Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 62 | 22. September 2011

Lieber Empfänger

wir stecken tief in den Vorbereitungen für die Frankfurter Buchmesse ... und ich will Ihnen nur schnell einen guten Start in diesen bunten Leseherbst zurufen. Besuchen Sie uns in Frankfurt, Sie finden uns vom 12.-16. Oktober in Halle 3.0, A 160. Wir freuen uns auf Sie!

Herzlich
Ihre

Sabine Dörlemann


Der Kabejau und die Kunst des Erzählens

Foto: © The Estate of Elizabeth Taylor
» ›Ich habe eine Rezension meines Buches gefunden, der Kabeljau war darin eingewickelt.‹ – ›Das ist aber schön für dich, Liebes.‹ Zwei Sätze, ein schneidender Kommentar auf weibliches Schreiben. Zwei Sätze, ein Bild von einer Ehe. Zwei Sätze, die sich im Roman einer Schriftstellerin finden, die das Pech hatte, Elizabeth Taylor zu heißen und nicht Liz Taylor zu sein. Die über ›Frauenthemen‹ schrieb, als die gängige Einschätzung solcher Bestrebungen (von Taylor ironisch auf den Punkt gebracht) noch folgendermaßen lautete: ›Damen – und Sie registrieren, dass ich Damen sage – können durchaus ihren eigenen Beitrag leisten. Einen schönen Familienroman. Warum die Männer nachäffen?‹ ...
Elizabeth Taylor ist eine Meisterin dessen, was die Briten anerkennend ›light touch‹ nennen – in der funkelnden Ironie ebenso wie angesichts der letzten Dinge … Virtuos ist diese Arbeit am Detail, die immer wieder scheinbar achtlos hingeworfene Leckerbissen beschert.«
Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung
Lesen Sie die ganze Rezension >

»Elizabeth Taylor, nein, nicht die, sondern eine 1912 geborene, 1975 gestorbene englische Schriftstellerin, hat mit Blick auf den Hafen 1947 das großartige Porträt einer kleinen englischen Hafenstadt geschrieben, so liebevoll wie gnadenlos. Alle suchen das Glück, alle sind sich dabei im Wege, beargwöhnen einander, und wenn dann das Ersehnte eintritt, ist es immer genau fünf Minuten zu spät …«
Elke Heidenreich, Die Literarische Welt
Hören Sie Elke Heidenreichs Besprechung von Blick auf den Hafen im WDR4 >

Leseprobe von Blick auf den Hafen >


Foto: © Marc Wetli

Knapp und bildkräftig

»Die Sprache von Hasenleben ist knapp und bildkräftig: zerklüftete Seelen, die nicht psychologisiert, sondern in ihrer Rätselhaftigkeit und Unzugänglichkeit belassen werden.«
Wolfgang Schneider, Börsenblatt

»Der sechsunddreißig Jahre alte Schweizer Schriftsteller und Lektor Jens Steiner, der es mit seinem Debütroman auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat, legt mit Hasenleben einen nüchternen, kühlen Familienroman vor. Es ist die Sozialstudie einer Mutter ohne Wurzeln und ohne Identität sowie die Skizze der fatalen Folgen, die der fragmentierte Lebensentwurf auf das Kinderschicksal hat.«
Pia Reinacher, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Jens Steiner hat als Überraschungsgast an der Blind-Date-Lesung zur Longlist des Deutschen Buchpreises aus Hasenleben vorgelesen und das Publikum überzeugt ...«
Mario Scala, Hessischer Rundfunk 2
Hören Sie die ganze Rezension >

»Die Lesung des 36 Jahre alten Schweizers aus seinem Romandebüt Hasenleben in der Hanauer Buchhandlung Dausien in der Salzstraße gibt zuvorderst Einblick in die Entwicklung eines Jungautors, der zum Romancier reifen könnte … Jens Steiner präsentiert sich bei Dausien auf eine sympathische Weise: Keine Selbstverliebtheiten, keine -überhöhungen.«
Stefan Reis, Main-Echo

Leseprobe von Hasenleben >



Glaubwürdige Coming-of-Age-Geschichte

Foto: © Melanie Hammer
»Als kleines Mädchen steht Paula vor dem Spiegel und übt küssen. Sie träumt davon, Schauspielerin zu werden. ›Finde erst einmal heraus, wer du selbst bist‹, rät ihr die Mutter. Damit ist das zentrale Thema, das den Debütroman der Bremer Autorin Ursel Bäumer durchzieht, angesprochen. Zeit der Habichte, so der Buchtitel, steht sowohl für die Suche nach Wahrheit in der Vergangenheit als auch für die Identitätsfindung eines jungen Menschen im Jetzt … Paulas Coming-of-Age-Geschichte wird von Bäumer sehr sensibel und glaubwürdig erzählt.«
Anja Kümmel, Weser-Kurier

»Ein tiefgründiges Debüt über Schuld und Vertrauen.«
Hörzu

Leseprobe von Zeit der Habichte >



Großartig!

