Théophile Gautier


Jettatura

»Es gibt Sätze, die man immer wieder lesen möchte, weil sie jubeln und taumeln und keine Scheu haben vor dem hohen Ton, der sich dennoch vom Pathos fernhält. Das ist keine nüchterne, gefühlsflache Prosa, sondern hier schreibt einer gebildet, elegant, opulent. Das ist eine aufregende Lektüre und ein ästhetischer Genuss.«
Gabriele von Arnim, NDR

Aufklärung versus Mythos
Novelle von Théophile Gautier ist immer noch aktuell

»Jettatura, der Titel dieser 150 Jahre alten ›phantastischen‹ Novelle, ist italienisch und bedeutet soviel wie der böse Blick. Der Held der Novelle von Théophile Gautier ist der französische Adlige Paul d’Aspremont, durch dessen Blicke Menschen zu Tode kommen. Die Kernfrage, die Gautier hier stellt, heißt: Welche Macht hat die Aufklärung und welche Macht hat der Mythos?«
Peter Urban-Halle, Deutschlandfunk

»Das Auge spielt in vielfacher Hinsicht die Hauptrolle in diesem erzählerischen Bijou aus dem 19. Jahrhundert, welches zu lesen sich schon deshalb lohnt, um wieder einmal zu erfahren, wie gekonnt, elegant, virtuos und genussvoll die Inszenierung einer Geschichte betrieben werden kann.«
Barbara Villiger Heilig, Neue Zürcher Zeitung

»Überzeugend ist auch diese Geschichte, überzeugend wie eigentlich alle Werke Gautiers durch den überlegen gestalterischen Atem seines Fabulierens. Gautier beherrschte die hohe Schule der Erzählkunst und schuf mit Jettatura auch eine formal vollendete Novelle.«
Werner Fletcher, Sandammeer

»Gautier war ein Meister der sprachlichen Haute Couture; kein Wunder, dass ihn Flaubert ebenso bewunderte wie Baudelaire.«
Alain Claude Sulzer, Basler Zeitung

»Und so feiert Gautiers flirrendes kleines Kunstwerk, das jetzt in gediegener neuer Übersetzung bei Dörlemann erschienen ist, das große Fest der autonomen Augen. Kein anderes Sinnesorgan kommt hier so zu seinem Recht wie sie, als Medium zur Wahrnehmung der Welt wie auch zu deren radikaler Veränderung.«  
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Diese neue Übersetzung ist voller Schwung und Plastizität. Sie macht die schöne Ausgabe zu einem spannenden kleinen Kunstwerk.«
Rendel Morsbach, ekz-Informationsdienst