Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 69 | 26. April 2012

Lieber Empfänger

eine »Pflichtlektüre« nennt die neue Freundin, Alice Munros Erzählband Was ich dir schon immer sagen wollte. Wir möchten Ihnen das Buch der »Königin der Kurzgeschichte« als Lustlektüre ans Herz legen.

Lesen Sie wohl!

Auf bald,
Ihre

Sabine Dörlemann


Makellose stilistische Eleganz

Foto: © Derek Shapton
»Alice Munro glüht vor Interesse am Innenleben der Menschen, ihren Geheimnissen, die nur manchmal für Sekunden sichtbar werden, vielleicht wenn jemand tanzt und man einer schwungvollen Drehung ansieht, wie viel Leidenschaft, unausgelebte Träume da unter einer gut dressierten Oberfläche sind.«
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur
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»Die 13 Erzählungen dieses Bandes, die von Heidi Zerning einmal mehr hervorragend übersetzt wurden, zeigen Alice Munro bereits auf der Höhe ihrer Kunst. Sie beherrscht auf unvergleichliche Weise die Fähigkeit, Geschichten nicht zuletzt durch Auslassungen zu erzählen. Biografien gewinnen nicht in erster Linie durch Handlung an Bedeutung, vielmehr durch Stimmungen, schnell aufflammende Gefühle, mühsame Erkenntnisse und Wendungen. Ihr Ton ist voll lakonischer Empathie.«
Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur
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»Ihre minutiös gearbeiteten Texte glänzten schon damals durch makellose stilistische Eleganz und fesselnde dramaturgische Raffinesse. Und sie bestechen durch die Wachsamkeit, mit der sie unangenehme und doch weit verbreitete menschliche Regungen registrieren. Es geht um die Grausamkeiten, die sich im Kreis der Familie und zwischen scheinbar Liebenden abspielen.«
Kirsten Voigt, SWR2

»Die Meisterin der Erzählungen Alice Munro präsentiert in Was ich dir schon immer sagen wollte 13 Kurzgeschichten, gewohnt schnörkellos geschrieben … Pflichtlektüre!«
Nina Zeller, Freundin

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Dialogreich und bilderstark

Foto:© Editions Gallimard (Jacques Sassier)
»Die Charaktere werden fast ausschließlich in konkreten Situationen oder durch ihr Handeln beschrieben, während ihre Gedanken und Gefühle verborgen bleiben. Doch gerade dieser knappe Stil fordert die Fantasie des Lesers … An anderer Stelle verwandelt de Vilmorin präzise Beschreibungen in Poesie. Etwa wenn ›zwei eisige Lippen und ein Hauch von Schnee, aus einem Bart rieselnd‹, die Hand von Madame de berühren. Doch hinter diesen hübschen, klaren Worten schauen Abgründe hervor.«
Andrin Schumacher, taz
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»Man liest Madame de wie man ein impressionistisches Bild betrachtet: Ist fasziniert von der scheinbar leicht entworfenen dramatischen Herzenskomödie unter fernen Menschen. Die Autorin braucht nur wenig Handlung, um viel zu erzählen von ihrer Zeit und den – vor allem weiblichen – Qualen hinter den glitzernden Fassaden der Belle Epoque.«
Manuela Reichart, Kulturradio rbb
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»Madame de heißt dieses in schick grün-blau schimmerndem Stoff gebundene Büchlein … Die Brilliantohrringe könnte es auch heißen, denn sie sind die tückischen Helden in diesem schmalen Roman … Die Ohrringgeschichte verbindet sich mit einer tragischen Liebesaffäre Madames, davon erzählt Louise de Vilmorin so dialogreich und bilderstark, dass sich Max Ophüls 1954 den Roman vornahm.«
Nicole Golombek, Stuttgarter Nachrichten

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Die griechische Identität

Foto: © Dörlemann Verlag
»Fermors Beobachtungsgabe zeugt von einer Liebe zur greifbaren Realität – hinter der immer Mystisches und kleine Geschichten verborgen liegen … Was Fermor beschreibt, steht in weitem, schmerzenden Kontrast zur Gegenwart. Das Griechenland wie er es damals sah, existiert nicht mehr … Und doch ist Rumeli nicht nur ein bemerkenswert aktuelles Buch, das griechische Identität mit ihren Stärken und Schwächen beleuchtet. Die Wiederauflage zum jetzigen Zeitpunkt erscheint als Fingerzeig … Wer Griechenland nicht versteht, wird Europa nicht begreifen.«
Robin Schmeck, Griechenland Zeitung

»Fermor ist nicht nur ein Liebhaber des Landes und seiner Menschen, er ist auch ein kundiger, gelehrter Sucher, der sich über orthodoxe Rituale ebenso detailliert äußert wie über sprachliche Feinheiten. Zudem ist er ein begnadeter Stilist, der jedem Leser die Lektüre aufregend und unterhaltsam gestaltet: Dieses Buch ist ein seltener Genuss, wie eine Reise, an die man sich noch lange erinnert.«
Martin Geißler, Buecherbehr

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Minimalistische Authentizität

Foto: © Robin Skjoldborg
»Die Welt, in der Helle Helles Protagonisten angesiedelt sind, ist meist unspektakulär, belanglos. Es sind gewöhnliche Menschen, die uns schnell vertraut werden, mit denen die Autorin uns konfrontiert. Doch in all ihren Schilderungen bleibt vieles ungesagt. Genau dies ist die Kunst Helle Helles … Die teilweise grotesken Situationen werden von den Agierenden wie selbstverständlich getragen, obwohl sie häufig zwischen Lachen und Weinen schwanken. Dazwischen schwelen und brodeln Konflikte, die letztlich jeder mit sich selbst austrägt.«
Annegret Glock, Schreiblust-Verlag

