (Gaslight) und Cocktail für eine Leiche (Rope), die beide verfilmt wurden, letzteres 1948 von Alfred Hitchcock mit James Stewart in der Hauptrolle. Hangover Square, 1941 in London bei Constable erschienen, ist in England Kult. Der Roman ist ständig lieferbar, Liebhaber jedoch bezahlen für die Erstausgabe von 1941 exorbitante Preise. In seinen letzten Lebensjahren brauchte Patrick Hamilton »den Whisky wie ein Auto das Benzin«. Er starb 1962. Sein Roman Hangover Square erschien im Jahr 2005 erstmals in deutscher Übersetzung, es folgte im Jahr darauf Sklaven der Einsamkeit.



    Miriam Mandelkow

    1963 in Amsterdam geboren, lebt als Übersetzerin in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung im Dörlemann Verlag u.a. die Werke von Martha Gellhorn, Patrick Hamiltons Romane Hangover Square und Sklaven der Einsamkeit, Michael Frayns Roman Gegen Ende des Morgens und Tobys Zimmer von Pat Barker.



  • Bücher
    Bücher von Patrick Hamilton

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    Patrick Hamilton
    Hangover Square
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    Patrick Hamilton
    Sklaven der Einsamkeit
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  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Hangover Square«

    »Mich hat das Buch von der ersten Seite an gepackt und ich glaube, daß es vielen Lesern so gehen wird ... Vertrauen Sie mir, und lesen Sie Hangover Square von Patrick Hamilton!« 
    Denis Scheck, Druckfrisch

    »›Die göttliche Einheit von Leben, Frauen und Trinken‹ – Melancholiker, kauft dieses Buch!«
    Ansgar Lange, finanznachrichten.de

    »Dieser Roman birgt so viele schöne Passagen und ist bei all seiner Traurigkeit doch so komisch, dass der Leser ergriffen dem Leidensweg des Helden folgt und sehnsüchtig auf jenen Moment wartet, wo das Klick! in seinem Kopf auch das Klick! in Nettas Schädel sein wird.«
    Stephan Maus, Süddeutsche Zeitung

    »Eine der entscheidenden Entdeckungen des heurigen Bücherjahrs!«
    Klaus Nüchtern, Falter

    »Hamilton war seinerzeit Kultautor, wurde von Hitchcock verfilmt. Es lohnt sich, diesen vergessenen Meister wiederzuentdecken.«
    Stephanie Krawehl, Lesesaal Hamburg

    »Ein Alkoholnebel liegt über der Weltliteratur, Hangover-Square gehört in diese Komplizenschaft von höherprozentigen Flüssigkeiten und Literatur. Hier liegt er vor, ohne Kater ein Leserausch. Zum Glück ist der Entzug vorbei, Patrick Hamilton ist im deutschsprachigen Raum angekommen.«
    Sigrid Gaisreiter, Kulturküche

    »Zu wissen, wer was geschrieben hat, ist schließlich schon die halbe Miete, wenn man als gebildet gelten will: Jemand erwähnt Patrick Hamilton, und Sie nicken weise und sagen Hangover Square, das genügt normalerweise. Hamiltons lakonische Erzählstimme ist immer wieder herrlich zu lesen, und als Sozialhistoriker ist er unübertroffen.«
    Nick Hornby

    »Eines der großen Bücher des 20. Jahrhunderts«
    Independent on Sunday

    »Hangover Square ist einer jener raren literarischen Glücksfunde, bei denen man sich fragt, warum man sie nicht schon früher gemacht hat.«
    Ulrich Baron, Tages-Anzeiger

    »Die Hoffnung auf eine bescheidene Hamilton-Renaissance in Deutschland aber erscheint mit diesem Band nicht unbegründet. Denn um das enorme Vermögen des Autors zu unterstreichen, mit kalter Hand und voller Mitgefühl das Elend seiner Zeitgenossen zu malen, hätte der Verlag kein besseres Werk präsentieren können.«
    Tilman Spreckelsen, FAZ

    »Und wieder ›schenkt‹ uns der Dörlemann Verlag aus Zürich eine literarische Entdeckung! Patrick Hamilton, 1904 geboren, war einer der talentiertesten Schriftsteller seiner Generation.«
    Obergass Blätter

    »Georg Harvey Bone ist ein Säufer und der Whisky sein Treibstoff. Eine wertlose Existenz, die durch die Londoner Pubs im Jahre 1939 taumelt, ihre Umwelt aber mit messerscharfem Sinn fürs Detail wahrnimmt. Dieser bitter-süsse Klassiker der britischen Literatur ist eine Trouvaille, deren Entdeckung dem Zürcher Verlag hoch anzurechnen ist.«
    Schweizer Illustrierte

