Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 72 | 15. August 2012

Lieber Empfänger

die Marianne-und-Curt-Dienemann-Stiftung in Luzern hat in diesem Jahr erstmals einen Preis für »Das Zweite Buch« vergeben. Wir freuen uns sehr, daß der erste Preisträger Jens Steiner ist. Wir gratulieren herzlich, Jens!

Nun freue ich mich, Ihnen unser Herbstprogramm zu präsentieren, das ab sofort in Ihrer Lieblingsbuchhandlung erhältlich ist. Bereits in der letzten Woche empfahl Andreas Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Richard Hughes' Roman In Bedrängnis als eines der lesenswertesten Bücher in diesem Herbst. Hier finden Sie die Besprechung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommerausklang mit wunderbaren Lesestunden
und grüße Sie herzlich
Ihre

Sabine Dörlemann


Eines der stärksten Bücher des Herbsts

Foto:© Bruno de Hamel
Der Dampfer Archimedes ist ein Frachtschiff in allerbestem Zustand, als er den Hafen von Norfolk, Virginia, verlässt, um an einem wunderschönen sonnigen Herbsttag durch den Panamakanal nach China zu fahren. Seine Ladung besteht aus Tabak und Altpapier. Doch kaum erreicht es die karibischen Inseln, gerät das Schiff durch einen unerhörten Sturm in schwerste Bedrängnis. Während vier Tagen kämpfen Captain Edwardes und seine Mannschaft, vom Ersten Offizier über den Leitenden Ingenieur bis zum chinesischen Maat um die Archimedes – und um ihr Leben.

Leseprobe von In Bedrängnis >



Die berühmteste Kriegsreporterin

Foto: Ernest Hemingway Photograph Collection, John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston

Vom Spanischen Bürgerkrieg, den sie gemeinsam mit Ernest Hemingway erlebte, über den Zweiten Weltkrieg mit der Befreiung Dachaus und den Krieg in Vietnam bis zum Krieg in Nicaragua berichtete Martha Gellhorn fünfzig Jahre lang von nahezu jedem Schlachtfeld dieser Erde. Sie scherte sich dabei nicht um Kugelhagel oder Bombendetonationen, geschweige denn um militärische Strategien, ihr Augenmerk galt allein der leidenden Zivilbevölkerung, deren Elend sie eindrücklich festhielt.

Leseprobe von Das Gesicht des Krieges >



Das brutale Ende des Sommers

Foto: © Harald Kosch
»Monika Goetsch kann mit großer Dringlichkeit erzählen. In einer klaren Sprache. Mit schnörkellosen Dialogen. Man folgt ihr hellhörig und mit Neugier auf die Pfade der Erinnerung bis hinein in die Gemütsnot und den Zusammenbruch.«
Gabriele von Arnim, DeutschlandRadio Kultur

Als Anna vom Tod ihres Bruders erfährt, kehrt sie dahin zurück, wo das Ende seinen Anfang nahm. Am Baggersee haben sie und ihr Bruder in einer Clique den Sommer verbracht. Zu sechst baden sie, trinken Grüne Witwe und träumen davon, nach Amerika auszuwandern. Nur einen wollen sie nicht mitnehmen – Frank, den Loser. Eines Nachts findet der Sommer ein brutales Ende, das die Weichen neu stellt. Anna wird zum Studium in die Stadt ziehen, während ihr Bruder sich mit zweifelhaften Projekten über Wasser zu halten versucht. Doch der Vergangenheit entkommt keiner.


Leseprobe von Grüne Witwe >



Rückkehr an den Ort der Verbannung

Foto: © Ayse Yavas
Warum wurde ein kleines Mädchen während des Krieges allein von Bukarest zu Verwandten in die Schweiz geschickt? Und warum überhaupt lebten die Großeltern damals in Rumänien? Wenn Debora solche Fragen stellt, stößt sie auf ablehnendes Schweigen. So entscheidet sie sich, nach Großmutters Tod und gegen den Wunsch der Mutter, diesen Geschichten vor Ort nachzugehen. Dabei erfährt sie unter anderem, was es damals für eine Schweizerin bedeutete, einen Deutschen zu heiraten und damit das Schweizer Bürgerrecht zu verlieren. Deboras Reise wird zu einer Spurensuche, in der Vergangenes aufscheint und sich zu einer Geschichte verdichtet, die sie schließlich zur rumänischen Wohnung der Großeltern führt, von der nur noch die Mutter weiß, wie sie einst ausgesehen hat.

