Neuigkeiten aus dem Dörlemann Verlag
Nr. 50 | 18. August 2010

Lieber Empfänger

»Ich bestehe darauf, dass ihr dieses Buch so bald wie möglich lest. Ich bin zufällig darauf gestoßen –, und es hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich sofort, als ich fertig war, an Hatchards geschrieben und zwei Dutzend bestellt habe. Ich habe mir vorgenommen, es jedem zu schenken, dem ich begegne.«

Bei diesem Zitat aus Francis Wyndhams Roman Der andere Garten geht jedem Verleger das Herz auf. Wer würde sich nicht so enthusiasmierte Leserinnen und Leser wünschen! Heute erscheinen unsere Herbstnovitäten. Lassen Sie sich mitreißen!

Herzlich
Ihre


Sabine Dörlemann



Mit der glücklichen Hand für kostbare Entdeckungen

England, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Der Ich-Erzähler, ein Junge in der Pubertät, lebt in abgeschiedener ländlicher Idylle. Eines Tages lernt er die doppelt so alte Kay kennen, Tochter der Familie Demarest. Kay ist schüchtern und still, extravagant und erotisch. Die beiden werden Freunde. Im anderen Garten – ein formaler Garten, den der Vater des Jungen mit großer Hingabe stutzt und hegt – findet die ruhelose Kay für kurze Zeit einen Platz zum Sonnen. Sie kann sich ihren Tagträumen hingeben und sie selbst sein, was ihr in ihrer Familie und im Leben verwehrt bleibt.

»Ich habe so viele gute, packende Romane in diesem Sommer gelesen, daß ich Mühe habe mit der Auswahl ... Beginnen wir mit dem zartesten: Der andere Garten von Francis Wyndham. Der Roman erschien 1987 in London, der kleine Dörlemann Verlag mit der glücklichen Hand für kostbare Entdeckungen bringt ihn jetzt auf Deutsch heraus. ... hier zeigt er sich selbst als ein Autor, der mit zarten Farben das Besondere in den Menschen beschreiben kann.«
Elke Heidenreich über »Bücher, die ihr am Herzen liegen«, Vigo

»Es ist ein kleines Meisterwerk, denn es bringt zwei scheinbar unvereinbare Sphären zusammen: die skurrile Idylle der britischen Gentry und die Brutalität des Zweiten Weltkriegs. ... Wyndham erzählt mit großer Leichtigkeit und herrlichen Dialogen. Doch unter jedem Satz lauert die Tiefe. Magistral.«
Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 15.08.2010

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Eine unbedingte Empfehlung

Foto: © Harald Kosch
Es beginnt mit einem rätselhaften Anruf. Ellen wird gebeten, von Hamburg nach Petersbach zu kommen, um eine Mappe mit Unterlagen entgegen zu nehmen. Vor Ort sieht sie sich mit verstörenden Dingen konfrontiert und erfährt von der Existenz eines kleinen Bruders, an den sie sich nicht erinnern kann. Ellen begibt sich beklommen auf die Spurensuche und taucht ein in die Vergangenheit ihrer Mutter.

»Ich habe aktuell diesen Roman gelesen und bin so begeistert, dass ich ihn Ihnen schon heute unbedingt empfehlen will. ... Lesen Sie selbst. Es lohnt sich, von dieser Autorin werden wir sicher noch viel mehr Interessantes zu lesen bekommen!«
Uli Klingler, Buchhandlung Klingler

Monika Goetsch wurde mit ihrem Debütroman Wasserblau für den Klaus-Michael Kühne Preis 2010 nominiert.

Lesen Sie das Interview mit Monika Goetsch zu Wasserblau >



Die Kunst der Pointe

Foto: © Robin Skjoldborg
Tine hat sich ihr Leben lang um ihre kleine Schwester gekümmert. Als Jane ihre Ausbildung schmeißt, verschafft ihr Tine sofort einen Job als Parfümerieverkäuferin auf der Fähre Rødby-Puttgarden, wo sie selbst auch arbeitet. Die beiden Schwestern leben trotz gelegentlicher Affären ein Leben ohne Männer, schnuppern tagtäglich den Duft der großen weiten Welt – Paris, Arpège, White Linen – und schippern von Rødby nach Puttgarden und zurück. Jeder Auf- und Ausbruchsversuch von Jane endet unwillkürlich wieder in Tines Obhut. Doch eigentlich wäre es ein fröhliches Leben mit Tine und ihrer kleinen Tochter Ditte im Königskarree, wenn ihnen nicht ständig der Tod begegnen würde.

