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  • Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann

Helle Helle
Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann

  • Roman
    Aus dem Dänischen von Flora Fink
    Deutsche Erstausgabe
    224 Seiten. Gebunden mit Leseband

    € [D] 20.00 / € [A] 20.60 / SFr. 24.00 (UVP)

    ISBN 9783908777755

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778134
    € 14.99

    Rezensionen zum Buch bei
    lovelybooks.de


  • »Komm mir nicht mit deinen Klischees«


  • Inhalt
    Inhalt

    Susanne tröstet sich immer mit der Vorstellung vom Leben mit einem Mann, mit dem sie nur kurz zusammen war. Ein unkompliziertes, ein konkretes Leben, mit Zeit für Liebkosungen, sie gehen zur Arbeit, haben Kinder. Und es ist kein Verbrechen, von Familienfesten zu träumen … Doch diese Vorstellung mündet stets in ein schreckliches Schlussbild: Sie sieht sich selbst weinen angesichts all dieses Glücks, in dem es so gar keinen Zweifel gibt.

    Ein einziges Mal hatte sie zu ihm gesagt: »Kim, ich verlasse dich, ich weiß nicht, ob ich dich liebe.« – »Komm mir nicht mit deinen Klischees«, hatte er geantwortet, und das war wohl auch der Grund, weshalb sie blieb.

    »Verblüffend, mit welch geringen Mitteln diese Autorin größte Effekte erzielt … Helle Helle arbeitet mit dem Nichtgesagten … Zupackend lässt ihre Sprache das Schweigen erklingen, dramatisch die Szenen vibrieren.«
    Peter Urban-Halle, FAZ zu Rødby – Puttgarden

    Die Publikation des Titels wurde unterstützt vom Danish Arts Council

  • Biogramm
    Helle Helle

    HELLE HELLE, geboren 1965, debütierte 1993 mit Eksempel på liv (Beispiele von Leben). Es folgten u. a. die Romane Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann (2002, dt. 2012), Rødby – Puttgarden (2005; dt: 2010), Färseninsel (2008, dt. 2015), Dette burde skrives i nutid (2011) und zuletzt Wenn du magst (2016). Für ihre literarischen Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihre Bücher wurden bislang in 14 Sprachen übersetzt. Helle Helle lebt mit ihrer Familie in Lynge bei Sorø. Helle Helle gilt als eine der coolsten dänischen Autorinnen, in ihrem Heimatland sind ihre Bücher Bestseller. Weitere Informationen zu Helle Helle auf www.hellehelle.net.

     



    Flora Fink

    geboren 1980, studierte Nordische Philologie und schrieb ihre Magisterarbeit über das Werk Helle Helles. Sie übersetzte Helles Romane Rødby – Puttgarden (2010) und Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann (2012) ins Deutsche.



  • Bücher
    Bücher von Helle Helle

    Pic
    Helle Helle
    Färseninsel
    Pic
    Helle Helle
    Wenn du magst

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann«

    »Um den Ekel des Todes und das Komische am Leben einzufangen, bedarf es keiner großen Worte und heldenhaften Charaktere. Es reicht, den Blick auf die richtigen Details zu lenken … So reiht Helle Helle ein kleines Detail an das andere, einen knappen Dialog an den nächsten … Helles Stil ist schlicht und klar wie ein Stuhl von Arne Jacobsen, und schlicht und klar ist auch, wozu sich die vielen Details am Ende zusammensetzen: zu einer Geschichte über das Werden und das Vergehen.«
    Verena Mayer, Süddeutsche Zeitung

