Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 68 | 4. April 2012

Lieber Empfänger

soeben erreicht uns die Nachricht, daß Jens Steiner für seinen Debütroman Hasenleben in Solothurn mit dem Förderpreis der Schiller-Stiftung ausgezeichnet wird. Wir freuen uns und gratulieren sehr herzlich! 

Insbesondere ans Herz legen möchte ich Ihnen den neuen Erzählband von Alice Munro, der Königin der Kurzgeschichten: Was ich dir schon immer sagen wollte.

Mit allen guten Wünschen für fröhliche Ostertage
und sonnigen Grüßen
Ihre

Sabine Dörlemann


Die Königin der Kurzgeschichten

Foto: © Derek Shapton
»Die 13 Texte in Was ich dir schon immer sagen wollte zeigen Munros Meisterschaft: Das Geheimnis ihrer Storys besteht darin, dass es in ihnen nichts Heimliches gibt, aber doch Dinge, die nicht erzählt werden dürfen – und gleichwohl verborgen im Text stehen und sich im Kopf des Lesers entfalten.«
Ulrich Rüdenauer, Börsenblatt

»Diese späte Veröffentlichung hierzulande ist ein Ereignis … Die Geschichten sind von zeitloser Gültigkeit, weil sie uns zeigen, wie wir das Leben immer schon hauptsächlich verbringen – nämlich ›ratlos rudernd‹, so heißt es in einer dieser starken Storys.«
Knut Cordsen, BR2
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»Was ihren Heldinnen zustößt, mag im Augenblick gewichtig und dramatisch sein, doch Munro setzt es in einen so weiten Zeitkontext, dass es im Rückblick zum normalen Auf und Ab des Lebens wird. Glück, aber auch Unglück sind von der Erinnerung erzeugte Gefühle. Die tatsächlichen Empfindungen sind immer zweischneidiger, uneindeutiger. Deshalb gibt es bei Munro weder vollkommene Verzweiflung noch Seligkeit. Dazwischen liegt das Leben, das sich ihre Heldinnen selbst schaffen – zum Besseren oder Schlechteren.«
Julia Kospach, Falter
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Sinnliches Griechenland

Foto: © Dörlemann Verlag
»Einer der Berichte in diesem durchschnittlich umfangreichen, aber einzigartig reichhaltigen Buch, widmet sich dem ›hellenisch-rhomäischen Dilemma‹, und damit den zwei Seiten des Griechentums, seiner heidnisch-antiken und seiner byzantinisch-orientalischen Seite. Außerdem findet sich neben dieser aufschlussreichen Wesensschau noch eine kurze Hommage an die ›Laute der griechischen Welt‹, eine bezaubernde Charakterisierung der einzelnen Städte, Inseln und Landschaften, und zwar anhand von Klängen, die Fermor, der wie niemand sonst intellektuelle Arbeit mit sinnlicher Einfühlung vereint, mit diesen Orten in Verbindung bringt: ›Sparta ein klirrender Amboss, Mykene eine fallende Axt, Ithaka das Schwirren eines Pfeils.‹ Dem möchte man nach der Lektüre sofort folgen.«
Tobias Lehmkuhl, Deutschlandradio Kultur
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»Wer etwas über die Vergangenheit Griechenlands wissen will – nicht über die Antike, sondern über das, was vor fünf, sechs Generationen geschehen ist und womöglich den Keim bildet für manches, das wir heute beobachten können – der sollte Patrick Leigh Fermor lesen … Jenes Rumeli, das Leigh Fermor porträtiert, existiert zwar nicht mehr – wie könnte es auch, selbst in dieser archaischen Landschaft steht die Zeit nicht still. Aber gerade deshalb ist dieses Reisebuch ein vortrefflicher Fremdenführer, weil es nicht beschreibt, was sich entweder ohnehin offensichtlich vor einem ausbreitet oder aber spurlos verweht ist; sondern sein Autor tief vordringt in dieses Land und zu den Sitten der Menschen, die es seit alters her bewohnen.«
Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung

»Wer weiss schon, wo Rumeli liegt? Zumal die Antwort je nach Zeit und Ansicht ganz unterschiedlich ausfällt. Natürlich hält sich Fermor an eine großzügige Definition und meint damit ganz Nordgriechenland, was dem alten Causeur mehr Raum lässt für seine epischen Ausführungen bis weit zurück in die antike Vorgeschichte … Vieles mag vergangen sein. Geblieben ist die Vorliebe für absurde Geschichten, die sich Griechen gerne ausmalen und deren Erzählweise sich Fermor zu eigen macht.«
Geneviève Lüscher, NZZ am Sonntag

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Zum 110. Geburtstag!

