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  • Orkan über Jamaika

Richard Hughes
Orkan über Jamaika

  • Roman
    Aus dem Englischen von Michael Walter
    Neuübersetzung
    Originaltitel: A High Wind in Jamaica
    256 Seiten. Leinen. Leseband

    € [D] 20.00 / € [A] 20.60 / SFr. 24.00 (UVP)

    ISBN 9783908777915

    Rezensionen zum Buch bei
    lovelybooks.de


  • Atemberaubende Abenteuer auf hoher See


  • Inhalt
    Inhalt

    Im Mittelpunkt des Romans steht die zehnjährige Emily Bas-Thornton. Sie lebt mit ihrer Familie auf Jamaika, doch als ein Orkan über die Insel hinwegfegt und das Wohnhaus der Familie davonträgt, beschließen die Eltern, ihre Kinder nach England heimzuschicken.

    John, Emily und die »Krümel« werden einem Schiff anvertraut, das jedoch gekapert wird. Die Kinder bleiben durch eine Verknüpfung unglücklicher Umstände an Bord des Schiffes mit den überaus freundlichen Piraten … und erleben in der Folge zahlreiche Abenteuer, ehe sie an Bord eines Dampfers nach England gelangen.

    Richard Hughes erzählt in einem atemberaubenden Abenteuerroman, dass das Berüchtigte keineswegs so gefährlich und das Unschuldige so harmlos ist, wie es den Anschein macht.

  • Biogramm
    Richard Hughes

    geboren 1900 in Surrey, England. Seine frühe Kindheit wurde durch den Tod zweier Geschwister und des Vaters geprägt, die Mutter arbeitete nach dem Tod des Vaters als Journalistin. Nach dem ersten Weltkrieg ging Hughes nach Oxford, wo er zum Star der universitären Literaturszene avancierte. Bereits 1922 publizierte er einen Gedichtband. Eines seiner Theaterstücke wurde im gleichen Jahr im Londoner West End aufgeführt. Hughes’ erster Roman, A High Wind in Jamaica, erschien 1928 und wurde in Großbritannien und in den USA ein Bestseller. In Bedrängnis folgte zehn Jahre später.

    Michael Walter

    1951 in Wiesbaden geboren, studierte Anglistik & Philosophie und arbeitet seit 1978 als freier Übersetzer. Er hat bislang über 60 Werke nahezu aller literarischen Genres übersetzt. 1988 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung als ordentliches Mitglied gewählt. Für seine Übersetzungen erhielt er zahlreiche Preise. Michael Walter lebt und arbeitet seit 1980 in München.

  • Bücher
    Bücher von Richard Hughes

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    Richard Hughes
    In Bedrängnis
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    Richard Hughes
    Orkan über Jamaika
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  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Orkan über Jamaika«

    »Der Dörlemann Verlag, der vor Kurzem bereits Hughes' Roman In Bedrängnis vor dem Vergessenwerden bewahrte, und seinem Übersetzer Michael Walter ist es zu verdanken, dass Hughes' sprachmächtiger, origineller Erstling endlich wieder greifbar ist ... Schade, schade, dass dieser famose Autor nicht mehr als drei Romane geschrieben hat.«
    Rainer Moritz, Die Welt
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    »Ein Musterbeispiel schwarzen britischen Humors ... und eine wundervoll kurzweilige Lektüre.«
    Andreas Platthaus, FAZ

    »Der zuerst 1929 erschienene Roman Orkan über Jamaika von Richard Hughes ist in einer lesenswerten Neuübersetzung erschienen: Es ist ein herausragender Schmöker, aber auch eine psychologische Studie, die ohne beruhigende Antworten bleibt.«
    Michael Schmitt, Deutschlandfunk
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    »Nach In Bedrängnis hat Michael Walter nun auch dem Hauptwerk von Richard Hughes eine Sprachgestalt gegeben, die dessen poetische Leuchtkraft, ätzende Ironie und nautische Detailfreude kongenial zur Geltung bringt.«
    Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung

    »In der unzuverlässigen Erzählhaltung euphemistischer Untertreibung liegen Charme und literarische Raffinesse des Seefahrerromans. ... Ein Roman von hoher literarischer Ambition und feinster Ironie.«
    Ursula März, Die Zeit

    »Nichts weniger als großartig und atemberaubend ist Richard Hughes’ bei Dörlemann erschienener Roman Orkan über Jamaika«.
    Stefanie Holzer, Wiener Zeitung

    »Allein am Raffinement, mit dem auf den ersten Seiten ein Ich-Erzähler eingeführt wird, ... erweist sich das hohe Niveau von Richard Hughes' Romanerstling. Die frische Neuübersetzung durch Michael Walter ist eine schöne Einladung, dieses Abenteuer wiederzuentdecken und mit ihm einen begnadeten Autor von Weltrang.«
    Jürgen Brôcan, NZZ
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    »In Wirklichkeit jedoch ist nicht Emily die Hauptfigur dieses Romans, sondern der abgründige Erzähler, der sich dem anarchischen, unberechenbaren Leben auf See gewissermaßen angleicht und auf beeindruckend trittsichere Weise macht, was er will. Mal berichtet er mit achselzuckender Kolonialisten-abgebrühtheit vom Unfalltod eines der Jungen (passiert schnell, sowas), mal seziert er die Bordrituale wie ein schwarzhumoriger Gesellschaftschronist …
    Ein großartiges Buch.«
    Andreas Schäfer, Der Tagesspiegel

    »An Kraft, Abgründigkeit, sprachlichem Glanz und auch an Unterhaltsamkeit hat es über die Jahrzehnte nicht verloren.«
    Katharina Döbler, kulturradio
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    »Demnach liegt die rabenschwarze Weisheit von Orkan über Jamaika in der Beobachtung, dass die schlecht Beleumundeten gar nicht so schlecht sein müssen, und die angeblich Unbefleckten gar nicht so rein sind, wie sie zu sein scheinen. Nach In Bedrängnis ist Orkan über Jamaika der zweite Roman Richard Hughes', den der Münchner Übersetzer Michael Walter zeitgemäß neu ins Deutsche bringt. Das ist vor allem deswegen gut, weil dieses feine, in seiner Aussage überzeitliche Buch nun wieder entdeckt werden kann.«
    Thomas Andre, Hamburger Abendblatt
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    »Tatsächlich kann man dieses Buch, in dem Piraten ein Schiff mit Kindern entführen und wo sich die Piraten manchmal als ›menschlicher‹ erweisen als die Kinder, als Weltliteratur bezeichnen.«
    Peter Meisenberg, WDR3 Mosaik

    »Die Kinder finden ihr Schiffsleben so aufregend, als wäre das Schiff ein Abenteuerspielplatz. Den sinistren, grausamen, ja, sogar mörderischen Ernst der Lage nehmen sie gar nicht richtig wahr, passen sich ihm aber ohne Skrupel an. ... Der illusionslose Blick des Autors Richard Hughes auf die kindliche Amoralität ist das eigentlich und beunruhigend Moderne an diesem Roman.«
    Sigrid Löffler, DeutschlandRadio Kultur
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    »Das Bestechende an Richard Hughes Roman ist nun aber die Umkehr aller Wertigkeiten und Rollenzuteilungen auf dieser überschaubaren Bühne, die das Schiff abgibt. Während der Kapitän und sein Maat die Humanisten in sich entdecken und immer wieder über ihren eignen Schatten springen, um den Kindern nicht nur als Raubeine entgegen zu treten, entwickeln sich die Kleinen, ähnlich wie in William Goldings Herr der Fliegen, zu unberechenbaren, autoritären, launischen Wesen, die die männliche Ordnung auf dem Schiff zunehmend untergraben und die Piraten ihrer Fähigkeit zur Piraterie berauben.«
    Peter Zimmermann, ORF

    »Selten sind Unbeschwertheit und Angst so unaufgeregt eindrücklich beschrieben worden.«
    Brigitte

    »Eine klischeefreie Sicht und die raffinierte Struktur machen den Roman zu einem spannenden Plädoyer für Menschlichkeit und Respekt. Hughes ist es meisterhaft gelungen, Kinder zu Helden zu machen.«
    Brigitte Kramer, Mare

    »Nun ist dem Übersetzer Michael Walter eine feine, spannende Neufassung gelungen, die vor allem durch das Fehlen jeglicher Moral, den tintenschwarzen englischen Humor und die frische Sprache besticht.«
    Renate Naber, WDR5

    »Der Roman äußerer Abenteuer wird so zum philosophisch-psychologischen Drama innerer Verstrickungen und Verdrängungen, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen in seinen unerbittlichen Sog zieht und weitere Opfer fordert - Todesopfer. ... Richard Hughes’ Roman verdankt einen Großteil seiner Wirkung der nüchtern-distanzierten Sprache des Erzählers, wobei die Übersetzung deren stilistische Brillanz ebenbürtig ins Deutsche transportiert.«
    Carmen Bossenz, Neues Deutschland
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    »Richard Hughes ist einfach ein begnadeter Erzähler. ... Der Roman als Summe ist für mich ganz ungewöhnlich gewesen, weil er wirklich alle Genres mischt des 20. Jahrhunderts und einfach ein großes Lesevergnügen ist, mit einem Erzähler, der mal dorthin springt, mal dorthin springt und dem Leser wirklich neben sehr brutalen Szenen auch ungemein viel komische Szenen liefert. ... Wo gibt es Romane, wo seekranke Tiger vorkommen, Affen aufm Schiff sind und Schweine über die es heißt: Dieses Schwein litt an mangelnder Entschlusskraft?«
    Rainer Moritz, NDR
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    »Mütterliche Hirnvernebelung und putzige Verniedlichung drohen hier nie.«
    Sabine Vogel, Berliner Zeitung

    »Die Geschichte, die Richard Hughes (1900–1976) erzählt, bezieht ihren großen Reiz daraus, dass eine vermeintlich klassische Seeräubergeschichte komplett gegen den Strich gebürstet wird.«
    Julia Kospach, Falter

    »Es ist nicht nur unglaublich spannend, sondern auch hintergründig und amüsant.«
    Cornelia Wolter, Kölner Stadt-Anzeiger und Main Echo