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  • Was ich dir schon immer sagen wollte

Alice Munro
Was ich dir schon immer sagen wollte

  • Dreizehn Erzählungen
    Aus dem Englischen von Heidi Zerning
    Deutsche Erstausgabe
    384 Seiten. Leinen. Leseband
    3. Auflage

    € [D] 24.00 / € [A] 24.70 / SFr. 29.00 (UVP)

    ISBN 9783908777564

    Jetzt auch als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778158
    € 9.99

    Rezensionen zum Buch bei
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  • Flirrend zwischen Zorn und Versöhnung


  • Inhalt
    Inhalt

    In den dreizehn Erzählungen ihres zweiten Erzählbandes Was ich dir schon immer sagen wollte von 1974, der jetzt erstmals auf Deutsch erscheint, stellt Alice Munro ihre präzise Beobachtungsgabe und den ihr eigenen unprätenziösen Erzählstil, für die sie in unseren Tagen so berühmt ist, unter Beweis. Diese Meisterschaft ließ keinen geringeren als John Updike sie mit Tschechow vergleichen, und Jonathan Franzen greift den Vergleich immer gerne wieder auf, wenn er von Alice Munro schwärmt und sie in seinen Interviews unermüdlich als mögliche nordamerikanische Literaturnobelpreisträgerin ins Spiel bringt.

    Flirrend zwischen Hoffnung und Liebe, Zorn und Versöhnung suchen die Schwestern, Mütter, Töchter, Tanten, Großmütter und Freundinnen in diesen Geschichten immer neue Wege, ihre Vergangenheit und ihre Gegenwart – und das, was sie von der Zukunft zu wissen glauben – auszusöhnen.

    »Sowieso die Größte, wenn es um Erzählungen geht. Zwar ist es infam, Munro als ›Frauenschriftstellerin‹ abzutun, andrerseits: Die Frau, die ihren Geschichten nicht verfällt, ist keine echte Leserin. … Am besten, man liest alles, was es von Alice Munro gibt.«
    Eva Menasse, Die Welt

  • Biogramm
    Alice Munro

    1931 in Ontario geboren, gehört zu den renommiertesten Autorinnen der Gegenwart. Sie hat zahlreiche Erzählbände und einen Roman veröffentlicht. Für ihr umfangreiches literarisches Werk wurde sie mit unzähligen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2009 mit dem renommierten Man Booker International Prize und 2013 mit dem Literaturnobelpreis. Alice Munro lebt in Ontario, Kanada.



    Heidi Zerning

    übersetzt seit vielen Jahren englische und amerikanische Literatur, unter anderem Truman Capote, Steve Tesich, Virginia Woolf und eben Alice Munro, als deren »deutsche Stimme« sie gilt.



  • Bücher
    Bücher von Alice Munro

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    Pic

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Was ich dir schon immer sagen wollte«

    »Wer Alice Munro noch nicht kennt, sollte unbedingt mit diesem Band beginnen. Die Kunst der Aussparung, die feine Verknüpfung von Motiven und Details, die verblüffenden Aufschwünge zu Lebensweisheiten von strahlender Klarheit und die Schlusswendungen, die einer Geschichte einen völlig neuen Dreh geben, all dies ist hier in Reinform zu bewundern. Kraftvoller und disziplinierter ist ihre Erzählkunst selten gewesen.«
    Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung

    »Die 13 Texte in Was ich dir schon immer sagen wollte zeigen Munros Meisterschaft: Das Geheimnis ihrer Stories besteht darin, dass es in ihnen nichts Heimliches gibt, aber doch Dinge, die nicht erzählt werden dürfen – und gleichwohl verborgen im Text stehen und sich im Kopf des Lesers entfalten. Munro wurde des Öfteren mit Tschechow verglichen – ganz vermessen ist der Vergleich nicht.«
    Ulrich Rüdenauer, Börsenblatt