Foto:© Editions Gallimard (Jacques Sassier)
»Die Übersetzerin trifft genau den fast lakonischen, mitunter leicht ironischen Ton Vilmorins, in dem die Autorin mit wenigen Worten Charaktere und Beziehungen plastisch werden lässt. Vilmorins besondere Kunst besteht indes in der pointierten Darstellung jener Kreise, denen sie selbst und ihre Figuren angehören, wobei sie distanziert an der Oberfläche zu bleiben scheint, uns aber dennoch die Abgründe spüren lässt, die sich hinter dieser perfekten Fassade auftun.«
Carolin Fischer, Deutschlandradio Kultur
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»Ein Gesellschaftsbild aus französischem Adel und einer Zeit zwingender Konventionen. Vilmorin, Verlobte von Saint-Exupéry und Gefährtin von Malreaux, verbindet Ironie mit einem nüchtern-präzisen Stil und kühler Distanz zu ihren Figuren.«
Rendel Morsbach, ekz Informationsdienst

»Hochkarätig … Ein kleines Meisterwerk um Geld, Liebe und Abhängigkeit.«
Vogue

»Ein Damenroman der besonderen Delikatesse.«
Elke Heidenreich, Welt
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Rasant und höllisch gut

Foto: © Marc Wetli
»In Zimmer 307 schwankt man zwischen Sympathie, Mitleid, Wut und Abscheu gegenüber den beiden Hauptpersonen. Dieser Mix der Gefühle fesselt den Leser ans Buch, und dass dies gelingt, ist dem Einfühlungsvermögen der Autorin zu verdanken: Sie schafft es, die Figuren ausgewogen und nachvollziehbar zu zeichnen. Sie schaut nicht wertend von außen auf ihre Protagonisten, sondern beschreibt sie von innen heraus.«
Karen N. Gerig, Tages Woche
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»Zimmer 307 ist rasant und höllisch gut erzählt. Herkömmliche Rollenbilder – hier die lebensgehemmte Feli, die von sich aus nicht weiß, was ihr Wert ist; dort der selbstverliebte Dandy Domenico, der den Anschein macht, als gäbe es nur ihn auf der Welt – karikiert und zerlegt die Autorin gekonnt und mit Genuss.«
Anna Wegelin, OnlineReports
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»Die Liebe ist ein wildes Laboratorium, in dem gesellschaftliche Normen ausgelebt, ausprobiert und gesprengt werden, und diese Normen ändern sich im Laufe der Geschichte … Trotz Liebe, Tod und Teufel ist Zimmer 307 ein leichtes Buch voller Pointen und schwarzem Humor. Sandra Hughes lässt ihrer Heldin die Radikalität und damit ihre Würde. Wenn das Paradies schon nicht zu haben ist, dann wenigstens das Fegefeuer.«
Christine Lötscher, Tages-Anzeiger

Leseprobe von Zimmer 307 >



Stillstand der Liebe

Foto: © Robin Skjoldborg
»Genau darum ist Helle so gut, weil sie einen fast völligen Stillstand der Liebe immer noch spannungsvoll zu beschreiben vermag bis in leiseste Stimmungsschwankungen.«
Christine Richard, Basler Zeitung

»Mein Debütroman ist mein längstes Buch. Seitdem werde ich immer kürzer. Natürlich ist die Geschichte wichtig. Aber weit wichtiger sind die Personen. Ich möchte, dass die Leser in meine Personen eintauchen … Jedes Wort meint etwas. Jedes Wort sagt etwas. Und ich möchte, dass Leute etwas fühlen. Ja, ich will sie auch steuern – zu etwas Gutem, hoffe ich.«
Helle Helle in einem Interview mit Frank Keil für das Nordis-Magazin auf die Frage nach ihrer Strategie beim Schreiben eines Romans

