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Steven Gilbar Bibliomania
Die zehn unantastbaren Rechte des Lesers
1. Das Recht, nicht zu lesen
2. Das Recht, Seiten zu überspringen
3. Das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen
4. Das Recht, noch einmal zu lesen
5. Das Recht, irgendwas zu lesen
6. Das Recht auf Bovarysmus (d. h. den Roman als Leben zu sehen)
7. Das Recht, überall zu lesen
8. Das Recht, herumzuschmökern
9. Das Recht, laut zu lesen
10. Das Recht, zu schweigen
Daniel Pennac, Wie ein Roman. Von der Lust zu lesen
Anfänge
»Anfangen, wo es anfängt.«
Dylan Thomas, Unter dem Milchwald
»Ich wollte, mein Vater oder auch meine Mutter, oder eigentlich beide – denn es wäre wirklich beider Pflicht und Schuldigkeit gewesen – hätten bedacht, was sie tun wollten, als sie mich zeugten.«
Laurence Sterne, Tristram Shandy
»Vor vielen Jahren lebte in Zuchnow ein Mann namens Mendel Singer.«
Joseph Roth, Hiob
»Er stand vor dem Tor des Tegeler Gefängnisses und war frei.«
Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz
»Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.«
Franz Kafka, Der Prozeß
»Ich bin ein kranker Mensch … Ich bin ein böser Mensch.«
Fjodor Dostojewskij, Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
»Stattlich und feist erschien Buck Mulligan am Trep-penaustritt, ein Seifenbecken in Händen, auf dem ge-kreuzt ein Spiegel und ein Rasiermesser lagen.«
James Joyce, Ulysses
»Am Abend des 24. Dezember wurde der Jugendliche Edgar W. in einer Wohnlaube der Kolonie Paradies II im Stadtbezirk Lichtenberg schwer verletzt aufgefunden.«
Ulrich Plenzdorf, Die neuen Leiden des jungen W.
»Anfang Juli, es war außerordentlich heiß, trat gegen Abend ein junger Mann aus seiner Kammer, die er in der S.-Gasse zur Untermiete bewohnte, auf die Straße hinaus und ging langsam, als wäre er unentschlossen, auf die K.-Brücke zu.«
Fjodor Dostojewskij, Verbrechen und Strafe
»Indem ich die Feder ergreife, um in völliger Muße und Zurückgezogenheit – gesund übrigens, wenn auch müde, sehr müde so daß ich wohl nur in kleinen Etappen und unter häufigem Ausruhen werde vorwärts schreiten können, indem ich mich also anschickte, meine Geständnisse in der sauberen und gefälligen Handschrift, die mir eigen ist, dem geduldigen Papier anzuvertrauen, beschleicht mich das flüchtige Bedenken, ob ich diesem geistigen Unternehmen nach Vorbildung und Schule denn auch gewachsen bin.«
Thomas Mann, Geständnisse des Hochstaplers Felix Krull
»Ich bin nicht Stiller!«
Max Frisch, Stiller
»Gibt es noch mögliche Geschichten, Geschichten für Schriftsteller?«
Friedrich Dürrenmatt, Die Panne
»Sie haben mir eine Strafarbeit gegeben.«
Siegfried Lenz, Deutschstunde
Zwölf unvollendete Werke
Jane Austen, Sanditon
Georg Büchner, Woyzeck
Charles Dickens, Das Geheimnis des Edwin Drood
F. Scott Fitzgerald, Der letzte Taikun
Gustave Flaubert, Bouvard und Pécuchet
Ernest Hemingway, Der Garten Eden
Henry James, The Ivory Tower
Franz Kafka, Amerika
Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
Jean Paul, Flegeljahre
Marcel Proust, Jean Santeuil
Stendhal, Lamiel
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