Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 70 | 30. Mai 2012

Lieber Empfänger

diesen Monat herrscht großer Jubel bei uns im Verlag. Felicitas Hoppe wurde der Georg Büchner-Preis zuerkannt, und Jens Steiner hat den Förderpreis der Schweizerischen Schiller-Stiftung erhalten. Wir gratulieren herzlich!

Felicitas Hoppes Der beste Platz der Welt ist dieser Tage in der dritten Auflage erhältlich. Lassen Sie sich von dieser meisterhaften Erzählung verzaubern!

Herzlich grüßt Sie
Ihre

Sabine Dörlemann


Die Großmeisterin kleiner Formen

Foto: © Derek Shapton
»Alice Munro gilt als Meisterin der literarischen Kurzform, als Sängerin des oft in einen kleinstädtischen Rahmen gesperrten Alltagslebens, als vorab auf ›weibliche‹ Themen fokussierte Schriftstellerin; da erstaunt es immer wieder, wie viel Spreng- und Zerstörungskraft sie in ihre vermeintlich so harmlosen Settings zu schmuggeln weiß. In der Regel geschieht das unter der Hand, wobei das Böse sich so lautlos sanft und gleichzeitig grell entfaltet wie eine einzelne Mohnblüte auf dunklem Humus.«
Angela Schader, NZZ
Lesen Sie die ganze Rezension >

»Die frühen Erzählungen von Alice Munro zeigen schon die ganze Virtuosität der Großmeisterin kleiner Formen … Alice Munros Kunst konzentriert sich auf die kleinen Gesten, die scheinbaren Nebensächlichkeiten, die unterdrückten Gefühle, die beiläufigen Explosionen. Sie entdeckt die Herrschsucht hinter dem Ordnungsfimmel, erkennt die Ratlosigkeit hinter dem Ehebruch. In Nebensätzen erblühen ganze Lebenswelten und füllen unsere Köpfe aus … Und es ist fantastisch zu sehen, wie in diesen Geschichten schon die ganze Könnerschaft der Munro aufscheint. Wie verhalten sie erzählt von Sex und heimlicher Lust, von konformer Einordnung und erregter Ausbruchswut. Wie hinter wüster Grobheit zärtliche Träume hocken und wie die Sehnsucht nicht aufhört, sich Wege zu bahnen durch Armut, Alkohol und das alltägliche Einerlei von entkräfteten Ehen.«
Gabriele von Arnim, Welt
Lesen Sie die ganze Rezension >

»Alice Munro gehört zu den besten lebenden Short-Story-Autoren weltweit. Jetzt ist eines ihrer frühen, wichtigen Bücher erstmals auf Deutsch erschienen. Ein bildschön ausgestatteter, literarisch fabelhafter Band.«
Focus

Leseprobe von Was ich dir schon immer sagen wollte >



Schreiende Farben am Parthenon

Foto: © Dörlemann Verlag
»In Patrick Leigh Fermors Büchern Mani und dem eben bei Dörlemann neu herausgegebenen Rumeli, die zu einer Zeit geschrieben wurden, da man bei uns die alten Griechen noch zu Vertretern des edelsten Geistes stilisierte, kann man lesen, dass jegliche hellenische Skulptur, auch der gesamte Parthenon zu Athen, mit gewissermaßen schreienden Farben verziert war, die Antike sei überhaupt eine Zeit pulsierender Sinnlichkeit gewesen … Die Literatur Patrick Leigh Fermors kann verzaubern. Man wird dann wieder zu jenem Leser, der man war, als man nachts unter der Bettdecke heimlich in einem von einer Taschenlampe beleuchteten Buch las und sich nicht losreißen konnte.«
Michael Girke, der Freitag
Lesen Sie die ganze Rezension >

Leseprobe von Rumeli >



Die Not der verbotenen Liebe

Foto:© Editions Gallimard (Jacques Sassier)
»De Vilmorin erinnert mit ihrer Geschichte an die großen Vorbilder Maupassant, Flaubert und Balzac. Gibt es doch von Maupassant die Geschichte Der Schmuck, in der wie hier ein Schmuckstück zur Überführung einer untreuen Ehefrau führt. Liebesschmachten, Herzgeschichten, Langeweile und die stolze Gesellschaft einer verwöhnten Klasse bilden den Hintergrund für die Geschichte. Die Raffinesse, mit der die Autorin Gefühle aufzeigt und die Not der verbotenen Liebe beschreibt, ist unübertroffen.«
Claudine Borries, Leselupe

