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Patrick Hamilton
Sklaven der Einsamkeit


  • »Einer jener raren literarischen Glücksfunde, bei denen man sich fragt, warum man sie nicht früher gemacht hat.« 
    Ulrich Baron, Tages-Anzeiger


  • Roman
    Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow
    Originaltitel: Slaves of Solitude
    336 Seiten. Gebunden

    € [D] 23.00 / € [A] 23.60 / SFr. 27.50 (UVP)

    ISBN 9783908777205

    nur noch direkt beim Verlag erhältlich


  • Leseprobe (Book2Look)
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  • Inhalt
    Inhalt

    Das Leben von Enid Roach steht Kopf. Der London Blitz treibt sie in die Provinz, wo sie Dinge unternimmt, die sie unter normalen Umständen niemals auch nur in Betracht ziehen würde. Sie verabredet sich in Pubs, hat eine Affäre mit einem amerikanischen Offizier und wohnt in einer Pension, in der die unterschiedlichsten Menschen ein bizarres Dasein fristen. Dominiert wird dieser ganz alltägliche Wahnsinn im Rosamund-Tearoom von Mr. Thwaites, einem Tyrannen mit nervtötenden Affektiertheiten und seiner Verbündeten Vicki Kugelmann, die Miss Roach durch ihre grausamen Intrigen und sadistischen Sticheleien in einen leidenschaftlichen Ausbruch abgrundtiefen Hasses treiben, der sie fast um den Verstand bringt.

    Der hochkomische Roman Hamiltons über diese kleine Welt, in der sich die große spiegelt, ist eine eindringliche psychologische Studie zwischenmenschlicher Grausamkeit.

    »Das große Ludereinmaleins!«
    Stephan Maus, Süddeutsche Zeitung

  • Biogramm
    Patrick Hamilton

    1904 in Sussex geboren, war einer der talentiertesten Schriftsteller seiner Generation. Bereits als Teenager schrieb er experimentelle Lyrik. Nach seiner Schulzeit ging er nach London, wo er sein Geld als Schauspieler und Stenotypist verdiente und in den Morgen- und Abendstunden schrieb. Neben dem Schreiben war seine Lieblingsbeschäftigung, mit dem Fahrrad durch London auf Erkundungstouren zu gehen, wobei sein »unheilbares« Interesse an den finstersten Gegenden der Großstadt ihn nach eigener Aussage mehr als einmal in »äußerst kompromittierende und gefährliche Situationen« brachte. An seinem 21. Geburtstag unterschrieb er den Vertrag für seinen ersten Roman Monday Morning. Weitere folgten. Berühmt wurde er bei uns vor allem mit seinen Theaterstücken Gaslicht (Gaslight) und Cocktail für eine Leiche (Rope), die beide verfilmt wurden, letzteres 1948 von Alfred Hitchcock mit James Stewart in der Hauptrolle. Hangover Square, 1941 in London bei Constable erschienen, ist in England Kult. Der Roman ist ständig lieferbar, Liebhaber jedoch bezahlen für die Erstausgabe von 1941 exorbitante Preise. In seinen letzten Lebensjahren brauchte Patrick Hamilton »den Whisky wie ein Auto das Benzin«. Er starb 1962. Sein Roman Hangover Square erschien im Jahr 2005 erstmals in deutscher Übersetzung, es folgte im Jahr darauf Sklaven der Einsamkeit.



    Miriam Mandelkow

    1963 in Amsterdam geboren, lebt als Übersetzerin in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung im Dörlemann Verlag u.a. die Werke von Martha Gellhorn, Patrick Hamiltons Romane Hangover Square und Sklaven der Einsamkeit, Michael Frayns Roman Gegen Ende des Morgens, Tobys Zimmer von Pat Barker und Immer Ärger mit Harry von Jack Trevor Story.