    »Alice Munros Kunst konzentriert sich auf die kleinen Gesten, die scheinbaren Nebensächlichkeiten, die unterdrückten Gefühle, die beiläufigen Explosionen. Sie entdeckt die Herrschsucht hinter dem Ordnungsfimmel, erkennt die Ratlosigkeit hinter dem Ehebruch. In Nebensätzen erblühen ganze Lebenswelten und füllen unsere Köpfe aus … Und es ist fantastisch zu sehen, wie in diesen Geschichten schon die ganze Könnerschaft der Munro aufscheint … Wie hinter wüster Grobheit zärtliche Träume hocken und wie die Sehnsucht nicht aufhört, sich Wege zu bahnen durch Armut, Alkohol und das alltägliche Einerlei von entkräfteten Ehen.«
    Gabriele von Arnim, Welt
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    »Fatalphänomenal. Einen Abgrund an Missgunst in einem Nebensatz, ein Universum an Verachtung in einer hingeworfenen Bemerkung – Alice Munro aus Kanada ist die Königin des fatalen Details … Pointiert, klug, schlicht brillant.«
    Stern

    »Alice Munro gilt als Meisterin der literarischen Kurzform, als Sängerin des oft in einen kleinstädtischen Rahmen gesperrten Alltagslebens, als vorab auf ›weibliche‹ Themen fokussierte Schriftstellerin; da erstaunt es immer wieder, wie viel Spreng- und Zerstörungskraft sie in ihre vermeintlich so harmlosen Settings zu schmuggeln weiß. In der Regel geschieht das unter der Hand, wobei das Böse sich so lautlos sanft und gleichzeitig grell entfaltet wie eine einzelne Mohnblüte auf dunklem Humus.«
    Angela Schader, NZZ
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    »Alice Munro gehört zu den besten lebenden Short-Story-Autoren weltweit. Jetzt ist eines ihrer frühen, wichtigen Bücher erstmals auf Deutsch erschienen. Ein bildschön ausgestatteter, literarisch fabelhafter Band.«
    Focus

    »Alice Munros Erzählungen über kleine Alltagserlebnisse faszinieren durch ihre Tiefendimension. Und man kann die Menschenkenntnis dieser Autorin nur bewundern.«
    Sabine Peters, Büchermarkt, Deutschlandradio Kultur
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    »Alice Munro glüht vor Interesse am Innenleben der Menschen, ihren Geheimnissen, die nur manchmal für Sekunden sichtbar werden, vielleicht wenn jemand tanzt und man einer schwungvollen Drehung sieht, wie viel Leidenschaft, unausgelebte Träume da unter einer gut dressierten Oberfläche sind.«
    Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur
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    »Sind Munros Geschichten wahrhaftiger als andere? Lässt sie gerade jenes eine fürchterliche Detail nicht aus, vor dem jeder andere sich in kurzfristiges Schweigen oder einen Hauch von Kitsch retten würde? … Vielleicht könnte man es – ein weiterer Anlauf – so sagen: Bei Alice Munro kommt das Eigene eines jeden Menschen zu seinem Recht, das vielzitierte ›krumme Holz‹, aus dem nach Kant der Mensch gemacht sei, in seiner jedesmal neuen Krumm-heit.«
    Walter Klier, Wiener Zeitung

    »Diese späte Veröffentlichung hierzulande ist ein Ereignis ... Die Geschichten sind von zeitloser Gültigkeit, weil sie uns zeigen, wie wir das Leben immer schon hauptsächlich verbringen – nämlich ›ratlos rudernd‹, so heißt es in einer dieser starken Storys.«
    Knut Cordsen, BR2

