Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 64 | 7. Dezember 2011

Lieber Empfänger

Jens Steiners Roman Hasenleben wurde für den Rauriser Literaturpreis nominiert. Eine Nachricht, die uns besonders freut. Gleichzeitig bereiten wir uns hier in der Schweiz auf die Abstimmung vom 11. März vor, damit die Buchpreisbindung – wie vom Parlament vorgesehen – auch hier wieder eingeführt werden kann.

Denn wie sagte John Le Carré erst kürzlich anläßlich der Ullstein-Feier in Berlin: »Einst habe ich mich unbedacht für die Aufhebung der Buchpreisbindung stark gemacht. Das war ein schrecklicher Fehler. Die britische Buchindustrie hat sich damit ganz den Massenvermarktern ausgeliefert und dem bedrängten unabhängigen Buchhandel den Todesstoß versetzt.«
John le Carré, Tagesspiegel. 11. Oktober 2011

Hier können Sie sich über die Abstimmung informieren: Ja-zum-Buch.ch. Machen Sie mit und unterstützen Sie uns!

Herzlich grüßt Sie
Ihre 

Sabine Dörlemann


Der Tanz auf dem hohen Seil

Foto: © Yale Collection of American Literature, Beinecke Rare Book and Manuscript Library
»In der Atmosphäre schwarz-weißer Wechselspiele und ambivalenter Identitäten spielt der geheimnisvolle, faszinierend vielschichtige Roman Passing von Nella Larsen, erschienen 1929, den es unter dem Titel Seitenwechsel nun erstmals auf Deutsch gibt. Er erzählt die stürmische Freundschaft und Hassliebe zwischen zwei blendend attraktiven jungen Frauen, die niemand für Farbige hielt.«
Der Spiegel

»Larsen zeichnet die Spuren nach, die der Rassismus in den Charakteren hinterließ, und beschreibt die Versuche, sich gegen ihn zu behaupten … Larsens Œuvre ist sehr schmal, sehr lesenswert und war bis vor kurzem nicht ins Deutsche übersetzt. Der kleine Züricher Dörlemann-Verlag hat nun begonnen, das zu ändern. Man kann sich dafür nur bedanken.«
Sabine Rohlf, Berliner Zeitung
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»Wie die Aufgabe der eigenen Identität und Zugehörigkeit nicht nur Einsamkeit nach sich zieht, sondern auch den Zwang zu Doppelleben und Heimlichkeit, führt Nella Larsen in ihrem packenden Roman vor. Sie zeigt den Tanz auf hohem Seil und am Rande zum Abgrund in erster Linie als ein leichtfüßiges Geplänkel der black upper class, welches aber ständig subtil unterwandert ist von der Bedrohung des selbstverständlichen weissen Rassismus; das ist eindrücklich und sehr spannend zu lesen.«
Bernadette Conrad, Neue Zürcher Zeitung
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Nominiert für den Rauriser Literaturpreis

Foto: © Marc Wetli
Zusammen mit 6 weiteren Romanen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich wurde Hasenleben von Jens Steiner für den Rauriser Literaturpreis nominiert, der Ende März verliehen wird.

»Es ist eine bemerkenswerte Geschichte, die Jens Steiner mit seinem Erstlingsroman erzählt, oder besser gesagt: wie er sie erzählt. Die Figuren sind glaubhaft und differenziert gezeichnet, und egal ob aus der Perspektive der Kinder oder der jungen Mutter – vor dem inneren Auge entstehen sogleich die geschilderten Szenen und Stimmungen.«
Michèle Faller, Riehener Zeitung


Leseprobe von Hasenleben >



Ein gelungener Coup

Foto: © The Estate of Elizabeth Taylor
»Dass mit dem Blick auf den Hafen nun erstmals ein Werk von Elizabeth Taylor auf Deutsch vorliegt, zudem in der präzisen Übersetzung von Bettina Abarbanell, ist ein gelungener Coup des Dörlemann Verlags und ein großes Glück für diejenigen Leserinnen, die sich über Entdeckungen freuen und als Lektüre klug konzipierte, brillant formulierte wie ironisch grundierte Gesellschaftsromane bevorzugen.«
Irene Ferchl, Stuttgarter Zeitung

»Elizabeth Taylor braucht keine großen Katastrophen für ihre Geschichten; es sind die kleinen Dinge, in denen das Leben seine Richtung ändert. Die Autorin erweist sich als Meisterin der Stimmungsverschiebungen, beschreibt sie leichthändig und mit geradezu filmischer Akribie. Zwischen feiner Ironie und leiser Elegie flirrt der Ton, den Bettina Abarbanell in ein lakonisch poetisches Deutsch übertragen hat.«
Ruth Bender, Kieler Nachrichten

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Mit der Vergangenheit konfrontiert

Foto: © Melanie Hammer
»Zeit der Habichte ist ein Entwicklungsroman, in dem eine junge Frau dank ihrer großen Reise zu einer neuen Weltsicht gelangt. Am anderen Ende der Welt beginnt sie plötzlich, sich Fragen zu stellen über ihr Leben, ihre Vergangenheit – und wird sich so auch klar über ihre Zukunft.«
Cornelia Wolter, Kölner Stadtanzeiger

»Am anderen Ende der Welt wird Paula konfrontiert mit einer Vergangenheit, von der sie nicht wusste. Sie beginnt sich Fragen zu stellen über ihr Leben und das ihrer Familie. Und bereitet sich eine neue Basis für ihre eigene Zukunft.«
Ibbenbürener Anzeiger

Leseprobe von Zeit der Habichte >



Von Aufsteigern und Verlierern

Foto: Iwan Bunin 1907, The Estate of Iwan Bunin, Leeds
»In der Erzählung Das Dorf stoßen die krassesten Gegensätze von Aufsteigern und Verlierern des russischen Dorfes aufeinander, Opfer der zahlreichen gescheiterten Versuche der Landverteilung durch die zaristische Regierung Anfang des 20. Jahrhunderts.«
Ursula Daus, Kosmopolis

»Wunderschöne Neuausgabe von zwei längeren Erzählungen (erstmals erschienen 1910 bzw. 1912) des ersten russischen Literaturnobelpreisträgers. … Wie schon Am Ursprung der Tage ebenso hervorragend übersetzt von Dorothea Trottenberg und mit einem – von größter Sachkenntnis zeugenden – Nachwort versehen von Thomas Grob.«
Dagmar Härter, ekz.bibliotheksservice

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Die Zeit der Gaben –
In neuer wohlfeiler Ausgabe!


Foto: © Ammann Verlag
»Wie können wir Sie bloß dazu bringen, Die Zeit der Gaben zu lesen? Leigh Fermor erzählt, wie er 1933 von Holland nach Istanbul wandert. Dicht und fein beobachtet, wie sich in Deutschland die Nazis ausbreiten. So klar schreibt, daß man es mit eigenen Augen sieht. Luzid übersetzt von Manfred Allié – ein wunderschönes Buch!«
Der Stern

»Ein Buch, dessen Protagonisten man so sehr beneidet, dass man auf der Stelle mit ihm tauschen will, liest sich mit der Leichtigkeit der Begeisterung und dem Schwermut der Sehnsucht.«
Jacob Strobel y Serra, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Leseprobe von Die Zeit der Gaben >



Ein Aufgalopp zu Anna Karenina

»Tolstoj erzählt einfach meisterhaft und schlackenlos fließend, wie Menschen denken, handeln, sehenden Auges Fehler machen und zu überleben versuchen … Was vor allem an diesem Aufgalopp zu Tolstojs späterem Meisterwerk Anna Karenina begeistert, ist die Darstellung der Sichtweise der jungen Protagonistin, die Lernprozesse der jungen Frau, ihre manchmal schlichten, manchmal scharfen Analysen.«
Werner Theurich, Spiegel Online
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18.12.2011

DIALEKTisch

Orell Füssli Bellevue, Zürich
14:00 Uhr

Guido Kalberer, Ulrike Hark und Florian Keller erzählen im Orell Füssli Bellevue von der Entstehung von DIALEKTisch und lesen Kostproben daraus.

Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie eines von drei Exemplaren von Lev Tolstojs Roman Familienglück.

Als Skizze zu welchem großen Roman wird Familienglück bezeichnet?

– Der Zauberberg
– Ulysses
– Anna Karenina

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort 3 Exemplare des Titels Familienglück von Lev Tolstoj. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2011. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com