  • Bücher
    Bücher von Patrick Hamilton

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    Patrick Hamilton
    Hangover Square
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    Patrick Hamilton
    Sklaven der Einsamkeit
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  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Sklaven der Einsamkeit«

    »Sklaven der Einsamkeit erschien 1947 und lieferte seinerzeit also ein äußerst aktuelles Zeitbild, versucht aber keine philosophische Auseinandersetzung mit drängenden Fragen. Aus heutiger Sicht kommt das dem Vergnügen an der Lektüre entgegen, weil der Roman daher auch nicht mit den intellektuellen Moden gealtert ist.«
    Michael Schmitt, Neue Zürcher Zeitung

    »Man liest dieses Buch, wie man einen guten, alten Schwarzweißfilm von Hitchcock anschaut: gefesselt und amüsiert, auch von der etwas antiquierten, viktorianisch anmutenden Deutlichkeit der Charaktere. Es ist Qualitätsarbeit, gediegen konventionell und doch abgründig.«
    Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »Dörlemann sei gepriesen, daß sie uns diesen Autor wiedergegeben haben!«
    Roger Willemsen, Literaturclub, SRF1

    »Patrick Hamilton hat Slaves of Solitude 1947 veröffentlicht, und es ist höchste Zeit, dass dieser wunderbare Autor bei uns entdeckt wird. Er hat einen sehr eigenen Ton, eine Mischung aus Bissigkeit, feinem Humor und Melancholie.«
    Margarit Irgang, SWR2

    »Vergnügen mit Bosheit bereitet Patrick Hamilton den Lesern seines Romans Sklaven der Einsamkeit. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erschien er in England und wurde jetzt ins Deutsche übersetzt.«
    Alain Claude Sulzer, Büchermarkt, Deutschlandfunk
    Lesen Sie die ganze Rezension

    »Kaum zu glauben, dass Sklaven der Einsamkeit vor nun bald schon sechzig Jahren erschienen ist. Dieser Roman … ist nämlich von einer geradezu unheimlichen Frische.«
    Karl Wagner, Falter

    »Die Neuübersetzung dieses 1947 im Original erschienenen Romans von Patrick Hamilton ist ein weiterer Beleg für die Meisterschaft des Briten.«
    Markus Bundi, Basler Zeitung

    »Das Britische an Sklaven der Einsamkeit ist die Einheit von Leichtigkeit und Tiefe. Die ganze sprachliche Brillanz dient der Einfachheit. Hamilton zeigt, wie Menschen sind, und das so, dass es jeder versteht. Das Schreckliche ist komisch und das Komische schrecklich.«
    Michael Schweizer, Berliner Zeitung

    »In Sklaven der Einsamkeit zeichnet der Autor mit phantastischer psychologischer Genauigkeit und sprachlich brillantem Sarkasmus ein faszinierendes Bild eines Huis-Clos im Jahre 1943: Hamilton konzentriert sich auf eine Handvoll so gewöhnlicher wie exzentrischer Dauergäste einer schäbigen kleinen Pension am Rande Großlondons, welche der Krieg hier zusammenzwingt und durchschüttelt.«
    Radio SRF2 52 Beste Bücher, Radio SRF2

    »Hamilton zeigt sich in diesem dialogreichen Roman, in dem abermals tüchtig getrunken wird, als ausgezeichneter Psychologe, aber auch als Zeitdiagnostiker: In der Huis-clos-Situation fängt er ein Bild der Epoche ein.«
    Manfred Papst, NZZ am Sonntag

    »Hamilton beweist auch in Sklaven der Einsamkeit ein untrügliches Gespür für die Psyche seiner Figuren, ein ums andere Mal demonstriert er die Diskrepanz zwischen Denken und Handeln aufs Eindrücklichste.«
    Markus Bundi, Aargauer Zeitung

    »Hamilton behält stets eine gewisse Distanz zu seinen Figuren, beleuchtet die kleine Gesellschaft ironisch und hält damit der großen Gesellschaft einen Spiegel vor. Dieser Roman ist sehr zu empfehlen!«
    Tina Schröder, Buchprofile

    »Hamilton zeigt sich auch hier als ein Meister, der die Dramen des Lebens auf engstem Raum und mit kleiner Besetzung zu inszenieren weiß.«
    Ulrich Baron, Literaturen