    »Die 13 Erzählungen dieses Bandes, die von Heidi Zerning einmal mehr hervorragend übersetzt wurden, zeigen Alice Munro bereits auf der Höhe ihrer Kunst. Sie beherrscht auf unvergleichliche Weise die Fähigkeit, Geschichten nicht zuletzt durch Auslassungen zu erzählen. Biografien gewinnen nicht in erster Linie durch Handlung an Bedeutung, vielmehr durch Stimmungen, schnell aufflammende Gefühle, mühsame Erkenntnisse und Wendungen. Ihr Ton ist voll lakonischer Empathie.«
    Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur
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    »Dass Autoren, die ausschließlich Erzählungen schreiben, damit berühmt werden, kommt äußerst selten vor. Bei Alice Munro aber bekommen selbst Leser glänzende Augen, die sonst ausschließlich Romane lesen. Die Kanadierin erzählt unprätenziös und ungemein filmisch: Ohne lange Vorrede landet man direkt im Leben ihrer Protagonistinnen … Was ich dir schon immer sagen wollte ist Alice Munros zweiter Erzählband von 1974, der jetzt erst auf Deutsch erschien – und genauso lesenswert ist wie alles, was danach kam.«
    Korinna Hennig, NDR

    »Mit Was ich dir schon immer sagen wollte hat der Schweizer Dörlemann Verlag nach Tanz der seligen Geister erneut frühe, fast vollendete Erzählungen Munros aus den 1970er-Jahren herausgebracht. Es geht um Frauen. Ehefrauen, Tanten, Großmütter... Das heißt nicht, dass die Geschichten nur Frauen unter die Haut gehen. Eine große Ungerechtigkeit der literarischen Welt ist: Die Kanadierin hat noch nicht den Nobelpreis bekommen.«
    Peter Pisa, Kurier
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    »Nachdem die Übersetzung des Debüts von 1968 bereits vor zwei Jahren beim Dörlemann Verlag erschienen ist, kommt nun der zweite Band von 1974 erstmals auf Deutsch heraus. Und er beweist wiederum: Munros Meisterschaft ist schon im Frühwerk angelegt.«
    Daniel Arnet, SonntagsZeitung

    »Munro ist Meisterin einer Kunst: Kaum ein Autor kann so minimalistisch so mammutgrosse Geschichten und Themen stemmen, kann Romane so präzis auf zwei, drei Dutzend dichte Seiten packen … Ihre Figuren begleiten uns nur kurz und brennen sich doch besser ins Gedächtnis als mancher Held einer dicken Schwarte … Munros Geschichten … sind unspektakulär, unprätentiös, der Stil scheint sich regelrecht zu verstecken, ist luzid; das Feinstoffliche leuchtet durch den Stoff hindurch, das Grundsätzliche durch die Nichtigkeiten, durch einen Nachmittag zwischen dem Nippes der kanadischen Provinz.«
    Alexandra Kedves, Tages-Anzeiger
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    »Ihre minutiös gearbeiteten Texte glänzten schon damals durch makellose stilistische Eleganz und fesselnde dramaturgische Raffinesse. Und sie bestechen durch die Wachsamkeit, mit der sie unangenehme und doch weit verbreitete menschliche Regungen registrieren. Es geht um die Grausamkeiten, die sich im Kreis der Familie und zwischen scheinbar Liebenden abspielen.«
    Kirsten Voigt, SWR2

    »Die erstmals auf Deutsch vorliegenden Geschichten aus Munros zweitem Erzählband zeigen bereits alle Stärken der Autorin, die Sprachkraft, den sorgfältigen Aufbau, die Kunst des Weglassens. Denn man kann es sich nicht in der epischen Geborgenheit eines umfangreichen Romans gemütlich machen. Die komprimierte Form zwingt dazu, dem Leser die Figuren sehr schnell nahezubringen. Das beherrscht Munro wie vielleicht keine Zweite.«
    Andrea Bollinger, Basler Zeitung

    »Alice Munro schreibt scharfsichtig und immer mit Sympathie für den Fehltritt, die Lust, das Elend, für kleinmütige Ängstlichkeiten und Seelenkerker. Und seziert mit lichtem Blick unser tägliches Dasein.«
    Gabriele von Arnim, NDR1 Niedersachsen

