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  • Frühling

Iwan Bunin
Frühling

  • Erzählungen 1913
    Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg
    Herausgegeben von Thomas Grob
    288 Seiten. Leinen. Leseband

    € [D] 25.00 / € [A] 25.70 / SFr. 34.00 (UVP)

    ISBN 9783038200314

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783038209317
    18.99 €


  • Der siebte Band der großen Bunin-Werkausgabe


  • Inhalt
    Inhalt

    1913 – das Jahr vor der Weltkriegskatastrophe – fiel in die Zeit boomender russischer Großstädte und der ungelösten Fragen in der russischen Provinz. Russlands Weiten sind geprägt von Niedergang und diffuser Erwartung. Auf der Höhe seiner Erzählgewalt verfolgt Iwan Bunin sein literarisches Großprojekt, das Bild dieser Welt zu zeichnen.

    Der Bauer, der zur Unzeit sein Getreide verkaufen sollte, oder derjenige, der seinem Herrn Geschichten von Gewalt gegen Gutsbesitzer erzählt, der Seminarist, der sich für etwas Besseres hält, die brutal verprügelte Kupplerin, der in alle Geheimnisse eingeweihte Pferdedoktor, der missratene, gequälte Sohn, die Frau, die ihr Leben in der Erinnerung an einen jugendlichen Sommer voller Liebe verbringt, und nicht zuletzt der Städter, der kurz in seinem provinziellen Kindheitsort Halt macht – in all diesen und anderen Figuren, in jeder dieser präzisen wie poetischen, anrührenden Skizzen, findet sich ein Stück dieser Welt wieder.


    Inhalt
    Der Prophet Elias
    Sabota
    Alltag
    Litscharda
    Der letzte Tag
    Frühling
    Ioann Rydalez
    Dürres Gras
    Staub
    An der Landstraße
    Das Märchen
    Von gutem Blute
    Der Kelch des Lebens
    Ich sage gar nichts

  • Biogramm
    Iwan Bunin

    IWAN BUNIN, geboren 1870 in Woronesch, emigrierte 1920 nach Paris. Am 10.12.1933 erhielt er als erster russischer Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 8. November 1953 im französischen Exil. In deutscher Übersetzung erschienen Ein unbekannter Freund (2003), sein Revolutionstagebuch Verfluchte Tage (2005) und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel (2008) sowie die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage (2010), Das Dorf. Suchodol (2011), Gespräch in der Nacht (2013), Vera (2014) und Frühling (2016).

    Weitere Werke sind in Vorbereitung. Leben und Werk Iwan Bunins Eine Zeittafel (PDF, 142 KB)



    Dorothea Trottenberg

    studierte Slavistik in Köln und Leningrad, arbeitet als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Basel und als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, u. a. von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Maria Rybakova, Boris Akunin. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Lev Tolstojs Roman Familienglück, Iwan Bunins Revolutionstagebuch Verfluchte Tage und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel, die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage und Das Dorf. Suchodol sowie die Novellenbände von Ivan Turgenev Klara Milic und Faust. Dorothea Trottenberg erhielt im Jahr 2003 eine Anerkennungsgabe der Literaturkommission der Stadt Zürich. Für ihre Übertragung des Romans Der himmelblaue Speck von Vladimir Sorokin (DuMont Verlag, 2000) wurde sie 2007 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet, 2012 erhielt sie den Paul-Celan-Preis.

     



  • Bücher
    Bücher von Iwan Bunin

    NEUPic
    Iwan Bunin
    Frühling
    Pic
    Iwan Bunin
    Vera
    Pic
    Iwan Bunin
    Verfluchte Tage

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Frühling«

    »Es ist gar nicht möglich, Bunins Schreiben übergreifend zu charakterisieren. Er verfügt über alle Register des russischen Geschichtenerzählens.«
    Peter von Matt, FAZ

    »Die 14 Texte in diesem Band gehören mit zu seinen schönsten Prosaarbeiten. Bunin war ein klassischer Erzähler, der sich vom Modernismus der Zeit abwandte. Vielleicht ist das auch gerade ein Grund dafür, dass diese Prosa die Jahrzehnte so gut überstanden hat.«
    Jochen Kürten, Deutsche Welle
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    »Bunin ist ein großartiger Schilderer von Landschaften und Wetter. Seine Stücke schwelgen in den Farben, die die von Sonne und Mond beschienene Landschaft und über ihr die Wolken annehmen.«
    Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel
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    »[Der jüngste Band] einer Werkausgabe, die im Schweizer Dörlemann-Verlag kontinuierlich in großartig übersetzten und prächtig aufgemachten Bänden erscheint [...]«
    Anton Thuswaldner, Stuttgarter Zeitung

    »Wie zart, verzeihend und doch unerbittlich genau Iwan Bunin die Welt sah: Wenn der Frühling ausbricht, spielt das alte Russland in diesen meisterlichen Geschichten von 1913 hilflos verrückt.«
    Nürnberger Zeitung

    »Ein sehr tiefes Buch. Wunderbar.«
    Harald Loch, Die Rheinpfalz

    »Der Autor knüpft an die Tradition des russischen Realismus an, im Unterschied zu seinen namhaften Vorgängern lässt er seine traurigen Helden nicht an Klassengrenzen stoßen, sondern sucht ihr Verbindendes. Dieses Erzähltalent ist es wert, (wieder)-entdeckt zu werden. Die Bunin-Lektüre weckt zugleich Lese-Lust auf die anderen großen Russen.«
    Roland Gutsch, Nordkurier

    »Frei von Kitsch und Klischee [...] bringt [Iwan Bunin] mit großmeisterlicher Beobachtungsgabe und befreit von bloßen Worthülsen auf häufig weniger als 15 Seiten all das hervor, was Bauern, Kleinbürger und Landadlige in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs miteinander verband: die unausgesprochene Ankündigung einer nahenden, allumfassenden Veränderung!«
    Matthias Eichardt, Jenaer Stadtmagazin
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    »Mit Frühling liegt bereits der siebte Band einer vorzüglich aufbereiteten Iwan Bunin-Werkausgabe vor. Die geschmeidige Übersetzung durch Dorothea Trottenberg wird durch ein kundiges Nachwort von Thomas Grob ergänzt. Anmerkungen der Übersetzerin sowie ein Fotoporträt Iwan Bunins belegen die umsichtig wie liebevoll gestaltete Ausgabe dieses Bändchens.«
    Volker Strebel, literaturkritik.de
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