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  • 36 Ansichten des Berges Gorwetsch

Barbara Köhler
36 Ansichten des Berges Gorwetsch

  • Edition Spycher
    Herausgegeben von Thomas Hettche
    96 Seiten. Leinen. Leseband
    Mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Photographien

    € [D] 17.00 / € [A] 17.50 / SFr. 20.50 (UVP)

    ISBN 9783908777885


  • Barbara Köhler in der Edition Spycher


  • Inhalt
    Inhalt

    Seit Barbara Köhler 2007 mit dem Spycher: Literaturpreis Leuk ausgezeichnet wurde und zum ersten Mal ins Wallis kam, hat sie sich, schreibend, gehend, photographierend, dem Gorwetsch, dem Hausberg Leuks, immer wieder von Neuem und immer wieder anders genähert. In ihrem Nachwort schreibt die Autorin von den sich verändernden Zugängen zu ihrem Berg, die erst die Zeit ihr gewährte. Kostbar an diesem Buch ist aber auch, dass die Autorin diese Zeit sich nahm, denn vom Wissen um Dauer und Bedauern bezieht es seine große Ernsthaftigkeit und Schönheit.

    Bei Licht besehn bleibt ja nichts, ist keines Bleibens, kein Bleibendes; selbst Berge, das sieht man am Gorwetsch, vergehn.

  • Biogramm
    Barbara Köhler

    1959 in Burgstädt geboren und aufgewachsen im sächsischen Penig, studierte am Leipziger Literaturinstitut, veröffentlichte 1991 ihren ersten Gedichtband Deutsches Roulette. Katalogbeiträge zur Bildenden Kunst, Textinstallationen, Übersetzungen/Nachdichtungen von Gertrude Stein (Tender Buttons/Zarte knöpft, 2004) und Samuel Beckett (Mirlitonnades/Trötentöne, 2005), ein Gedichtzyklus zu Motiven der Odyssee (Niemands Frau, 2007), und zuletzt: Neufundland (2012). Außer mit dem Spycher: Literaturpreis Leuk wurde Barbara Köhler u.a. mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung, dem Clemens- Brentano-Preis, dem Literaturpreis Ruhr und dem Joachim Ringelnatz-Preis ausgezeichnet. Die Lyrikerin lebt seit 1994 in Duisburg.



  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »36 Ansichten des Berges Gorwetsch«

    »Köhlers Betrachtungsweise ist eine ganz besondere. Sie folgt weder neoromantischen Sehnsüchten noch dem Lamento der Öko-Dichter – und schon gar nicht einem forschen Kulturoptimismus. Barbara Köhler erfasst das Verhältnis von Mensch und Landschaft in einer ganz eigenen, entschleunigten Sprache. Wo die Holzschnitte Hokusais Tiefe nur ahnen lassen, sucht Barbara Köhler das Wesen der Landschaft und der Naturerscheinungen zu ergründen mittels Sprachexerzitien … Wo Kollegen ihrer Zunft sich als Harlekine geben oder Zivilisationsschelte betreiben, schlüpft sie in die Rolle der Naturhistorikerin und Geologin, mehr aber noch in die der Sprachzauberin, die – bei aller Ernsthaftigkeit – mit leichtfüßigen Perspektivwechseln und einem Hauch von Ironie aufwartet.«
    Dorothea von Törne, Die Welt
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    »36 Texte mit je neun Zeilen – das scheint wenig. Setzt aber die Sprachkünstlerin Barbara Köhler die Worte, wird das Lesen wie eine Wanderung durch eine Sprachlandschaft; entlang des Wegs mit seinen überraschenden Wendungen ergeben sich immer neue, erstaunliche Perspektiven.«
    Anne Horstmeier, WAZ
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    »In jeweils neunzeiligen Text-Passagen geht Köhler mit analytischem Feingefühl der geheimnisvollen Korrespondenz zwischen Gehen, Sehen, Sprechen nach. Ihr Blick sensibilisiert für das nicht Sichtbare. … Immer wieder verschmilzt die konkrete Landschaft mit der poetischen Topografie.«
    Carola Wiemers, Deutschlandradio
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    »Das fantasievolle Spiel balanciert zwischen Naturbildern, Grammatik und Geometrie und regt das Vorstellungsvermögen und den Möglichkeitssinn an. Analog zu crossmedialen Kunstwerken greifen Köhlers Ansichten nahtlos ineinander – eine spannende Mischung aus Sprachrhythmus, sinnlicher Erfahrung und Naturphilosophie. «
    Dorothea von Törne, Tagesspiegel
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    »Barbara Köhlers kleines leinengebundenes Gorwetsch-Bändchen ist kein typischer Reisebegleiter für Bergfexe. Aber es ist eine feinsinnige Studie, die sich langsam, präzise, aufmerksam und hintergründig einer Landschaft wie einem Gegenstand nähert.«
    Barbara Schäfer, Bayern 2

    »Sie kennt den Leuker Hausberg, den Gorwetsch gut,… weil sie ihn aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, tags, nachts, sommers, Herbst, Winter, in allen Jahreszeiten, schwarz-weiss fotografiert hat. Man sieht … wie also ein Berg lebt, wie er im Kontext zur Literatur steht, der Geographie, der Kulturgeschichte und so weiter. Sie hat also diesen Gorwetsch physisch und geistig wohl erwandert.«
    Heini Vogler, SRF2
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    »Bis in die letzte Faser hinein gebärdet Barbara Köhler sich hier als poetische Geografin, die ihre Anregungen sowohl aus mythischen Bereichen als auch aus der Anschauung bezieht.«
    Ulf Heise, Freie Presse

    »36 Ansichten des Berges Gorwetsch heisst ein schmales, aber gewichtiges Buch, das Barbara Köhler vorlegt. 2007 wurde die Autorin mit dem Spycher-Literaturpreis ausgezeichnet, der mit einem fünfjährigen Gastrecht in Leuk verbunden ist. ...
    Die Zugänge sind vielfältig. Sie führen über Sagen, die weit in die Geschichte zurückreichen und längst Teil sind des Berges, hin zu dessen geologischen Beschreibungen. Jeder Anlauf deckt nur einzelne Aspekte auf, jedem Versuch folgt ein neuer.«
    Neue Zürcher Zeitung
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    »Eine kluge, sinnliche Pionierarbeit.«
    Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung