Background Image
  • Untertauchen

Lydia Tschukowskaja
Untertauchen

  • Roman
    Aus dem Russischen von Swetlana Geier
    und mit einem Nachwort von Hans Jürgen Balmes
    Originaltitel: Spusk pod vodu
    256 Seiten. Leinen. Leseband

    € [D] 19.00 / € [A] 19.50 / SFr. 26.00 (UVP)

    ISBN 9783038200130

    3. Auflage

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778639
    € 14.99


  • »Was werden die Ausgeschlossenen tun? Bücher schreiben.«


  • Inhalt
    Inhalt

    Nina Sergejewna verbringt winterliche Wochen im Jahr 1949 in einem Sanatorium für Künstler auf dem Lande. Hier ist alles auf Vergessen gestimmt. Doch sie will mehr über die Vergangenheit, über ihr eigenes Leid und das ihrer Mitmenschen erfahren.

    Als sie Bilibin kennenlernt, der im gleichen Arbeitslager wie ihr Mann war, sucht sie seine Nähe. Es entspinnt sich eine zarte Zuneigung, doch enttäuscht wendet sie sich ab, als auch Bilibin nicht die Wahrheit, sondern das Verdrängen und Vergessen sucht.

  • Biogramm
    Lydia Tschukowskaja

    geboren 1907 in St. Petersburg, musste mitansehen, wie ihr Mann und viele ihrer Kollegen während des Stalin-Terrors verhaftet und umgebracht wurden. Ihre Erlebnisse verarbeitete sie literarisch unter anderem in Untertauchen (1947). 1974 wurde sie aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen. Erst 1988 konnten in Moskau Untertauchen und in Leningrad Sofia Petrowna erscheinen. Lydia Tschukowskaja starb 1996 in Peredelkino.



    Swetlana Geier

    die »Grande Dame der russisch-deutschen Kulturvermittlung«, geboren 1923 in Kiew, hat Lew Tolstoj übersetzt, die Modernisten Belyi und Bulgakow, den »russischen Kafka« Platonow, Valentin Katajew, neben Bunin den Nobelpreisträger Solschenizyn, die großen Romane von Fjodor Dostojewskij und das Gesamtwerk von Andrej Sinjawskij. Für ihre Übersetzungen wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2007 mit dem Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse und 2001 mit dem Wilhelm Merton-Preis. Zudem erhielt sie die Ehrendoktorwürden der Universitäten Freiburg und Basel. Swetlana Geier verstarb am 7. November 2010 in ihrem Haus in Freiburg im Breisgau. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Iwan Bunins Ein unbekannter Freund und Valentin Katajews Kubik. »Swetlana Geier hat als Übersetzerin russischer Literatur in über drei Jahrzehnten einen Maßstab gesetzt.« Urs Heftrich, FAZ Vorgestellt – Swetlana Geier Charismatische Grande Dame (PDF-Download, 1 Seite, 193KB)



  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Untertauchen«

    »Die mutige, aufrechte Stimme von Nina hat [...] Swetlana Geier in ein klares, elegantes Deutsch gebracht.«
    Sabine Berking, FAZ

    »Tschukowskaja charakterisiert ohne Pathos diese abgründige, düstere Zeit [...] Als Kontrapunkt setzt die Autorin Sprache, Freundschaft und radikale Humanität. Ihre Sprache ist poetisch und präzise. [...] Das Buch ist ein Zeugnis von Klarsicht und Mut«
    Yvonne de Andrés, Bücherfrauen
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Mit einer sensiblen, poetischen Sprache, mit beeindruckenden
    Bildern und großem Einfühlungsvermögen gelingt es
    Tschukowskaja, den von Terror und Propaganda geprägten Alltag der Stalinzeit, aber auch den mutigen Widerstand dagegen zu enthüllen.«
    Wostok

    »›Die Moralität eines Menschen zeigt sich in seinem Verhältnis zum Wort.‹ Diesen Satz Leo Tolstois hat die Autorin ihrem schrecklich schönen Buch vorangestellt. Wenn je ein Mensch den unausgesprochenen Anspruch eines solchen Satzes erfüllt hat, dann Lydia Tschukowskaja.«
    Andreas Nentwich, Doppelpunkt Das evangelische Wochenmagazin

    »Mehr als 40 Jahre nach seinem Erscheinen wird Tschukowskajas Roman, der erst Ende der 80er Jahre in der Sowjetunion veröffentlicht wurde, wieder in das öffentliche Bewusstsein gerückt; sowohl als literarisches Meisterwerk als auch herausragendes Zeitzeugnis. Innerhalb der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts sollte es deshalb einen besonderen Platz erhalten. Weil es Mahnung und Erinnerung zugleich ist und beweist, welche Macht die Sprache hat und welche Verantwortung dem Menschen damit zufällt.«
    Zeichen und Zeiten
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Ein Buch voller Poesie«
    muromez
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Großartig, was sich der Dörlemann Verlag hier wieder getraut hat!«
    Kulturbuchhandlung Jastram
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Untertauchen ist ein bitteres Zeitportrait. Dass man es trotzdem mit großer Freude liest, verdankt sich Tschukowskajas ruhiger, schnörkelloser und doch poetischer Sprache«
    Ruth Roebke, kommbuch
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Entstanden ist eine Geschichte, die von einer feinen, nicht korrumpierten, dabei zerbrechlichen Erzählerin erzählt wird, die weiß, dass auch diese Ruhepause – wie alles andere auch – zu Ende gehen wird.«
    buchpost
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Eine bedeutende Autorin ist so zu entdecken, die undramatisch und unpathetisch von den Schrecken des Stalinismus erzählt, die auf Worte, auf die Sprache setzt, auf das, was überdauern wird.«
    Stefanie Hetze, Dante Connection

    »Es ist ein Verdienst des Dörlemann Verlags, dieses Werk wieder zugänglich zu machen.«
    Dorothea Trottenberg, ekz.bibliotheksservice

    »Ein Buch, das bleibt.«
    masuko13
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Es gibt Bücher, die leuchten. Dieses strahlt hell und warm.«
    Susanne Bader, Wetzsteinbrief

    »Untertauchen ist ein äußerst intensives und atmosphärisch dichtes Leseerlebnis. Einerseits zutiefst erschütternd, andererseits umwerfend schön.«
    wereadindie
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »notwendig wie die Luft zum Atmen.«
    Volker Strebel, die Drei

    »Ein Roman, der niemals pathetisch und kitschig wird, und auch durch seine oft poetische Sprache besticht.«
    Rudolf Mottinger, mottingers-meinung.at
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    «Es ist ein berührender, poetischer Roman….«
    monalisablog.de
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    «ein Buch gegen das Vergessen«
    Marina Krauth, Deutschlandradio Kultur

    «Tschukowskajas Untertauchen überzeugt in mehrfacher Hinsicht«
    Daniel Henseler, literaturkritik
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Ich bin sehr angetan: Untertauchen von Lydia Tschukowskaja überzeugt sowohl sprachlich als auch inhaltlich.«
    Marina Büttner, literaturleuchtet Blog

    «leise, ungemein poetisch, sanft, getragen von einer wunderbar klaren, schnörkellosen Sprache.«
    Neue Buchtipps
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Ein beklemmendes Porträt dieser Zeit und ein mutiges Bekenntnis zur Wahrheit und künstlerischen Freiheit«
    Elisabeth Langohr, Ruhr Nachrichten

    »Dieses Buch ist ein großartiges Dokument des Mutes und der Unbeugsamkeit.«
    Peter Raue, Berliner Zeitung

    «Wer mehr über die russische Seele erfahren will, findet kaum eine bessere, scharfsichtigere und bedeutsamere Autorin, die den Weg dorthin weist.«
    Kleine Zeitung

    »Ein weiteres Juwel russischer Literatur im Zürcher Dörlemann Verlag.«
    Erika Achermann, St. Galler Tagblatt

    »Den ganzen Stalinismus kann man aus ihrer Erzählung herauslesen, die 25 Tage Einsamkeit in winterlicher Natur schildert«
    Ellen Pomikalko, BuchMarkt

