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  • Verfluchte Tage

Iwan Bunin
Verfluchte Tage

  • Ein Revolutionstagebuch
    Aus dem Russischen übersetzt sowie mit Anmerkungen versehen von Dorothea Trottenberg und mit einem Nachwort von Thomas Grob
    Originaltitel: Okajannye dni
    260 Seiten. Duo-Leinen

    € [D] 22.00 / € [A] 22.60 / SFr. 30.00 (UVP)

    ISBN 9783908777175

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778561
    € 16.99

  • Das literarische Tagebuch der russischen Revolution

    »Rußlands erster Literaturnobelpreisträger verurteilte die russische Revolution und verließ seine Heimat 1920, um fortan im französischen Exil vom Erinnerungsgepäck seines imaginären Rußland zu zehren. Sprachliche Bilder, sinnliche Einzelheiten wurden zugleich sparsamer und expressiver, die Grundthemen menschlicher Existenz von Liebe und Tod traten hervor wie im Labor präpariert.«
    Kerstin Holm, Frankfurter Allgemeine Zeitung


  • Inhalt
    Inhalt

    Erstmals auf deutsch liegt mit Verfluchte Tage das Tagebuch Iwan Bunins aus der Zeit des russischen Bürgerkriegs vor. Durch Rückgriffe auf die vorrevolutionäre Zeit und die Tage der Februarrevolution entsteht ein bedeutendes – und in seiner Vehemenz singuläres – Zeitzeugnis, in dem Bunins ablehnende Haltung gegenüber der Revolution unverhüllt zum Ausdruck kommt.

    Verfluchte Tage ist kein Tagebuch im üblichen Sinne, sondern ein streng durchkomponiertes literarisches Werk. Es fußt auf den Notizen, die Bunin unter dem unmittelbaren Eindruck der Ereignisse 1918/19 in Moskau und Odessa gemacht hat. Ereignisse, die nicht nur für sein Heimatland, sondern auch für sein persönliches Schicksal entscheidend waren und dazu führten, daß er 1920 Rußland für immer verließ. Okajannye dni erschien in Buchform erstmals 1935 bei Petropolis in Berlin und gilt als ein Schlüssel zum Verständnis Bunins.

    Iwan Bunin bedankt sich für seinen Nobelpreis >


    INHALT
    Moskau, 1918
    Odessa, 1919




  • Biogramm
    Iwan Bunin

    IWAN BUNIN, geboren 1870 in Woronesch, emigrierte 1920 nach Paris. Am 10.12.1933 erhielt er als erster russischer Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 8. November 1953 im französischen Exil. In deutscher Übersetzung erschienen Ein unbekannter Freund (2003), sein Revolutionstagebuch Verfluchte Tage (2005) und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel (2008) sowie die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage (2010), Das Dorf. Suchodol (2011), Gespräch in der Nacht (2013), Vera (2014) und Frühling (2016).

    Weitere Werke sind in Vorbereitung. Leben und Werk Iwan Bunins Eine Zeittafel (PDF, 142 KB)



    Dorothea Trottenberg

    studierte Slavistik in Köln und Leningrad, arbeitet als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Basel und als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, u. a. von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Maria Rybakova, Boris Akunin. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Lev Tolstojs Roman Familienglück, Iwan Bunins Revolutionstagebuch Verfluchte Tage und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel, die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage und Das Dorf. Suchodol sowie die Novellenbände von Ivan Turgenev Klara Milic und Faust. Dorothea Trottenberg erhielt im Jahr 2003 eine Anerkennungsgabe der Literaturkommission der Stadt Zürich. Für ihre Übertragung des Romans Der himmelblaue Speck von Vladimir Sorokin (DuMont Verlag, 2000) wurde sie 2007 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet, 2012 erhielt sie den Paul-Celan-Preis.

     



  • Bücher
  • Termine
    Termine: Iwan Bunin

    3.12.2017

    Wiederentdeckung eines Klassikers

    Restaurant Ufenau

    Stadthausgasse 6, CH-8200 Schaffhausen

    18:00 Uhr

    Die Bunin-Übersetzerin Dorothea Trottenberg und der Herausgeber der Bunin-Werkausgabe Thomas Grob lesen anlässlich der Schaffhauser Buchwoche aus Werken von Iwan Bunin.