»Louise de Vilmorin (1902–1969), die dem französischen Adel entstammte, kannte sich in ihren Kreisen bestens aus, und so schreibt sie mit leichter, subtiler Hand eine amüsante, fast tragikomische Geschichte über die Kunst der Verstellung und die Allmacht der Liebe.«
Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung

»Was als Gesellschaftsroman daherkommt, beschreibt den Geschlechterkampf zu einem Zeitpunkt, als der Begriff noch gar nicht vorhanden war. Das liest man umso mehr mit Vergnügen, weil es voller feiner sprachlicher Nuancierungen steckt.«
Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

Leseprobe von Madame de >



Keine Drama-Queen

Foto: © Robin Skjoldborg
»Es ist zu wünschen, dass die glänzend effektsicheren, ernüchternd klammen Lebensbilder auch hier ihre Leserinnen und Leser finden.«
Verena Stössinger, NZZ, Bücher am Sonntag

»Auch in Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann macht die besondere Fähigkeit von ›2x Helle‹ zum raffinierten Erzählen mit scheinbar einfachsten Mitteln die Lektüre zum gewinnreichen Vergnügen auf hohem literarischen Niveau.«
Thomas Borchert, dpa

»Ich habe absolut kein Rezept für ein unkompliziertes Leben. Das wäre ja auch öde. Das Leben sollte voller Komplikationen sein, sonst wird es langweilig. Außerdem habe ich persönlich viel aus komplizierten Beziehungen gelernt … Wichtig ist, wie ein Buch geschrieben ist und nicht, wovon es handelt. Eine gute Geschichte nützt nichts, wenn sie nicht gut geschrieben ist. Ich zum Beispiel schreibe keine Krimis, ich bin keine Drama-Queen, aber die Leute lesen trotzdem meine Bücher.«
Helle Helle in einem Interview zu Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann mit der Rhein-Neckar-Zeitung
Lesen Sie das ganze Interview >

Leseprobe von Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann >



Und schon ist man mittendrin!

Foto: © Marc Wetli
»Der Minibarmann nennt sich Domenico. Und die Kaffeemaschine funktioniert nicht. Ausweichen und löslichen Cappuccino nehmen. Im Buch schneidet sich Felicitas wegen Domenico die Venen auf. Und schon ist man mittendrin! In kurzen und sprachlich genau bewegten Kapiteln werden wir durch Erinnerung und Neuwerdung einer Frau geführt. Die Geschichte: eine Reinigung im Fegefeuer … Die Geschichte packt, auch wenn keine Figur da ist, die nach Einfühlungsvermögen verlangt. Wir wollen weder Domenico noch Felicitas sein. Vielleicht ist das Ganze nur ein Traum, vor dem Übergang in das Leben nach dem Tod.«
Francesco Micieli, Schweizer Monat
Lesen Sie die ganze Rezension >

»Sandra Hughes strapaziert das Klischee der passiven Frau, teils amüsant, teils schmerzhaft und immer etwas überzeichnet. Zwischen Selbstzerstörungstrieb und Rachegelüsten bleibt sich Felicitas immer fern. Ihre Geschichte ist die einer obsessiven Beziehung, die Hughes in Rückblicken und in Zwiegesprächen mit der verstorbenen Großmutter erzählt … Hughes beweist sich einmal mehr als stilsichere Geschichtenerzählerin.«
Clarissa Lempp, Aviva-Berlin
Lesen Sie die ganze Rezension >

Leseprobe von Zimmer 307 >



Der beste Platz der Welt
Jetzt in der dritten Auflage!