    »subtile wie brillante Abrechnung mit dem stalinistischen Terror und [...] eines der erstaunlichsten Sprachkunstwerke, das dem sowjetischen Permafrost abgetrotzt worden ist«
    Hans-Jost Weyandt, taz.die tageszeitung
    Hören Sie die ganze Rezension>

    »ein lichtes Manifest radikaler Selbstbehauptung im Geiste der Humaität.«
    Christine Hamel, WDR3
    Hören Sie die ganze Rezension>

    »Ein innerer Konflikt, in dem sich eine ganze Generation aufrichtig Empfindender und Denkender befunden hat: Lydia Tschukowskaja hat ihm in Untertauchen ein erschütterndes Denkmal gesetzt.«
    Gudrun Braunsperger, Ö1 ORF
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Ein Klassiker der russischen Samisdat-Literatur erfährt in der Übersetzung von Swetlana Geier nun eine deutschsprachige Neuauflage.«
    ORF Bestenliste April 2015
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Swetlana Geier, die Grande Dame der russischen Übersetzungskunst, hat ihn noch zu Lebzeiten übersetzt. Ein Glücksfall, denn selten wurde so eindringlich von entschlossener Selbstbehauptung in Zeiten der Diktatur erzählt.«
    Christine Hamel, WDR 5
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Von diesem Buch geht ein helles Licht aus, es ergreift durch seine radikale Humanität.«
    Claus-Ulrich Bielefeld, rbb Kulturradio
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Die einfache Sprache, der schnörkellose Stil, die eindringlichen Bilder – sie schaffen trotz der darin geschilderten Kälte, Lügen und Grausamkeiten das Kunstwerk Untertauchen, das zwar erst 1988 erscheinen konnte, aber doch wie von Tschukowskaja prophezeit, in die Literaturgeschichte eingehen wird.«
    Voralberger Nachrichten
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Der Roman Untertauchen der russischen Schriftstellerin Lydia Tschukowskaja schildert meisterhaft die Ängste und Beengungen, denen Menschen in der Sowjetunion unter Stalin ausgesetzt waren.«
    Felix Münger, Radio SRF1
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »... das Werk ihres [Lydia Tschukowskajas] Lebens.«
    Nadja Erb, Frankfurter Rundschau Online
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Lydia Tschukowskaja gelingt es, mit menschlicher Wärme und Einfühlungsvermögen das Funktionieren eines totalitären Systems - aber auch den unerschrockenen Widerstand dagegen - am Verhältnis der Menschen zur Sprache zu zeigen.«
    Karla Hielscher, Deutschlandfunk
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Eine wichtige und höchst eindrucksvolle literarische Aufarbeitung des Stalinismus«
    Felix Münger, Radio SRF2 Kultur
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Untertauchen handelt von Aufrichtigkeit. Von der Angst. Und vom allgegenwärtigen Tod. Dass dieses von einer sanften Poesie getragene Buch geschrieben, dass es tatsächlich veröffentlicht wurde, ist ein Zeugnis für den großen Mut der Autorin selbst.«
    Ulrich Rüdenauer, SWR 2
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Voller Liebe zur Literatur und mit großer Herzensbildung beschreibt Lydia Tschukowskaja in ihrem Roman das Ringen um Wahrheit und Würde inmitten staatlicher Willkür.«
    Olga Hochweis, Deutschlandradio Kultur
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Ein Klassiker der oppositionellen russischen Samisdat-Literatur.«
    SWR-Bestenliste März 2015
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Die Geschichte spielt im Februar 1949; sie handelt vom stalinistischen Terror und vom aufkommenden Antisemitismus ebenso wie von der materiellen Not der Bevölkerung.«
    Regula Freuler, NZZ am Sonntag
    Lesen Sie die ganze Rezension>

    »Untertauchen ist ein Roman der fast lyrischen Poesie, darin besteht seine ergreifende Meisterschaft.«
    Jörg Himmelreich, NZZ
    Lesen Sie die ganze Empfehlung>

    »Ein zugleich ganz starkes und ganz zartes Buch.«
    Elke Heidenreich, Literaturclub SRF
    Sehen Sie sich die ganze Sednung an>