Leseprobe von Die Verbannte >



Ablagerungen des Unbewussten

Foto: © Derek Shapton
»Schon in ihren frühen Erzählungen erweist sich Munro als Meisterin der offenen Enden. Ihre Formulierungen sind so fein und verhalten, dass sich die Möglichkeit menschlicher Abgründe oft erst beim zweiten oder dritten Lesen auftut. Mit sprachmächtigem Werkzeug tastet sie ihre Figuren nach deren empfindlichsten Stellen ab. Ganz ohne Schmerzen geht das nicht. Doch anstatt triumphierend Skandale zutage zu fördern, reicht es ihr, die Ablagerungen des Unbewussten ein wenig aufzuwühlen.«
Anja Kümmel, Weser Kurier

»Ein neuer (alter) Erzählband der Grande Dame der amerikanischen Short Story ist nach 40 Jahren nun erstmals auf Deutsch erschienen. Eine wahre Fundgrube für alle Munro-Fans und für die, die es werden wollen. Die sehr genaue unsentimentale Beobachtungsgabe, verbunden mit großer erzählerischer Feinsinnigkeit und Diskretion, ist meisterhaft.«
Sonja Baude, AVIVA-Berlin
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Leseprobe von Was ich dir schon immer sagen wollte >



Die Laute der griechischen Welt

Foto: © Dörlemann Verlag
»Rumeli ist wunderbar geschrieben, mit jeder Menge Klang, witzig und zwar auf die hintersinnige Art, und voller kultureller Verweise. Mal reitet Fermor sein Steckenpferd tief in die Vergangenheit, dann wieder ist er ein Abenteurer, bedeckt mit einer dicken Schicht Straßenstaub. Vor allem aber ist er, so oder so, ein großer Lebensbejaher. Er findet schön, was er sieht, und schreibt deshalb auch so.«
Wieland Freund, WDR 3 Passagen
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»So schließt das Buch mit einer anderen Liste, einem poetischen Gesang der »Laute der griechischen Welt«, der das Land so beschreibt, wie Fermor es immer gesehen hat: als Stein gewordene Dichtung, in der sich die Meteorafelsen himmelwärts schrauben »wie eine byzantinische Litanei.«
Andreas Schäfer, Tagesspiegel
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»Fermors Buch besticht durch seine Haltung. Er macht den Leser zum Gesprächspartner, und obwohl er jede Menge historischer Recherchen und Literatur einarbeitet, verfällt er nicht in den Dünkel des Wissenschaftlers. Bei ihm hat man das Gefühl, man lausche an der Bar einem Mitreisenden, der von seinen Erlebnissen berichtet. Auch sein großer Stil bleibt stets der Erzählung untergeordnet.«
Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger
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Leseprobe von Rumeli >



Maximale Wirkung mit minimalen Mitteln

Foto: © Robin Skjoldborg
»Der Leser bleibt außerhalb der Figuren, er sieht nur ihre Handlungen, hört ihre Äußerungen und muss irgendwie damit zurechtkommen, wir streifen sie nur in flüchtigen Begegnungen. Aber trotzdem oder besser deswegen ist Helles zweiter auf Deutsch erschienener Roman große Literatur … Tatsächlich waltet bei ihr weniger ein Minimal- als vielmehr ein Maximalprinzip, nämlich insofern sie mit minimalen Erzählmitteln maximale Wirkung erzielt.«
Tobias Prüwer, kreuzer

Leseprobe von Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann >



Mut zum Seitenwechsel

Foto: © Yale Collection of American Literature, Beinecke Rare Book and Manuscript Library
»Seitenwechsel heißt: die Grenzziehungen werden unscharf – und in Nella Larsens Roman bringt es Clare auf den Punkt, als sie erklärt: Passing sei leicht, wenn man den Mut dazu habe, umso leichter, weil die Weißen gar nicht damit rechnen … Denkt man an die jungen deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die hierzulande immer öfter über die Reibungen in einem Leben zwischen der Herkunft aus Migrantenfamilien und einem angestammten deutschen Alltag erzählen, wird außerdem klar, dass die prinzipiellen Fragen von Nella Larsen nichts an Aktualität eingebüßt haben.«
Michael Schmitt, Deutschlandfunk
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Leseprobe von Seitenwechsel >



Polarisierende Positionen

Foto: © Melanie Hammer
»Die Bremer Autorin Ursel Bäumer baut in ruhiger, bildhafter Sprache eine konsequente Dialektik zwischen den beiden Hauptfiguren und ihren Lebenswelten auf. Sie spielt mit den polarisierenden Positionen, die jederzeit umkehrbar sind, je nachdem, wo sich die Protagonisten aufhalten. Einfühlsam und dicht bleibt sie stets an der Seite der Ich-Erzählerin, ohne jedoch Paulas Sicht eindimensional oder vereinnahmend wirken zu lassen … Ein feinfühliger, sehr vielschichtiger Roman, der viele Fragen beantwortet, aber auch bewusst viele offen lässt.«
Dr. Stephanie Schaefers, Literaturhaus Bremen
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Leseprobe von Zeit der Habichte >


Nächste Veranstaltungen
 

18.8.2012

Sommerfest des Literarischen Colloquiums Berlin


LCB, Am Sandwerder 1, Berlin
14:30 Uhr

Mit vielen Schweizer Autoren, Übersetzern, Verlegern, Veranstaltern und Förderern ist das LCB freundschaftlich verbunden. Wir freuen uns auf ein helvetisches Fest, zu dem wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband einladen. Der Dörlemann Verlag ist Mitgastgeber des Sommerfestes.