    »Das ist ein Fund! – Wer London liebt und sich endlich wieder einmal packen lassen will, mitleben, mitleiden bei einer verhängnisvollen Leidenschaft, wird dieses Buch nicht vor der letzten Seite weglegen.«
    Sylvia M. Patsch, Die Furche

    »Patrick Hamiltons Stücke und Romane könnte man irgendwo zwischen Agatha Christie und Samuel Beckett ansiedeln – spannend, ausgeklügelt und absurd.«
    Peter Zimmermann, ORF 1

    »Es ist kein typischer Kriminalroman … Es kommt etwas hinzu, was den Roman sehr lesenswert macht: Er fängt die Stimmung unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in England sehr gut ein ... Hamilton ist ein Klassiker in England, und es ist der Verlegerin des Dörlemann Verlags zu verdanken, dass sie diesen Autor für den deutschen Markt wiederentdeckt – das ist einfach eine Perle, die am Wegrand gelegen hat, man musste sie halt finden.«
    Heini Vogler, DRS2 aktuell

    »Obwohl heute Bücher von allen Kontinenten regelmäßig in Übersetzungen zu uns gelangen, kommen manche Romane immer erst spät in den deutschen Sprachraum. Zu diesen gehört Hangover Square des Briten Patrick Hamilton. Erstaunlich eigentlich, denn Hamilton war zu Lebzeiten weder ein exotischer noch ein unbekannter Autor ...
    Eines der herausragenden Merkmale dieses Romans: Hamilton kann die Spannung über eine Strecke von fast vierhundert Seiten halten. Hangover Square ist im Wissen um die Wichtigkeit von Details und mit dem Gespür für kleinste Gemütsregungen geschrieben, wie das die Gegenwartsliteratur heute kaum noch kennt.«
    Markus Bundi, Aargauer Zeitung

    »Patrick Hamiltons 1941 erschienener, nie übersetzter Roman Hangover Square: ein Meisterwerk!«
    Rainer Moritz, Hamburger Abendblatt

    »Wäre Hangover Square nur das: eine erbarmungslose, unsentimentale Milieustudie, ein kalter Blick auf das pralle Elend des Lebens, dann wäre es schon viel ... Doch Hamilton kann und will noch etwas anderes: Er nimmt diese Figuren, das fiese, graue London, eine irrsinnige, hoffnungslose Liebe und die unablässigen Ströme von Alkohol, in denen all das ertränkt wird, und baut daraus einen Psychothriller, der über 400 Seiten punktgenau auf einen Mord zusteuert … George Harvey Bone ist aber auch ein Schizophrener, in dessen Kopf es von Zeit zu Zeit ›Klick‹ macht. Wenn das passiert – und Hamilton beschreibt diese Momente meisterhaft mit Metaphern aus der Filmtechnik – dann kommt ein ganz anderer Bone zum Vorschein ...«
    Uli Hufen, WDR 3

    »Hangover Square gehört zu den späten Romanen Hamiltons und zehrt von den Erfahrungen mit der Bühne. Effektsicher und kontrastreich werden die wechselnden Zustände George Harvey Bones ausgemalt. Kurz und knapp fängt der Roman in den Dialogen die Sprache des verlotterten Erarl’s-Court-Milieu und seiner merkwürdigen Halbwelt ein, fügt die Geräuschekaskaden eines Bahnhofs, die Kinoprogramme der Saison, die Schlagzeilen im Vorfeld des Krieges und die Sympathien mancher Londoner für den Faschismus ein.«
    Michael Schmitt, NZZ

    »Zeitgenossen schätzten das Buch höher ein als Virginia Woolfs Zwischen zwei Akten. Und tatsächlich begegnet man hier einem großen Kunstwerk … Hamilton tränkt es mit dem Aroma der Zeit … Die tiefe Verunsicherung einer Gesellschaft, die natürlich den Frieden will, aber die Faszination der Macht kennt.«
    Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

    »Endlich auf Deutsch! … Gewiss, Patrick Hamiltons Hangover Square von 1941 ist ein großer Roman über die unglückliche Liebe der depravierten Trinkerexistenz George Harvey Bone. Aber es ist auch ein bedrückendes Sozialpanorama über das Leben im Schatten von Glanz und Glamour im London des Jahres 1939, am Vorabend des Zweiten Weltkrieges.«
    Steffen Richter, Der Tagesspiegel

