Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 58 | 25. Mai 2011

Lieber Empfänger

»Es lebe das Lesen!«, so titelte die NZZ einen Artikel über das Lesen in England. Dort erlebt es eine Renaissance, nicht als solitäre Beschäftigung, sondern in Form von Literaturfestivals, Online-Lesezirkeln und Buch-Events.

Auch bei uns boomen Festivals, und wir sind zur Zeit mit den Vorbereitungen zu den traditionsreichen Solothurner Literaturtagen beschäftigt, wo Sie uns im Park Besenval im SWIPS-Zelt finden, erstehen die Fahrkarten zum Literaturfestival Leukerbad und arbeiten an Veranstaltungen für das erstmals stattfindende »Zürich liest« (vormals »Die lange Nacht der kurzen Geschichten«).

Lesen Sie schön!

Herzlich

Ihre Sabine Dörlemann


Eins der besten Reisebücher der Welt

»Eins der besten Reisebücher der Welt … Immer geht schief, was schiefgehen kann, und Martha Gellhorn gibt alles zu. Scharfzüngig, witzig, selbstironisch, kein bisschen bemüht um Ausgewogenheit oder politische Korrektheit, sondern streng subjektiv und rücksichtslos ehrlich – auch und vor allem gegen sich selbst. Eine bewundernswerte und, in diesem Fall, hoch amüsante Eigenschaft. Wahrscheinlich ist egal, worüber diese Heldin schreibt, man möchte es schon wegen ihres Stils lesen: Präzise, absolut auf den Punkt, klar, uneitel.«
Antje Deistler, WDR 2
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»Sie reist und reist und kommt nicht zur Ruhe. Martha Gellhorn, die smarte Kriegsreporterin, erweist sich auf den Reisen mit mir und einem Anderen (der ist ihr kurzzeitiger Gatte Ernest Hemingway) als passioniert Unzufriedene. Wie eine verwöhnte frühe Pop-Prinzessin begeht sie ihr Festival des Missvergnügens von 1941, mitten im japanisch-chinesischen Krieg, bis zu einem kuriosen Besuch in Moskau 1972.«
Helge Hopp, stern

»Martha Gellhorn ist eine der interessantesten Autorinnen des vergangenen Jahrhunderts … Sie ist von einer großen Offenherzigkeit und schonungslosen Ehrlichkeit gegenüber sich selbst – das macht sie sympathisch, das macht sie formidabel.«
Sigrid Löffler, RBB Radio Eins

»In Reisen mit mir und einem Anderen hat Martha Gellhorn sich auf ihre ›besten Schreckensreisen‹ konzentriert. Die Stärke dieser in den 70er-Jahren niedergeschriebenen, zum Teil aus Tagebuchaufzeichnungen zitierten Rückblicke besteht in ihrer unverblümten Direktheit. Fast scheint es manchmal, als würde das ›Disaster Girl‹, wie Martha Gellhorn wegen ihrer Fronttauglichkeit genannt wurde, persönlich bei einem Whisky über ihre Kapriolen plaudern. Wie sie sich etwa 1941 mit Hemingway durch China fahren liess, ohne recht zu wissen, was dort ausser Krieg, lausigem Wetter, tollkühnen Piloten und dämlichen Dolmetschern eigentlich das Thema war.«
Eberhard Falcke, Tages-Anzeiger
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Was das Leben ausmacht

»Ein reiches Leben von Mirjam Kristensen ist ein leiser, nachdenklicher, im besten Sinne schöner Text darüber, was das Leben ausmacht. Der Leser erfährt es aus einem paradox wirkenden Gegenentwurf: Indem Dahlia sich mit einer erdrückenden Schuld beschäftigt – Isaks Schuld oder vielleicht ihrer eigenen –, indem sie das tut, bricht ihr Leben auf, wird vielfältiger und, wie es der Titel andeutet, reich.«
Thomas Völkner, Hamburger Lokalradio

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Lakonisch und bildreich

Foto: © Marc Wetli
»In Hasenleben erzählt Jens Steiner die Geschichte der alleinerziehenden Lili, die mit ihren beiden Kindern ziellos und Haken schlagend durch das Leben stromert … Von der Stadt Genf heißt es bündig: ›Ein Stolpern hinein und ein Stolpern hinaus.‹ Eine lakonische und dabei äußerst bildreiche Schreibweise. Bei der Lektüre dieses Erstlings hat man den Eindruck, als hätte der Autor schon lange geschrieben; er hat sich eine eigene Sprache erarbeitet, und der Text, der inhaltlich im Ungewissen, Unsicheren bleibt, ist mit einer Sicherheit geschrieben, die dabei keinesfalls wie eine lässige Routine wirkt.«
Sabine Peters, Deutschlandfunk
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»Das Debüt des 35-jährigen Schweizers Jens Steiner ist ein vaterloser Familienroman. Er zeigt, wie prekär die Situation einer alleinerziehenden Mutter sein kann, wie fragmentiert eine Existenz, die sich dem gängigen Lebensentwurf verweigert. Das Spiel der Perspektiven widerspiegelt diese Fragmentierung.«
Sibylle Saxer, Neue Zürcher Zeitung
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Familienchronik mit Lücken