    »Natürlich ist der neue Roman von Helle Helle auch ein Gesellschaftsbild. So wird sie in ihrer Heimat gelesen – als Stimme einer Generation, die lange einen Überdruss am skandinavischen Wohlfahrtsstaat empfindet. Bei Helle Helle geht die Zeitdiagnose aber über gesellschaftspolitische Fragen hinaus … [Die Figuren] sind gefangen in sich, in Geschlechterrollen, in dem Gefühl von Stagnation. Und ausgerechnet dort, wo die Geburt eines Kindes diese überwinden könnte, wo etwas in Bewegung kommt, eröffnet die hyperrealistische Alltagsgeschichte einen Abgrund durch einen rätselhaften Tod.«
    Sandra Kerschbaumer, FAZ
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    »Vorstellungen, Illusionen, Vermutungen und Tagträume sind das Einzige, was Helle Helle Werk für Werk ihren Figuren an Geist und Tiefe belässt. Sie könnten aus einem strengen Lehrbuch des Lebens stammen, auch wenn sich die Autorin jeden Kommentar versagt. Wir verstehen auch so, und die Welt, die sie gestaltet, hat etwas beinahe Exemplarisches.«
    Verena Stössinger, NZZ am Sonntag

    »Helle Helles Buch ist in diesen tragisch-absurden Zügen voll komischer oder humoristischer Pointen, und am Ende zieht man den Hut vor ihrer durchdach-ten Arbeit, in der nichts dem Zufall überlassen wird – ganz im Gegensatz zu dem, was Helles Figuren manchmal widerfährt, das sie aber nicht zu nutzen wissen.«
    Peter Urban-Halle, NZZ
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    »Ihr einfacher, kommentarloser Stil täuscht: Helle Helle folgt den Personen wie mit Kamera und Mikro und zeigt in dieser von ihr minimalistisch verknappten Authentizität trotzdem das Wesentliche.«
    Ellen Pomikalko, BuchMarkt

    »Der Roman beginnt mit einem Paukenschlag. Den hat man die ganze Zeit im Hinterkopf, will ihn sich erklären. Als ob alles im Leben eine konkrete Ursache haben müsste. Hat es aber nicht.«
    Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland
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    »Es sind einfache, ganz gewöhnliche Leute, über die Helle Helle schreibt – ganz alltägliche Situationen, lakonische Dialoge. Das ist alles extrem unglamourös. Aber sie macht aus dem banalsten Kleinbürgerleben etwas exemplarisch Menschliches … Man sollte und kann Helle Helle sehr gut lesen, weil sie eine Meisterin der Beiläufigkeit ist … Es lohnt sich also diese Autorin zu entdecken.«
    Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung
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    »Präzise schildert Helle Helle, was und wie Susanne sieht und hört – zu Hause mit Kim und Esther, beim Yogalehrer und in der S-Bahn. Und plötzlich ist man mittendrin im Chaos ihrer Gefühle, der Widersprüche, der Ängste und Wünsche – ohne, dass sie benannt werden würden. Alles wird deutlich im Nebeneinander, im Rhythmus der Worte und der Satzstruktur. Dass das in diesem Roman gelingt, liegt auch an der meisterlichen Leistung der Übersetzerin Flora Fink.«
    Kirsten Martins, BR2 KulturWelt

    »Genau darum ist Helle so gut, weil sie einen fast völligen Stillstand der Liebe immer noch spannungsvoll zu beschreiben vermag bis in leiseste Stimmungsschwankungen.«
    Christine Richard, Basler Zeitung

    »Susanne, die Hauptfigur, hat nicht viele Worte. Und wenn sie etwas sagt, dann geht das immer haarscharf an dem vorbei, was sie eigentlich sagen möchte. Esther, die bei ihr einzieht, ist das Gegenteil ... Susanne hat es schwer mit der Anwesenheit dieser Frau, die den ganzen Zucker und das ganze Toilettenpapier verbraucht. Aber sie kann es nicht aussprechen…«
    Helle Helle in einem Interview mit Ruth Bender von den Kieler Nachrichten auf die Frage, ob Helle Helles Sprache nicht nur Instrument, sondern auch das Thema sei

    »Seite für Seite erzählt Helle Helle kleine Geschichten aus Susannes Leben: Von Gesprächen mit Zufallsbekanntschaften in öffetlichen Verkehrsmitteln, dem flüchtigen Sex mit einem Yogalehrer, von Unterhaltungen mit ihrem Mann über die Zwangsläufigkeit von Familienfesten.«
    Gesine Strempel, WDR3