Foto:Thomas Andenmatten, © Stiftung Schloss Leuk
»Dokumentarisches und Erfundenes, Wirklichkeit und Traum, Gegenwart und Vergangenheit einfach zusammenzustellen kann jeder, aber Felicitas Hoppe hat daraus eine ganz neue Realität erschaffen, sie hat ein bezauberndes, hintergründiges Märchen vorgelegt, mit diesen leicht-schwebenden, melodischen Sätzen, die ihr kaum einer nachmacht.«
Peter Urban-Halle, Deutschlandfunk

»Eine anmutig schwebende Walliser Erzählung … Immer wieder folgt man der Autorin mit heiterer Neugier auf Berge und den Ringacker, den Friedhof, der nun vielleicht wirklich der Beste Platz der Welt ist, für Lebende wie für Tote.«
Gabriele von Arnim, Bücherwelt, NDR1

Leseprobe von Der beste Platz der Welt >



Eine Anthologie besonderer Art

»Als zweisprachiges Lese- und Studienbuch (Russisch/Deutsch) legt Felix Philipp Ingold eine Anthologie besonderer Art vor … Neben längst kanonisierten Größen der klassischen und modernen russischen Dichtung haben hier manche vergessene Autoren (darunter zahlreiche Lyrikerinnen) ihren ersten Auftritt in deutscher Sprache.«
literaturkritik.de

Leseprobe von »Als Gruß zu lesen« Russische Lyrik von 2000 bis 1800 >


Nächste Veranstaltungen
 

Foto: © Marc Wetli
7.6.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307


Kellertheater, Baselstrasse 43, Riehen
20:00 Uhr

Sandra Hughes ist zu Gast in der Arena Riehen und liest im Kellertheater aus ihrem neuen Roman Zimmer 307.

»In Zimmer 307 schwankt man nun zwischen Sympathie, Mitleid, Wut und Abscheu gegenüber den beiden Hauptpersonen. Dieser Mix der Gefühle fesselt den Leser ans Buch, und dass dies gelingt, ist dem Einfühlungsvermögen der Autorin zu verdanken: Sie schafft es, die Figuren ausgewogen und nachvollziehbar zu zeichnen. Sie schaut nicht wertend von außen auf ihre Protagonisten, sondern beschreibt sie von innen heraus.«
Karen N. Gerig, Tages Woche




Foto:Thomas Andenmatten, © Stiftung Schloss Leuk
13.6.2012

Felicitas Hoppe
Abenteuer. Welten. Reisen

Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38
09:30 - 17:15 Uhr

Felicitas Hoppe hat im Sommersemester 2012 die Hamburger Gastprofessur für interkulturelle Poetik inne. In der Funktion als Gastprofessorin hält sie eine Reihe von Vorlesungen zum Thema Abenteuer, Welten, Reisen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Universität Hamburg.




Foto:Thomas Andenmatten, © Stiftung Schloss Leuk
14.6.2012

Felicitas Hoppe
Abenteuer. Welten. Reisen

Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38
09:30 - 16:15 Uhr

Felicitas Hoppe hat im Sommersemester 2012 die Hamburger Gastprofessur für interkulturelle Poetik inne. In der Funktion als Gastprofessorin hält sie eine Reihe von Vorlesungen zum Thema Abenteuer, Welten, Reisen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Universität Hamburg.




Foto: © Robin Skjoldborg
21.6.2012

Helle Helle
Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann

Literaturhaus München, Foyer
19:00 Uhr

Die dänische Bestseller-Autorin Helle Helle erzählt in Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann aus dem Leben von Susanne, die einerseits von einem erfüllten Liebesglück träumt und sich andererseits vor einer ermüdenden Unkompliziertheit fürchtet.

Lesung in deutscher und dänischer Sprache.
Moderation und Übersetzung: Flora Fink. Lesung der deutschen Texte: Lisa Wagner.

Eintritt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro.




Foto:Thomas Andenmatten, © Stiftung Schloss Leuk
22.6.2012

Felicitas Hoppe
Abenteuer. Welten. Reisen

Thalia Theater, Gaußstraße 190, Hamburg
20:00 Uhr

Felicitas Hoppe hat im Sommersemester 2012 die Hamburger Gastprofessur für interkulturelle Poetik inne. In der Funktion als Gastprofessorin hält sie eine Reihe von Vorlesungen zum Thema Abenteuer, Welten, Reisen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Universität Hamburg.

Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie eine von drei Taschen, die der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) aus der Plane des Plakats »JA zur Buchpreisbindung« nähen ließ. Jede Tasche hat ein individuelles Muster! Zusammen mit einem Exemplar Der beste Platz der Welt von Felicitas Hoppe.

Wie heißt der Preis, den Felicitas Hoppe im Oktober 2012 erhalten wird?
 
– Shakespeare-Preis
– Cervantes-Preis
– Büchner-Preis
 
Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort drei individuelle Taschen des SBVV samt einem Exemplar von Der beste Platz der Welt. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2012. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com