Foto: © Harald Kosch
»Ellen wird von einer Krankenschwester nach Petersbach gerufen, um nach Heinrichs Tod eine Mappe mit Unterlagen zu übernehmen, die für ihre Mutter bestimmt war. Und bald wird klar, dass die Familienchronik so manche Lücke aufweist …«
Astrid Graf-Wintersberger, Welt der Frau

»Wasserblau will und ist mehr als ein Krankenreport: es ist ein Roman mit Charakteren einer Geschichte, die sich über vier Generationen spannt. Es geht um Macht und Ohnmacht der Liebe, auch um Liebe im therapeutischen Prozess. Das Glück ist von kurzer Dauer oder längst vergangen. Es geht um Tod, um eine wunderbare Freundschaft und Erotik.«
Jochen Schoenfeld, Brückenschlag

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DIALEKTisch
Erscheint am 6. Juni!


Was Dialekt ist


»Dialektisch eignet sich bestens, um meine deutschen Nachbarn in die Geheimnisse unserer Sprache einzuweihen.« 
E.K., Buchberg

Es ist nicht Hans was Heiri, ob einer an jeder Hundsverlochete dabei ist, und den Luuser weist ein scharfes »Mei mei« wieder auf den richtigen Weg. Welche Bedeutung sich hinter dem Wort »chrose« versteckt, ist noch einigermaßen einfach zu erraten, aber was könnte »hötterle« heißen? Diesen und zahlreichen weiteren schweizerdeutschen Ausdrücken gingen Redakteurinnen und Redakteure des Tages-Anzeiger nach, suchten nach den möglichen Bedeutungen, und zwar nach jenen, die die Wörter im Alltag haben. Dialektisch zeigt, was Dialekt ist. 

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  Nächste Veranstaltungen
 
 

Foto: © Marc Wetli
24.5.2011

Jens Steiner
Hasenleben

ONO, das Kulturlokal, Kramgasse 6, Bern
20:30 Uhr

Raphael Urweider im Gespräch mit Jens Steiner.




31.5.2011

Patrick Leigh Fermor
Gesamtwerk


Literaturhaus, Schwanenwik 38, Hamburg
20:00 Uhr

Ein Abend zu Patrick Leigh Fermor

Gabriele von Arnim stellt Leben und Werk vor. Es liest Christian Brückner.




Foto: © Marc Wetli
3.6.2011

Jens Steiner
Hasenleben

Solothurner Literaturtage, Landhaus Säulenhalle
10:00 Uhr

»Haken schlagen, zielstrebig ankommen und gleich weitergehen«: Das ist die Strategie der Hasen, und so ist auch die vagabundierende Kleinfamilie in Jens Steiners Debütroman Hasenleben unterwegs. Von Zürich nach Genf nach St. Moritz ... Ankunft, Aufbruch, dazwischen ein weiterer Job und lange durchtanzte Nächte. Lili ist auf der Suche, während ihre Kinder Emma und Werner allein in Hotelzimmern zurückbleiben oder als Stadtnomaden auf Pirsch gehen. Ein suggestiver, aufwühlender, nachdenklich stimmender Roman über ein brüchiges Familiengefüge.

»Was wäre aus mir geworden ohne die Kinder?, fragte sie sich. Wären sie und ihr Leben immer kleiner geworden, zusammengeschnurrt auf ein kleines Klümpchen, das sich irgendwann aufgelöst hätte in nichts? Ein schwebendes Gesicht tauchte im Türrahmen auf, etwas nur halb Sichtbares huschte an ihr vorbei, machte sich am Kühlschrank zu schaffen und entfernte sich wieder aus der Küche. Lili nahm den letzten Schluck Tee und suchte ihre Kinder, schüttelte und rüttelte sie in die Sichtbarkeit zurück.«

Moderation: Raphael Urweider




Foto: © Marc Wetli
14.6.2011

Jens Steiner
Hasenleben

Villa Sträuli, Winterthur
20:00 Uhr

Im Rahmen der Veranstaltung Salonpalaver liest Jens Steiner aus seinem Roman Hasenleben.

Gewinnspiel

Beantworten Sie unsere Gewinnspielfrage und gewinnen Sie eines von drei Vorabexemplaren des Buchs DIALEKTisch. Was Dialekt ist.

In welcher Schweizer Stadt ist der Dörlemann Verlag zu Hause?

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Bern
Zürich

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an gewinnspiel@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort 3 Vorabexemplare des Titels DIALEKTisch. Einsendeschluss ist der 5. Juni 2011. Mit der Teilnahme erklären Sie sich bereit, regelmäßig elektronische Post von uns zu erhalten (ca. einmal im Monat). Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com