    »Hamiltons Kriminalstück ist heute noch lesenswert, weil es den kleinen Kriminellen, den Desillusionierten, die der Droge Alkohol erliegen, eine Stimme gibt. Das beschriebene Milieu ist der Nährboden des Nationalsozialismus, hier verkörpert durch Peter. Er repräsentiert die damals auch in England irrlichternden Nazisympathisanten. Und die Selbstaufgabe des Helden George Bone in der Arena des ausbrechenden Zweiten Weltkriegs signalisiert deren weltgeschichtliche Dimension.«
    Heinrich Vogler, Der Bund

    »Klarsicht im Alkoholnebel: Der Held ist politisch erstaunlich klarsichtig – er sieht im Münchener Abkommen nicht die Rettung des ›Friedens in unserer Zeit‹ (berühmt-berüchtigter Ausspruch von Premier Chamberlain), sondern das Vorspiel zum Krieg.«
    Rainer Rönsch, Sächsische Zeitung

    »Was diesen Roman zu einem besonderen macht, ist die Fähigkeit des Autors, den Leser ganz nah an das Erzählte heranzuholen ... Mit wenigen Sätzen skizziert Hamilton die Beziehungen zwischen Menschen so kräftig und genau, dass man den Eindruck hat, man habe so ähnliche Menschen selbst schon getroffen.«
    Stefanie Holzer, Wiener Zeitung

    »George Harvey Bone ist der Vorläufer all jener äußerlich sanften Psychopathen, die Alfred Hitchcock und seine Nachfolger später in Filmen wie Psycho und Das Schweigen der Lämmer auf die Leinwand bringen sollten.«
    Ulrich Baron, Tages-Anzeiger

    »Die Geschichte lebt zum einen von der Krimi-Spannung, aber vielleicht mehr noch vom psychologischen Interesse, das wir den Vorgängen in diesem eigenartigen und auch bedauernswerten Kerl entgegenbringen.«
    Johann Kneihs, ORF, Highlights

    »In diesem Roman gibt Hamilton eine eindrucksvolle Schilderung einer Abhängigkeitsbeziehung, die aus Selbsthass und Perspektivlosigkeit entstanden ist. Fasziniert liest man, wie George immer wieder auf Netta hereinfällt, bis zum bitteren und tragischen Ende.«
    Wolfgang Bortlik, 20 Minuten

    »Jeder, der schon einmal unglücklich verliebt war, wird George Harvey Bone verstehen.«
    Adrian Kasnitz, www.booksports.de

    »George Harvey Bone fristet ein trostloses Dasein. Seine große Liebe, die erfolglose Schauspielerin Netta, bringt ihm lediglich Verachtung entgegen. Schamlos nutzt sie den Trottel und sein Geld für ihre Zwecke aus. Gemeinsam trinken sie sich durch die Pubs und manchmal, da will George nichts sehnlicher, als sie zu töten ...«
    Nehle Mallasch, 3sat, Denkmal

    »Dem Helden George Harvey Bone kommt jedenfalls die fundierte Säuferausbildung des Autors zugute, er hat den durchgehenden Trinkeratem und zudem noch jenen Klick, mit der er aus sich selber austritt und in ein Niemandsland der Wahrnehmung fällt ... Obwohl der ganze Hangover Square nicht zum Lachen ist, lacht man doch immer wieder an den unmöglichsten Stellen, weil dieses ölige Leben zwar schrecklich, aber dennoch witzig ist.«
    Helmuth Schönauer, Lesen in Tirol

    »Die solide Machart seiner Studie über Schizophrenie, Alkoholismus und Liebeswahn beweist, dass anspruchsvolle Unterhaltung, depressiv stimmende Thematik und hohe literarische Qualtität sich nicht ausschließen. Hamilton erzählt in der sozialkritisch-realistischen Stiltradition des von ihm verehrten Charles Dickens, die er in Hitchcocks Manier um einige abgründige ›Psycho‹- Perspektiven erweitert.«
    Herbert Gebert, Nürnberger Zeitung

    »Der britische Theaterautor und Romancier Patrick Hamilton, der die Vorlagen für zwei Hitchcock-Filme lieferte, brauchte nach eigenen Angaben ›Whisky wie ein Auto Benzin‹. Hamiltons düster-komischer Roman Hangover Square zeigt allerdings, dass man sich dem Alkohol auch hingeben kann, ohne in jene tragische Pose verfallen zu müssen, die F. Scott Fitzgerald zur zweiten Natur geworden war.«
    Stefan Gabányi, Süddeutsche Zeitung