»Ihr einfacher, kommentarloser Stil täuscht: Helle Helle folgt den Personen wie mit Kamera und Mikro und zeigt in dieser von ihr minimalistisch verknappten Authentizität trotzdem das Wesentliche.«
Ellen Pomikalko, BuchMarkt

»Seite für Seite erzählt Helle Helle kleine Geschichten aus Susannes Leben: Von Gesprächen mit Zufallsbekanntschaften in öffentlichen Verkehrsmitteln, dem flüchtigen Sex mit einem Yogalehrer, von Unterhaltungen mit ihrem Mann über die Zwangsläufigkeit von Familienfesten … Was Frauen wollen? Susanne jedenfalls wollte offenbar dieses unkomplizierte Leben mit einem gebildeten Mann, der Bücher schreibt und zu Hause arbeitet. Es verrinnt, es ist nicht der Rede wert, sie liebt es in seiner ganzen banalen Trostlosigkeit, auch wenn sie hin und wieder am Küchentisch sitzt und weint.«
Gesine Strempel, WDR3

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Auftakt à la Hitchcock

Foto: © Marc Wetli
»Der dritte Roman von Sandra Hughes ist eine gelungene, flott gestaltete Tragikomödie mit abenteuerlichen Schauplätzen und Wendungen. Es tobt in der Brust, bei Seufzern und Tränen, aber Hughes schreibt stets handlungsorientiert und auf einen wirklichen Plot hin. So etwas liest man sehr gern.«
Wolfgang Bortlik, Strapazin
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»Hughes wählt einen Auftakt à la Hitchcock. Die Ich-Erzählerin legt sich in die Badewanne, die mit warmem Wasser gefüllt ist, greift zur Rasierklinge, die dort bereit liegt und schneidet sich die Pulsadern auf … Sie wird ins Jenseits befördert, sie stirbt. Das ist schon ein starker Paukenschlag von einem Auftakt. Ein formaler Dreh, der mir gefällt.«
Heinrich Vogler, DRS2

Leseprobe von Zimmer 307 >



Umgekehrte Zeitlinien

»Die ZEIT hat sich Konstantin Fofanow und seine Elegie (auf die Zigarette) als Gedicht der Woche aus Felix Philipp Ingolds »Als Gruß zu lesen« herausgepickt, daran tat sie gut. Auch die entgegen jeder Anthologie-Erwartung umgedrehte Zeitlinie, eben nicht von damals auf heute, sondern von heute zurück nach damals, ist reizvoll. Dieses Buch macht Freude.«
Connie Müller-Gödecke, Avantart

Leseprobe von »Als Gruß zu lesen« Russische Lyrik von 2000 bis 1800 >


Nächste Veranstaltungen
 

Foto: © Marc Wetli
3.5.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307


Stadtmühle Willisau, Müligass 7, Willisau
20:00 Uhr

Felicitas erhofft sich eine bessere Welt, als sie sich mit 34 umbringt, nachdem Domenico, der Geliebte, sie verlassen hat. Doch das erhoffte Paradies bleibt aus. Sie landet in einer harten Arbeitswelt, in der einzig Korbflechten und gute Gedanken der Hinterbliebenen zählen. Für beides fehlen ihr die Voraussetzungen. So packt sie ihr zweites Leben an und entdeckt sich neu: als Managerin einer von ihr geschaffenen Männerabteilung – mit einem Platz für Domenico.

Sandra Hughes liest in der Stadtmühle Willisau aus ihrem neuen Roman Zimmer 307.




Foto: © Robin Skjoldborg
11.5.2012

Helle Helle
Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann

Heidelberger Literaturtage, Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz
20:00 Uhr

Im schönen Spiegelzelt der Heidelberger Literaturtage liest Helle Helle aus ihrem neuen Roman Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann. Die Lesung findet in deutscher Sprache statt. Professor Müller-Wille wird die Veranstaltung moderieren.

»Genau darum ist Helle so gut, weil sie einen fast völligen Stillstand der Liebe immer noch spannungsvoll zu beschreiben vermag bis in leiseste Stimmungsschwankungen.«
Christine Richard, Basler Zeitung

Eintritt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro




Foto: © Marc Wetli
24.5.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307

Freihandbibliothek, Bibliothek Zug
St.-Oswalds-Gasse 21, 6300 Zug
20:00 Uhr

»Zimmer 307 liest sich als ein leicht hingesetzter, lockerer Spaß und als die postmoderne Form eines Gleichnisses oder einer Parabel. Das Modell reduziert die komplexe und komplizierte Wirklichkeit auf ein fiktives Laborexperiment. Daraus resultieren Witz und Überschaubarkeit, das Exempel wird zur Erkenntnismaschine, die vorführt, wie es in der Welt und in der Menschenseele zugeht.«
Urs Bugmann, Zentralschweiz am Sonntag

Am 24. Mai liest Sandra Hughes in der Stadtbibliothek Zug aus ihrem Roman Zimmer 307, der im Frühjahr erschienen ist.
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Gewinnspiel

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Was bedeutet der Begriff »Anthologie«?

– Gedichtband
– Blütenlese
– Gruß

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Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

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