Leseprobe von Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann >



Der Blütenleser

»Die Anthologie bedient sich einer umgekehrten Chronologie: Sie beginnt mit einem Gedicht aus dem Jahr 2000 von Boris Ryshij und endet mit einem Gedicht Konstantin Batjuschkows von 1817, was dem Leser eine allmähliche Annäherung an sich entfernende Zeitläufe und den Wandel von Themen ermöglicht. Statt eines Nachworts findet man einen Klassiker-Text der slawischen Literaturwissenschaft: Roman Jakobsons Anmerkungen zu den Wegen der russischen Poesie. Ein ausführlicher Apparat mit Hinweisen zu Leben und Werk vertieft den kurzen Gruß der einzelnen Dichter. Und dieser Gruß kommt erfreulicherweise zweisprachig daher: links das russische Original, rechts die sensiblen Übertragungen von Felix Philipp Ingold
Olga Hochweis, Deutschlandradio Kultur
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»Im Rückwärtslesen fühlt man sich wie ein Archäologe. So ist das also, denken Sie, von einem Aha-Erlebnis ins nächste stolpernd, in dieser Reihenfolge verstehe ich manche verschlüsselte Zeile, und am Ende gefällt mir gar das Fernste, ein Klagelied von Puschkin … Der Kulturvermittler hat großes geleistet. Anthologie heißt ›Blütenlese‹, Ingold nimmt den Begriff wörtlich. Er hat das Feld für uns erkundet, die weite Wiese russischer Poesie; dann hat er gepflückt und Blumen zu einem Strauß gebunden, der einen Eindruck des ganzen Biotops vermittelt. En passant erklärt uns Ingold das Kunsthandwerk der Blütenleser.«
Uwe Stolzmann, Neues Deutschland

Leseprobe von »Als Gruß zu lesen« Russische Lyrik von 2000 bis 1800 >


Nächste Veranstaltungen
 

Foto: © Marc Wetli
20.4.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307


Buchhandlung Mattmann, Kirchplatz 14, Zofingen
20:00 Uhr

»Der dritte Roman von Sandra Hughes ist oft zartbitter und manchmal bitterböse. Die Autorin jongliert darin gängige Geschlechterklischees und Stereotypen aus der Arbeitswelt luftig-leicht-ironisch. Ein Gesamtkunstwerk mit Biss!«
Tanja Kummer, DRS3

Sandra Hughes liest in der Buchhandlung Mattmann aus ihrem neuen Roman Zimmer 307.




Foto: © Marc Wetli
26.4.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307


Kleines Literaturhaus Basel, Bachlettenstrasse 7, 4054 Basel
19:30 Uhr

Sandra Hughes liest aus ihrem neuen Roman Zimmer 307.

»Ein grosser Reiz des dritten Romans der in Allschwil lebenden Autorin besteht in seiner kalkulierten Nonchalance: Mit lockerer Selbstverständlichkeit verschränkt Hughes manchmal traumhafte Begebenheiten aus der Alltagsrealität mit den surrealen und zugleich auch furchtbar banalen Elementen des Jenseits, das ähnlichen kapitalistischen Gesetzen zu unterliegen scheint wie das Diesseits … Ein hohes Lesevergnügen.«
Valentin Herzog, Basler Zeitung




Foto: © Marc Wetli
3.5.2012

Sandra Hughes
Zimmer 307

Stadtmühle Willisau, Müligass 7, Willisau
20:00 Uhr

Felicitas erhofft sich eine bessere Welt, als sie sich mit 34 umbringt, nachdem Domenico, der Geliebte, sie verlassen hat. Doch das erhoffte Paradies bleibt aus. Sie landet in einer harten Arbeitswelt, in der einzig Korbflechten und gute Gedanken der Hinterbliebenen zählen. Für beides fehlen ihr die Voraussetzungen. So packt sie ihr zweites Leben an und entdeckt sich neu: als Managerin einer von ihr geschaffenen Männerabteilung – mit einem Platz für Domenico.

Sandra Hughes liest in der Stadtmühle Willisau aus ihrem neuen Roman Zimmer 307.




Foto: © Robin Skjoldborg
11.5.2012

Helle Helle
Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann

Heidelberger Literaturtage, Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz
20:00 Uhr

Im schönen Spiegelzelt der Heidelberger Literaturtage liest Helle Helle aus ihrem neuen Roman Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann. Die Lesung findet in deutscher Sprache statt. Professor Müller-Wille wird die Veranstaltung moderieren.

»Genau darum ist Helle so gut, weil sie einen fast völligen Stillstand der Liebe immer noch spannungsvoll zu beschreiben vermag bis in leiseste Stimmungsschwankungen.«
Christine Richard, Basler Zeitung

Eintritt 9 Euro, ermäßigt 7 Euro

Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie eines von drei Exemplaren von Alice Munros Was ich dir schon immer sagen wollte.

Wie viele Erzählungen finden sich im Erzählband Was ich dir schon immer sagen wollte?

– 15
– 11
– 13

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort 3 Exemplare des Titels Was ich dir schon immer sagen wollte von Alice Munro. Einsendeschluss ist der 15. April 2012. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com
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