    »Man hat Helle Helle zu Recht als meisterhafte Deuterin der Mittelschicht bezeichnet … Sie schreibt schnörkellose, klare Sätze … Die große Begabung von Helle Helle liegt dabei in ihrem scharfen, pointierten Blick.«
    Rainer Moritz, NDR Kultur

    »Ich habe absolut kein Rezept für ein unkompliziertes Leben. Das wäre ja auch öde. Das Leben sollte voller Komplikationen sein, sonst wird es langweilig. Außerdem habe ich persönlich viel aus komplizierten Beziehungen gelernt. Mit jeder Ehe wurde ich besser (lacht).«
    Helle Helle in einem Interview der Rhein-Neckar-Zeitung auf die Frage, wie man ein unkompliziertes Leben mit einem Mann führt

    »Auch hier macht die besondere Fähigkeit von ›2x Helle‹ zum raffinierten Erzählen mit scheinbar einfachsten Mitteln die Lektüre zum gewinnreichen Vergnügen auf hohem literarischen Niveau.«
    Thomas Borchert, dpa

    »Der Leser bleibt außerhalb der Figuren, er sieht nur ihre Handlungen, hört ihre Äußerungen und muss irgendwie damit zurechtkommen, wir streifen sie nur in flüchtigen Begegnungen. Aber trotzdem oder besser deswegen ist Helles zweiter auf Deutsch erschienener Roman große Literatur … Tatsächlich waltet bei ihr weniger ein Minimal- als vielmehr ein Maximalprinzip, nämlich insofern sie mit minimalen Erzählmitteln maximale Wirkung erzielt.«
    Tobias Prüwer, kreuzer

    »So äusserlich wie die Figuren ihre Welt registrieren und beobachten, so scheinbar äusserlich ist auch der Blick von Helle Helle. Präzise schildert sie, was und wie Susanne sieht und hört … Und plötzlich ist man mittendrin im Chaos ihrer Gefühle, der Widersprüche, der Ängste und Wünsche, ohne dass sie benannt werden würden. Alles wird deutlich im Nebeneinander, im Rhythmus der Worte und der Satzstruktur.«
    Kirsten Martins, Inforadio rbb

    »Orte, Charaktere und Begebenheiten sind zeitlos und unkonkret. In feinster postmoderner Manier schreibt Helle Helle vom Alltagsleben der jungen Susanne. Die Handlung baut auf menschlichen Interaktionen auf und behandelt natürlich auch das mehr oder weniger komplizierte Leben mit einem Mann.«
    Julia Reck, Nørdhæftii

    »Helle Helles Buch ist ungefähr so wie das Wetter in Dänemark: Sonne und Regenwolken liegen dicht beieinander. Erzählt in einem angenehm unaufgeregten, lakonischen Stil – so sparsam und gleichzeitig voller Empathie wie ein Dogma-Film.«
    Korinna Hennig, NDR

    »Die Geschichte von Susanne … ist fesselnd und ergreifend. In klarer und ruhiger Sprache, mit fast kühlem Ton, erzählt die Autorin davon, wie Susanne ihren Alltag meistert und mit mehr oder weniger gravierenden Veränderungen zu Recht kommt. Dialoge, die auf den Punkt formuliert sind, leiser Humor und ein tiefer Einblick in Susannes Gefühlswelt … sorgen dafür, dass der Roman den Leser packt. Helles Roman, deren Erzählstil an Autorinnen wie Zsuzsa Bánk oder Judith Hermann erinnert, wirkt lange nach, gerade auch, weil Susanne und Esther einem so nahe kommen.«
    Nadine Fitzke, Buchprofile/Medienprofile

    »Ab und zu tröstet sich also Susanne mit der Vorstellung von einem Lebenspartner, der sie nicht für die Illusion einer richtigen Familie auslacht. Und weil die Vorstellungen so schön sind, hält sie an ihnen fest. Sprachlich schlicht und überzeugend, wie die Thematik, so dass die empfindsamen Dialoge selbst für den Leser schmerzhaft sind.«
    Susann Harring, Ostthüringer Zeitung

