Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 77 | 7. März 2013

Lieber Empfänger

pünktlich zur Leipziger Buchmesse haben wir in dieser Woche Barbara Köhlers
36 Ansichten des Berges Gorwetsch
sowie Lew Tolstojs letzten Roman Hadschi Murat  – in der meisterlichen Übersetzung Werner Bergengruens – ausgeliefert, über den Harold Bloom schrieb: »Die beste Geschichte der Welt, oder wenigstens die beste, die ich je gelesen habe.«

Sie finden uns in Leipzig am Stand der Swiss Independent Publishers, kurz SWIPS, in
Halle 4.0, C 301. Wir freuen uns, Sie dort zu begrüßen und Ihnen unser Frühjahrsprogramm zu präsentieren.

Auf bald!
Herzlich

Sabine Dörlemann



Soeben erschienen!

»Die beste Geschichte der Welt« Harold Bloom

Bild: Ilija Repin, Lew Tolstoj
Als Lew Tolstoj Ende Oktober 1910 Jasnaja Poljana schwer krank verläßt, trägt er das Manuskript von Hadschi Murat mit sich. Er stirbt auf der Flucht vor Frau, Familie und der Presse am 20. November 1910 in der Bahnstation von Astapowo unter den Augen der Weltöffentlichkeit, und Hadschi Murat wird zu seinem letzten Roman, 1912 postum veröffentlicht. Der Anblick einer Tatarendistel ruft dem Erzähler bei einem Spaziergang die Kaukasuskriege ins Gedächtnis, in denen sich die Welt des Okzident und jene des Orient gegenüber standen. Erzählt wird die Geschichte des Widerstandes der um Freiheit kämpfenden Völker des Kaukasus und jene von Hadschi Murat, der zu den Russen überläuft und den Tod findet.

Leseprobe von Hadschl Murat >



Soeben erschienen!

Barbara Köhler in der Edition Spycher

Foto:Thomas Andenmatten
© Stiftung Schloss Leukr
Seit Barbara Köhler 2007 mit dem Spycher: Literaturpreis Leuk ausgezeichnet wurde und zum ersten Mal ins Wallis kam, hat sie sich, schreibend, gehend, photographierend, dem Gorwetsch, dem Hausberg Leuks, immer wieder von Neuem und immer wieder anders genähert. In ihrem Nachwort schreibt die Autorin von den sich verändernden Zugängen zu ihrem Berg, die erst die Zeit ihr gewährte. Kostbar an diesem Buch ist aber auch, dass die Autorin diese Zeit sich nahm, denn vom Wissen um Dauer und Bedauern bezieht es seine große Ernsthaftigkeit und Schönheit.

Bei Licht besehn bleibt ja nichts, ist keines Bleibens, kein Bleibendes; selbst Berge, das sieht man am Gorwetsch, vergehn.

Leseprobe von 36 Ansichten des Berges Gorwetsch >




»Mein Lieblingsbuch des Frühjahrs!«

Foto:© The Estate of Elizabeth Taylor
»Versteckspiel ist ein makelloses Buch, das mit Feingefühl Menschen porträtiert, die an einer unerfüllten Jugendliebe jammervoll leiden und jahrelang, ohne sich anderen offenbaren zu können, versucht sind, allen Konventionen abzuschwören … Versteckspiel ist – warum sollte man es zurückhaltender sagen? – ein Meisterwerk.«
Rainer Moritz, Literarische Welt
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»Elizabeth Taylors Prosawerk gilt heute als ungehobener Schatz der englischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ein Schatz, den der Schweizer Dörlemann Verlag nun Roman für Roman für die deutschsprachige Leserschaft ans Licht holt. Nach Blick auf den Hafen liegt mit Versteckspiel, wunderbar übersetzt von Bettina Abarbanell, nun einer der besten Romane Taylors auf Deutsch vor.«
Mareike Ilsemann, WDR 5 Bücher