Der Eintritt beträgt 6 €, ermäßigt 4 €.

Um 17:00 liest unsere Übersetzerin Miriam Mandelkow auf der Terrasse des LCB aus Martha Gellhorns Briefen:

Gellhorn an Hemingway, gelesen von Miriam Mandelkow (Dörlemann)
Die berühmteste Kriegsreporterin und der berühmteste Schriftsteller seiner Zeit führten eine leidenschaftliche Ehe. Martha Gellhorns Briefe zeugen von dieser turbulenten Beziehung.

PDF des vollständigen Sommerfest-Programms >





Foto: © Marc Wetli
23.8.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307


Bücherladen Appenzell – Treibhaus, Wührestraße 1
19:30 Uhr

»Die Luzernerin Sandra Hughes hat diesem düsteren Thema einen hinreissenden Roman abgetrotzt, mit dem es hoch hinaus geht. Es soll Reisende geben, die seit der Lektüre nur noch im Hotelzimmer 307 übernachten wollen.«
Daniel Arnet, SonntagsZeitung

Sandra Hughes liest im Bücherladen Appenzell aus ihrem neuen Roman Zimmer 307 und Liliane Studer, Lektorin beim Dörlemann Verlag, erzählt aus ihrem vielfältigen Verlagsalltag. Der Eintritt ist frei!

Zwischen dem 17. August und dem 8. September ist der Dörlemann Verlag als ausgewählter Verlag des Bücherladens Appenzell dort mit einer kleinen Verlagspräsentation vertreten.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Bücherladen Appenzell >.





Foto: © Ayse Yavas
11.9.2012

Jolanda Piniel
Buchvernissage: Die Verbannte
Moderation: Hans Ulrich Probst

Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62
20:00 Uhr

Warum wurde ein kleines Mädchen während des Krieges allein von Bukarest zu Verwandten in die Schweiz geschickt? Und warum überhaupt lebten die Großeltern damals in Rumänien? Wenn Debora solche Fragen stellt, stößt sie auf ablehnendes Schweigen. So entscheidet sie sich, nach Großmutters Tod und gegen den Wunsch der Mutter, diesen Geschichten vor Ort nachzugehen. Dabei erfährt sie unter anderem, was es damals für eine Schweizerin bedeutete, einen Deutschen zu heiraten und damit das Schweizer Bürgerrecht zu verlieren.

Deboras Reise wird zu einer Spurensuche, in der Vergangenes aufscheint und sich zu einer Geschichte verdichtet, die sie schließlich zur rumänischen Wohnung der Großeltern führt, von der nur noch die Mutter weiß, wie sie einst ausgesehen hat.

Der Eintritt kostet 18 SFr., ermäßigt 12 SFr.





Foto: © Harald Kosch
19.9.2012

Monika Goetsch
Buchvernissage: Grüne Witwe


Bücher Lentner, Marienplatz 8, München
20:00 Uhr

»Monika Goetsch kann mit großer Dringlichkeit erzählen. In einer klaren Sprache. Mit schnörkellosen Dialogen. Man folgt ihr hellhörig und mit Neugier auf die Pfade der Erinnerung bis hinein in die Gemütsnot und den Zusammenbruch.«
Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur

Der Eintritt kostet 7 €.





Foto: @ Barbara Dietl
30.9.2012

Sabine Dörlemann
Verlagsvorstellung – Matinee


Buchhandlung Weiland, Königstraße 67a, Lübeck
11:00 Uhr

Sabine Dörlemann stellt in der Buchhandlung Weiland in Lübeck den Verlag vor und berichtet von der Arbeit mit Autoren und Übersetzern.

»Die Zutaten zum Glück: eine hervorragende literarische Spürnase, Enthusiasmus für die Sache, Erfahrung und ein gut funktionierendes Netzwerk.«
Alice Werner, Literaturblatt, über Sabine Dörlemann und den Verlag


Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie ein Exemplar von Richard Hughes’ Roman In Bedrängnis.

Wie heißt das Schiff, das in Richard Hughes’ In Bedrängnis in einen Sturm gerät?
– Pequod
– Archimedes
– Bounty

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort ein Exemplar von Richard Hughes’ In Bedrängnis. Einsendeschluss ist der 31. August 2012. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com