»Wir verlieben uns auf der Stelle in Helle Helles doppelbödige Romane, diese merkwürdige Mischung aus Freude und Trauer, aus Lachen und Weinen, aus Lust und Schmerz, die
sich so sicher einfindet wie das Amen in der Kirche.«
Laudatio von Erik Skyum-Nielsen zum Kritikerpreis, 2005

»Helle Helle beherrscht die Kunst des Verschweigens wie Ernest Hemingway und die Kunst der Pointe wie Herman Bang.«
Ekstra Bladet

Lesen Sie das Interview mit Helle Helle zu Rødby–Puttgarden >



Das Geheimnis des ewig gegenwärtigen Bildes

Die frühen, zwischen 1890 und 1909 publizierten Erzählungen spiegeln die literarische Entwicklung Bunins von seinen noch fast jugendlichen Anfängen bis zu der Zeit, als er in Russland bereits ein angesehener Autor war, der 1909 den prestigeträchtigen Puschkinpreis erhielt und Ehrenmitglied der Akademie wurde.

Die vorliegenden Erzählungen zeigen mit großer Schärfe die tiefen wirtschaftlichen Probleme, den Hunger, den Niedergang des kleinen Adels, die erzwungene Auswanderung zahlreicher Bauern. Doch richtet sich der Blick unvoreingenommen auf die Menschen selbst, auf die manchmal skurrilen Landbewohner, die kleinen Momente von Glück und Trauer.

»Bunin verklärt nichts, jede Sentimentalität ist ihm fremd. Er verbindet vielmehr präzise Beobachtungen mit hoher Beschreibungsintensität.... Der soundsovielte Versuch, den Emphatiker des Augenblicks, der unverkennbar zwischen dem realistischen 19. und dem modernen 20. Jahrhundert steht, endlich im deutschen Sprachraum zu etablieren, könnte daher endlich glücken.«
Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

»Besäße ich tausend Daumen, würde ich sie alle drücken: Ohne Bunin als Bindeglied zwischen der klassischen russischen Literatur und der Moderne kann man letztere ... nicht verstehen und lieben: Bunin weist den Weg ins russische 20. Jahrhundert.«
Oleg Jurjew,Tagesspiegel zur Werkausgabe Iwan Bunins im Dörlemann Verlag


Nächste Veranstaltungen
Verleihung des Spycher

22.8.2010, 11:15 Uhr, Schloss Leuk
Verleihung des Spycher: Literaturpreis Leuk an Alissa Walser und László Krasznahorkai.
Felicitas Hoppe liest aus
Der beste Platz der Welt

9.9.2010, 19:30 Uhr
Comburg, Kaisersaal, Schwäbisch Hall

Zum Auftakt von »Literatur live Schwäbisch Hall« liest Felicitas Hoppe am 9. September auf der Comburg. Sie ist die diesjährige Trägerin des Comburg-Stipendiums.



Monika Goetsch liest aus Wasserblau

11.9.2010, 18:00 Uhr
Debütantensalon des Harbourfront Festivals
Cap San Diego, Überseebrücke, Hamburg

Das HarbourFront Literaturfestival stellt zwölf Autorinnen und Autoren vor, die gerade am Anfang ihrer literarischen Karriere stehen.



Preisverleihung an Felicitas Hoppe

15.9.2010, 18:00 Uhr
Rathaus Schwäbisch Hall

Das Comburg-Literaturstipendium 2010 wird in einem öffentlichen Festakt an Felicitas Hoppe verliehen.



Schweizer Symposium für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer

24.9.2010, 11:00 Uhr
Castelgrande, Bellinzona

Sabine Dörlemann
ist Teilnehmerin der Podiumsdiskussion ab 14:30 Uhr zum Thema »Die Zusammenarbeit von Übersetzerinnen und Lektoren in der Schweiz«

Gewinnspiel

Gewinnen Sie eines von 3 Exemplaren von Francis Wyndhams Der andere Garten. Beantworten Sie dazu folgende Frage:

Francis Wyndham entdeckte das schriftstellerische Talent eines berühmten Autors. Wer wars?

– Edward Said
– Bruce Chatwin
– Patrick Leigh Fermor

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit der richtigen Antwort und Ihrer Adresse an verlag@doerlemann.com. Wir verlosen unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort 3 Leseexemplare von Francis Wyndhams Der andere Garten. Einsendeschluss ist der 15. September 2010. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Glück!


Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.doerlemann.com