»Mein Lieblingsbuch des Frühjahrs! Eine großartige Entdeckung … Als Elizabeth Bowen diesen Roman 1951 rezensierte, hat sie ihn bewusst in eine Traditionslinie mit so großartigen Büchern wie Jane Austens Überredung und Emily Brontës Sturmhöhe gesetzt. Versteckspiel ist in der Tat eine solche Fortführung dieser beiden großen Romane.«
Rainer Moritz, Gemischtes Doppel, NDR Kultur
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»Für mich ist Versteckspiel von einem unglaublichen Reichtum, was Lebensläufe anbelangt … Es hat mich sowohl inhaltlich als auch in der Erzählweise beeindruckt wie schon lange kein Buch mehr.«
Franziska Hirsbrunner, Radio SRF 2, Literatur im Gespräch
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Leseprobe von Versteckspiel >



Köstliche Lektüre

Foto: © Keystone, ROGER VIOLLET, Boris Lipnitzki
»Pierre Bosts Roman Ein Sonntag auf dem Lande wurde 1984 von Bertrand Tavernier verfilmt, aber erst jetzt erscheint er auf Deutsch, übersetzt von Rainer Moritz. Es ist ein kleines impressionistisches Juwel … Köstliche Lektüre bis heute!«
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur
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»Was dieses Buch dabei nun so unbedingt lesenswert macht, ist seine erzählerische Tiefe: die Art und Weise, wie Bost die Worte aneinanderreiht, seine Figuren reflektieren und sinnieren lässt. Wer Ein Sonntag auf dem Lande für sich entdeckt, wird einmal mehr erkennen, dass nicht das ›Was‹, sondern vor allem das ›Wie‹ darüber entscheidet, ob eine Geschichte wahre Größe hat.«
Matthias Eichardt, Stadtmagazin 07

»Bost beschreibt ebenso rührend wie unbarmherzig.«
Prisma

»Ein Sonntag auf dem Lande von Pierre Bost ist tatsächlich ein ›kleines Juwel‹ und liebevoll ausgestattet.«
Christian von Zittwitz, BuchMarkt

Leseprobe von Ein Sonntag auf dem Lande >



Eine sinnliche Entdeckungsreise
zu den Flaschengeistern


»Das kleine Buch der großen Parfums enthält Kostnotizen zu 100 klassischen Düften, und schon wenige Duftnoten sollten klarmachen, wie unverzichtbar dieses Büchlein ist – egal, ob man nun über Cool Water streiten will oder nicht.«
Profil

»Schön haben sie's gemacht, der Biophysiker und die Sammlerin aus Boston. 100 Klassiker unter den Parfums stellen sie vor und finden dafür Wörter, die nicht nach abgestandenem Bier riechen. Eine sinnliche Entdeckungsreise zu den Flaschengeistern.«
Peter Pisa, Kurier

»Pointiert, nuanciert, ein bisschen respektlos, mit großem Fachverstand und nicht minder großer Leidenschaft widmen sie sich den Klassikern, von Angel bis Vol de Nuit. Eine höchst vergnügliche Lektüre. So und nicht anders muss man über Düfte schreiben.«
Ines Hinterkörner, Salzburger Nachrichten

»Jedes Parfum erzählt eine Geschichte und hat einen Kern. Wenn man erleben möchte, wie dieser meisterhaft freigelegt werden kann, dann sollte man Das kleine Buch der großen Parfums von Luca Turin und Tania Sanchez lesen.«
Katrin Schumacher, MDR Figaro


Leseprobe von Das kleine Buch der großen Parfums >

Nächste Veranstaltungen
 

Foto: © Derek Shapton

7.3.2013

Ein Abend für Alice Munro

Literaturhaus Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover
19:30 Uhr

Manuela Reichart
und Judith Hermann lesen aus Alice Munros Erzählungen und berichten aus dem Leben der Autorin.