    Weitere Informationen und Reservierung


  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Verfluchte Tage«

    »Lobenswert ist neben der vorzüglichen Übersetzung von Dorothea Trottenberg auch die Aufmachung dieses Bändchens: neben einem sorgfältigen Anmerkungsapparat findet sich auch ein Personenregister sowie eine Zeittafel mit Leben und Werk Iwan Bunins.«
    Volker Strebel, Ostragehege

    »Die tiefe Emotionalität, die rasende, Fakten und Daten souverän ignorierende Subjektivität macht Verfluchte Tage zu einem faszinierenden Zeitzeugnis und zu großer Literatur: Wer wissen will, wann genau Lenin, Trotzki, Kerenski oder Denikin was warum getan und gesagt haben, ist hier falsch. Wer einen Eindruck von der Radikalität bekommen möchte, mit der das Jahr 1917 in der russischen Geschichte und Kultur Anfangs- und Endpunkte setzte, wer spüren möchte, mit welcher Gewalt Alt und Neu aufeinander trafen, der kann kaum ein besseres Buch finden, als Iwan Bunins Verfluchte Tage
    Uli Hufen, WDR

    »Bunins Text fehlt jede historische Distanz und Gelassenheit gegenüber der Fatalität der Geschichte. Gerade dadurch erweist sich seine Darstellung als hellsichtiges Korrektiv des im 20. Jahrhundert so verbreiteten blauäugigen Forschrittglaubens.«
    Karla Hielscher, Spiegel Spezial Buchmesse

    »Bunins Revolutionstagebuch stellt eine der wichtigsten Entdeckungen aus dem Fundus der russischen Exilliteratur dar. ... Es steht zu hoffen, dass die mustergültige Übersetzung der Verfluchten Tage Iwan Bunins absolut eigenständigem und stilistisch vollendetem Schaffen endlich zu gebührender Anerkennung verhilft.«
    Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung

    »Die von Dorothea Trottenberg in ein schönes und lesbares Deutsch übertragenen und behutsam mit Anmerkungen versehenen Tagebuchnotizen aus dem russischen Bürgerkrieg geben Einblick in das Innenleben eines tief verzweifelten, sich in Wüten verzehrenden Konservativen, dem sein Land und seine Bildungswelt buchstäblich um die Ohren flogen.«
    Stephan Wackwitz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »Es ist vor allem ein historisches Dokument, aber interessant ist das Werk auch unter der Fragestellung, welche Möglichkeiten und Chancen die Literatur gegenüber geschichtlichen Umwälzungen überhaupt noch hat. Die Ausgabe ist übrigens sorgfältig, ja liebevoll ediert, mit Anmerkungen und einem erhellenden Nachwort von Thomas Grob, in einer sehr angenehmen Übersetzung von Dorothea Trottenberg.«
    Martin Zingg, Der Bund

    »Der von Dorothea Trottenberg blendend übersetzte, schön ausgestattete Band sollte dem Literaturnobelpreisträger endgültig zum Durchbruch verhelfen.«
    Rheinischer Merkur

    »Eine Entdeckung!.«
    Neue Westfälische Zeitung

    »Jetzt, wo alles vorbei ist und man in Ruhe darüber nachdenken kann, wäre es eine verdammt gute Zeit, diese Verfluchten Tage zu lesen, um vielleicht besser zu verstehen, wie alles gekommen ist. Voller Leidenschaft und Verzweiflung kommentiert Bunin das Geschehen, das er doch nicht ändern konnte: den Untergang der alten Welt unter dem Motto: es kommt nichts Besseres nach.«
    Walter Klier, Wiener Zeitung

    »Doch bei all seiner Lebendigkeit ist dieser Augenzeugenbericht effektvolle Literatur.«
    Alexander Kluy, Buchkultur

    »Iwan Bunins Werke erscheinen seit einigen Jahren auch wieder im Westen, zumeist in kleinen Verlagen wie dem Zürcher Dörlemann Verlag, der sich des Revolutionstagebuchs angenommen hat und es so vorbildlich übersetzen und kommentieren ließ, dass mit dem Zeitzeugenbericht auch ein funkelndes, mit allen poetischen Wassern gewaschenes literarisches Kleinod sichtbar wird.«
    Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung

    »Die Gewöhnung an die Gewalt, die soziale Vereinsamung, die materielle und seelische Not ziehen sich als bedrängende Themen durch das Werk, das weit mehr ist als eine Sammlung flüchtiger Notizen: große Literatur.«
    Helena Malzew, Badische Zeitung

    »Das ist keine Gelegenheitsschrift eines großen Stilisten, sondern ein starkes Zeugnis.«
    Salzburger Nachrichten

    »Dieses Buch bringt seinen Lesern sehr viel. Eine Revolutionszeit von innen gespürt, in prägnanter Sprache und überzeugenden Bildern.«
    Mareile Ahrndt, Wostok