    »Helle Helle verfügt über etwas, was nicht nur bei Musikern wichtig ist: einen unverwechselbaren Sound. Man muss nur ein paar Sätze von ihr lesen und weiß schon, dass nur Helle Helle sie geschrieben haben kann … Helle Helle erzählt nur scheinbar banale, in Wirklichkeit vielmehr groteske, oft sehr lustige und, wie ich finde, typisch dänische Geschichten, wie man sie als deutscher Leser vermutlich am ehesten aus dänischen Filmkomödien kennt.«
    Matthias Borngrebe, matthiasborngrebe.de
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    »Helle Helle gelingt es, auch hier das Maß zu bewahren, nicht in die Emotionalität amerikanischer Fernseh-Soaps zu verfallen. Elegant unterläuft sie dabei alle gängigen Klischees, spröde und präzise in der Sprache und treffsicher in der Schilderung. Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann ist eine der besten bisher in diesem Jahr vorgestellten Neuerscheinungen des Literaturmarktes … Es ist mit seinem Gewicht des Normalen höchst lesens- und empfehlenswert. Von den Musenblättern bekommt das Buch unsere Auszeichnung: den Musenkuß.«
    Frank Becker, Musenblaetter.de

    »[Helle Helle] ist eine Meisterin der kühlen, präzisen Sprache. Intimes wird bei ihr nie schmalzig oder grob, ihre Dialoge sind lakonisch und von einem verhaltenen Humor. Hier lässt sie das verlegene Schweigen einer von ihrer Beziehung nicht überzeugten Frau laut erklingen.«
    Wolfgang Bortlik, 20 Minuten

    »Unterhaltsames Kammerspiel mit tollen Alltagsbeobachtungen.«
    Elle

    »Die Welt, in der Helle Helles Protagonisten angesiedelt sind, ist meist unspektakulär, belanglos ... Doch in all ihren Schilderungen bleibt vieles ungesagt. Genau dies ist die Kunst Helle Helles … Die teilweise grotesken Situationen werden von den Agierenden wie selbstverständlich getragen, obwohl sie häufig zwischen Lachen und Weinen schwanken. Dazwischen schwelen und brodeln Konflikte, die letztlich jeder mit sich selbst austrägt.«
    Annegret Glock, Schreiblust-Verlag

    »Ich möchte, dass die Leser in meine Personen eintauchen ... Jedes Wort meint etwas. Jedes Wort sagt etwas. Und ich möchte, dass Leute etwas fühlen. Ja, ich will sie auch steuern – zu etwas Gutem, hoffe ich.«
    Helle Helle in einem Interview mit Frank Keil für das Nordis-Magazin auf die Frage nach ihrer Strategie beim Schreiben eines Romans

    »Man muss eine gewisse kühle Art ins Schreiben legen, um es zu kontrollieren. Ich fühle mich aber auch nicht als die Minimalistin, als die ich oft bezeichnet werde. In Dänemark wird derzeit generell viel von Minimalismus in der Literatur gesprochen. Aber anders als etwa in der bildenden Kunst, im amerikanischen Minimalismus der 1960er, wo man zum Beispiel mit kalten Materialien arbeitete, um dem Betrachter nichts an Deutung vorzugeben, ist das in der Literatur nicht möglich. Sprache ist nicht Stahl, sie transportiert immer schon Bedeutung.«
    Helle Helle im Interview mit Tobias Prüwer für den Leipzig Almanach

    »Helle Helle beschreibt mit einem großen Sinn für die Alltagsszenen … Es gibt herrliche Sätze, herrliche Passagen.«
    Rainer Moritz, Spreeradio

    »Vom Leben, Lieben und Leidern der Dänen weiß die Erfolgsschriftstellerin Helle Helle zu erzählen. In ihrem Bestseller Die Vorstellung von einem unkompli-zierten Leben mit einem Mann forscht sie der pikanten Frage nach, warum er-fülltes Liebesglück so schnell in Ermüdung mündet.«
    Hermann Barth, In-München

    »Das schmale Buch der dänischen Erfolgsautorin liest sich spannend und leicht. Frauen werden sich in ihren täglichen Reibereien bestätigt, Männer werden sich ebenfalls an dergleichen erinnert fühlen.«
    Urs Berger, Biel-Benkemer Dorf-Zytig