Foto: © Yale Collection of American Literature, Beinecke Rare Book and Manuscript Library
»In ihrem Roman erzählt Nella Larsen von einer besonders schönen, besonders hellhäutigen farbigen Frau, der es leicht gemacht wurde, die Seiten zu wechseln … Großartig!«
Manuela Reichart, rbb kulturradio
Lesen Sie die ganze Rezension >

Leseprobe von Seitenwechsel >



Ein sensualistischer Erzähler

Foto: Iwan Bunin 1907, The Estate of Iwan Bunin, Leeds
»Bunin schildert den Zeitgenossen eine hochgradig verunsicherte Gegenwart. Beim heutigen Leser des neuesten Bandes der schönen Bunin-Werkausgabe Das Dorf. Suchdodol , von Dorothea Trottenberg wieder in ein oft leuchtendes Deutsch übersetzt, überwiegt dagegen der Eindruck melancholischer Passivität … Der spätere Literaturnobelpreisträger verzichtet auf Handlung und Spannung, Dynamik und Psychologie. Stattdessen montiert er … Szenen aneinander, die sich zu kleinen Erzählungen weiten können.«
Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur
Hören Sie die ganze Rezension >

Leseprobe von Das Dorf. Suchodol >


 
 
 
  Nächste Veranstaltungen
 
 

Foto: © Marc Wetli
27.9.2011

Jens Steiner
Hasenleben

Arena Literatur-Initiative Riehen, Kellertheater,
Baselstrasse 43, Riehen
20:00 Uhr

Jens Steiner
liest aus seinem Debütroman Hasenleben, der für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2011 nominiert wurde.
»Hier hat ein Autor mit besonderem Erzähltalent seine ganze Begabung in diesen ersten Roman gepackt.«
Mark Diening, RBB Radio Eins




Foto: © Robin Skjoldborg
19.10.2011

Helle Helle
Rødby–Puttgarden

Black Box, Galerie für zeitgenössische Kunst,
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11, Leipzig
20:00 Uhr

Helle Helle ist im Rahmen des Festivals Leipziger Literarischer Herbst in Leipzig zu Gast.
Moderation: Peter Urban-Halle

»Helle Helle hat den Fähren, die zwischen Dänemark und Deutschland pendeln, ein literarisches Denkmal gesetzt.«
Oliver Glasenapp, Deutsche Welle TVs




28.10.2011

Martha Gellhorn
Reisen mit mir und einem Anderen

Kleines Gewächshaus, Stadtgärtnerei
Sackzelg 25, 8047 Zürich
18:00 Uhr

Kriegsgeschichten und Heiratssachen
Aus dem Leben von Martha Gellhorn

Sie verstand sich als »Forscherin in Sachen Unglück« und brachte ihre »besten Schreckensreisen« zu Papier: Martha Gellhorn, First Lady der Kriegsreportage, Kettenraucherin und dritte Ehefrau von Ernest Hemingway, erlebte beinahe das gesamte 20. Jahrhundert und alle Kriegsschauplätze vom Spanischen Bürgerkrieg bis Vietnam. Sigrid Löffler erzählt aus dem abenteuerlichen Leben dieser Frau; dazwischen liest Charlotte Schwab aus dem Buch Reisen mit mir und einem Anderen und Gellhorns Briefen an Hemingway.




29.10.2011

Guido Kalberer
Dialektisch

Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich
15:00 Uhr

DIALEKTisch: ein etwas anderer Beitrag zur Sprachdebatte
Im Rahmen von »Zürich liest« diskutieren der Herausgeber Guido Kalberer und zwei KulturredaktorInnen des Tages-Anzeiger über die Schweiz und ihr Verhältnis zu den Deutschen und die Kolumne »Dialektisch« als Antwort darauf. Es moderiert Claudia Kühner.


Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie eines von drei Exemplaren von Jens Steiners Roman Hasenleben, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises ist.

Wie heißen die Protagonisten von Hasenleben?

– Laura und Eva und Anton
– Ludowika und Anna und Franz
– Lili und Emma und Werner

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort 3 Exemplare von Hasenleben. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2011. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com