»Diese späte Veröffentlichung hierzulande ist ein Ereignis ... Die Geschichten sind von zeitloser Gültigkeit, weil sie uns zeigen, wie wir das Leben immer schon hauptsächlich verbringen – nämlich ›ratlos rudernd‹, so heißt es in einer dieser starken Storys.«
Knut Cordsen, BR2

Eintritt 8.– Euro, ermäßigt 6.– Euro.




Foto: © Marc Wetli
8.3.2013

Sandra Hughes
Zimmer 307


Stadtsaal im Rathaus, Rathausstrasse 36, 4410 Liestal
19:00 Uhr

Weshalb unterliegt die intelligente junge Felicitas der Verführungsmacht von Gigolo Domenico? Ausgewählte Textpassagen aus zwei Romanen von Sandra Hughes laden zur Diskussion ein. Konfrontation mit eigenen Rollenbildern garantiert.

Lisa Weiss, Leonardo Bortolotto und Anna Vögeli umrahmen die Lesung mit Kontrabass, Gitarre und Gesang. Sie gehen dabei Frauenstimmen aus der jüngeren Popgeschichte nach und setzen fröhliche, farbige und eigenwillige Kontra(st)punkte zum Gelesenen.

Im Anschluss festlicher Apéro zum Genießen und sich begegnen. Eintritt frei. Kollekte.




Foto: © Ayse Yavas
14.3.2013

Jolanda Piniel
Die Verbannte

Leipziger Buchmesse, Leseinsel Junge Verlage
Halle 5, Stand D200
12:00 Uhr

»Im rhythmischen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit erschliesst Jolanda Piniel in ihrem Roman Stück für Stück das Neuland, in dem ihre Figuren unterwegs sind. Nur in leisen Andeutungen zeigt sie, wie Mutter und Tochter allmählich ein neues, innigeres Verhältnis zueinander gewinnen, dass mithin die historische Recherche nicht ohne Folge für das Jetzt bleibt. Beachtlich ist das kompositorische Geschick, das die 1969 in Winterthur geborene Autorin mit ihrem Debütroman unter Beweis stellt.«
Roman Bucheli, NZZ





Foto: © Marc Wetli
13.4.2013

Sandra Hughes
Zimmer 307


Werkgebäude Gemeinde Uhwiesen, Wassergasse 8,
8248 Laufen-Uhwiesen
19:30 Uhr

Sandra Hughes hat einen Blick für beschädigte Seelen, mit denen das Leben allzu grob umspringt. Gleich zu Beginn ihres neuen Romans Zimmer 307 schneidet sich ihre Protagonistin Felicitas, genannt Feli, aus Liebeskummer die Pulsadern auf. Alles ist aus! Nie wieder Liebe! Doch ihr Leben geht weiter – im Fegefeuer. Felicitas erwacht in einer Art Vorhölle, der Abteilung Supervision F, in der Selbstmörderinnen und Prostituierte landen. Eine harte Pritsche, fade Nudeln, ein schlaffer Salat und ein monotoner Arbeitsalltag beim Korbflechten erwarten sie hier.
Es herrscht ein rigider Ton, die Neuen müssen sich diszipliniert hocharbeiten, um in eine höhere Abteilung befördert zu werden. Feli macht Karriere und reaktiviert eine Abteilung für die Männer. Hier begegnet die gewesene Hotelfachfrau auch Domenico wieder, genau jenem Mann, der einst als harmloser Gast von Zimmer 307 in ihr Leben trat. Domenico hat Felis ohnehin kaum ausgeprägtes Selbstwertgefühl durch sein Machogehabe zerstört, nun bietet sich ihr die Möglichkeit, ihn zur Hölle zu schicken und Rache zu nehmen. Oder doch nicht? Böse, witzig, wortgewandt.


     

Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie eines von drei Exemplaren von Luca Turins und Tania Sanchez’ Das kleine Buch der großen Parfums.

Wie viele legendäre Parfumklassiker präsentiert Das kleine Buch der großen Parfums?

– 75
– 100
– 200

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort drei Exemplare von Das kleine Buch der großen Parfums. Einsendeschluss ist der 18. März 2013. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com