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  • Der Club der Buchstabenmörder

Sigismund Krzyżanowski
Der Club der Buchstabenmörder

  • Roman
    Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg
    Erstübersetzung
    Originaltitel: Klub ubiic bukv
    224 Seiten. Leinen. Leseband

    € [D] 20.00 / € [A] 20.60 / SFr. 27.00 (UVP)

    ISBN 9783038200192

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783038209195
    € 14.99

  • Wortspieler und Stilkünstler: Ein großer Unbekannter der russischen Moderne


  • Inhalt
    Inhalt

    Der Club der Buchstabenmörder ist eine Geheimgesellschaft im Moskau der 1920er Jahre. Jeden Samstag treffen sich die Mitglieder in einem Raum voller leerer Bücherregale. Sie erzählen einander Geschichten, eine phantastischer als die andere, aber nichts darf auf Papier gebannt werden – Buchstaben sind Ideengefängnisse und müssen zerstört, Manuskripte verbrannt werden. Darüber sind sich alle einig, doch das gegenseitige Misstrauen wächst, die Atmosphäre der Treffen wird zunehmend unheimlicher.

    »Mit Krzyżanowski ist ein ... exzellenter Autor [zu entdecken], der sich konsequent für die Literatur als Kunst engagiert und ebenso konsequent jegliche politische Vereinnahmung von sich gewiesen hat. Nicht nur in dieser Hinsicht ist er mit seinem exilrussischen Landsmann Vladimir Nabokov zu vergleichen. Mit diesem teilt er auch seine hauptsächlichen literarischen Interessen an philosophischen Phantasmagorien, an Sprachspielen und narrativen Paradoxien, am Zitieren und Parodieren, an Autoren wie Swift, Poe oder E. T. A. Hoffmann.«
    Felix Philipp Ingold, Neue Zürcher Zeitung

  • Biogramm
    Sigismund Krzyżanowski

    (1887-1950, Aussprache Kschischanowski) war einer der maßgebenden Autoren der russischen Moderne. Geboren in Kiew, zog er 1922 nach Moskau, wo er unter prekären Verhältnissen in einem winzigen Zimmer am Arbat lebte und exzessiv schrieb, ohne zu Sowjetzeiten je ein Buch veröffentlichen zu können. Erst ab 1989 wurde seine kunstvolle, phantastische Prosa auch in Russland publiziert. »Mich interessiert nicht die Arithmetik, sondern die Algebra des Lebens.«



    Dorothea Trottenberg

    studierte Slavistik in Köln und Leningrad, arbeitet als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Basel und als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, u. a. von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Maria Rybakova, Boris Akunin. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Lev Tolstojs Roman Familienglück, Iwan Bunins Revolutionstagebuch Verfluchte Tage und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel, die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage und Das Dorf. Suchodol sowie die Novellenbände von Ivan Turgenev Klara Milic und Faust. Dorothea Trottenberg erhielt im Jahr 2003 eine Anerkennungsgabe der Literaturkommission der Stadt Zürich. Für ihre Übertragung des Romans Der himmelblaue Speck von Vladimir Sorokin (DuMont Verlag, 2000) wurde sie 2007 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet, 2012 erhielt sie den Paul-Celan-Preis.

     



  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Der Club der Buchstabenmörder«

    »200 Seiten ebenso unterhaltsamer wie anspruchsvoller Erzählkunst, angereichert mit vielerlei Wort- und Gedankenspielen, mit literarischen Reminiszenzen und zeitgeschichtlichen Allusionen, diskret und witzig zugleich, stets das Gleichgewicht wahrend zwischen Ironie, Satire und tieferer Bedeutung«
    Felix Philipp Ingold, NZZ

    »Die Beiträge der Clubmitglieder kreisen so um verschiedene Metafiktionen, welche die Ebenen von Autor, Rolle und Text ineinander verschränken und auf diese Weise das herkömmliche Verständnis der Realität hinterfragen.«
    Jörg Auberg, literaturkritik.de
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    »Die Geschichten, die sich die [...] Buchstabenmörder erzählen, sind jeweils ein Experiment mit der Sprache«
    Tim Neshitov, Süddeutsche Zeitung

    »Ein skurriles, mysteriöses Buch mit großartigen Geschichten in der Geschichte.«
    Literaturkurier

    »Eine der überraschendsten und skurrilsten Ausgrabungen in diesem Herbst.«
    Jochen Kürten, Deutsche Welle

    »Mit Lesebändchen und rotem Vorsatzpapier, schönem Satzspiegel und einem informativen Nachwort ausgestattet, gestaltet der feine Dörlemann-Verlag aus Zürich so einem bei uns (noch) unbekannten Meister der Moderne ein liebevolles Entree.«
    Alf Mayer, Culturmag
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    »Wäre das zweifelsohne geniale Der Club der Buchstabenmörder eine Zwiebel, müsste man sie lange tatkräftig häuten, um zum Kern zu gelangen. Darin besteht die Herausforderung. Dadurch entfaltet sich Kunst.«
    Muromez
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    »Nicht nur die einsilbigen Zuhörer sind gebannt und oftmals erschlagen vom Gehörten, der Leser ist es auch.«
    Ulrich Rüdenauer, SWR2

    »Der Club der Buchstabenmörder ist ein in jeder Hinsicht ungewöhnliches Buch.«
    monalisablog
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    »Zu seinen Lebzeiten war es Sigismund Krzyzanowski nicht vergönnt, eines seiner Werke veröffentlichen zu können – in der Sowjetunion waren seine Texte nicht erwünscht. Zum Glück macht es der Dörlemann Verlag nun möglich, ein Schätzchen des Autors zu lesen: Der Club der Buchstabenmörder ist ein ganz phantastisches Buch!«
    Fräulein Julia Kulturjournal
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    »Ein umwerfendes literarisches Spiegelkabinett.«
    Uli Hufen, WDR3

    »Von der mehrfach preisgekrönten Übersetzerin Dorothea Trottenberg, einer Meisterin der Stilvielfalt, wunderbar ins Deutsche übertragen, ist Der Club der Buchstabenmörder ein Fest für Liebhaber gediegener Lektüre.«
    sandammeer
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    »Der Club der Buchstabenmörder lebt von seiner Fabulierlust, seinen Querbezügen, Denkfiguren und Einladungen teilzunehmen an diesem Erzählkreis, der seine Ideen verzweifelt allein durch die mündliche Weitergabe am Leben zu halten versucht.«
    Literaturen
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    »Anspruchsvolle Literatur für große Bestände.«
    Verena Burkeljca, ekz. bibliotheksservice

    »Kržižanovskijs Roman Der Club der Buchstabenmörder, den Dorothea Trottenberg mit sicherem Gespür für die Metaphysik des Textes für den Dörlemann Verlag übertragen hat, entstand 1926.« Karlheinz Kasper, OSTEUROPA