    »Was ich dir schon immer sagen wollte… aber tatsächlich nie tun werde: Aus der tiefen Kluft zwischen dem, was sein könnte, und dem, was ist, schöpft Alice Munro den Stoff für ihre Erzählungen. Ein von Pflichten ausgefüllter Alltag als Tochter, Schwester, Ehefrau, Witwe oder Lehrerin lässt ihren durchwegs weiblichen Hauptfiguren wenig Raum für Träume, Hoffnungen, Erwartungen. Und doch sind gerade sie prägend für ihr Leben, ergeben zusammen mit den Anforderungen der Existenz ein Spannungsfeld, das Alice Munro stets aufs Neue mit der Genauigkeit, Hartnäckigkeit und Unbestechlichkeit einer guten Wissenschafterin und dem Einfühlungsvermögen einer guten Freundin umgräbt.«
    Christina Rademacher, Salzburger Nachrichten

    »Alle Erzählungen demonstrieren bereits in nahezu perfekter Weise die Kunst der kleinen Form, für die Alice Munro so geschätzt und von Kolleg(inn)en in den USA als ›kanadischer Tschechow‹ gepriesen wird.«
    Gerold Martin, Main-Echo

    »Alice Munro beschreibt Sehnsüchte und häusliche Machtspiele in der eintönigen Provinz, zwischengeschlechtliche Missverständnisse, Generationskonflikte und Familienaffären. Manchmal nur durch einen Blick, einen Satz, eine Geste. Bis zu jenem unbekannten und entscheidenden Punkt, an dem sich alles, was danach passiert, verändert. Wunderbar. Tragikomisch und wahr.«
    Armgard Seegers, Hamburger Abendblatt
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    »Die Zürcher Verlegerin Sabine Dörlemann hob zum zweiten Mal einen Schatz: Nach Munros Debütband Tanz der seligen Geister ließ sie eine frühe Story-Sammlung aus dem Jahr 1974 von Heidi Zerning kongenial übersetzen. Munros sehr weiblicher Blick richtet sich darin auf Geschlechterdifferenzen, die so unbedeutende Kleinigkeiten wie die Emanzipation schadlos überstanden haben … In den frühen Storys beherrscht Munro bereits die genialen Wendungen, in denen vermeintliche Wahrheiten sich ins Gegenteil verkehren.«
    Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

    »Gehaltvoll wie kleine Romane und doch filigran kreisen diese Frauenstories um Geheimnisse und Rätsel, Unausgesprochenes und Unerwartetes, das als Pointe so grausam wie komisch sein kann.«
    Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

    »Wie man es manchmal nicht lassen kann, an schorfigen Hautstellen zu kratzen, auch wenn es dann brennt, so betrachtet Munro die unguten Gefühle eines Menschen, die winzigen Stimmungsschwankungen, die ein Leben mehr prägen, als wir es uns eingestehen. Und findet dafür ebenso unaufgebauschte wie präzise Worte.«
    Bettina Fraschke, Hessische/Niedersächsische Allgemeine

    »Kurz und gut. Große Literatur in kleiner Form.«
    Madame

    »In Alice Munros Geschichten ereignet sich Wesentliches oft in der Nacht. Im Dunkel, wenn das Sehen unscharf wird und die Kontrollmechanismen nachlassen. Sie steuern auf solche Momente hin, unterschwellig, kaum ausgesprochen, aber wahrnehmbar als federleichte Unruhe. Dabei ist ihre Sprache klar und nüchtern, frei von Larmoyanz und auch frei von Parteinahme.«
    Silvia Hess, Aargauer Zeitung

    »Schon in ihren frühen Erzählungen erweist sich Munro als Meisterin der offenen Enden. Ihre Formulierungen sind so fein und verhalten, dass sich die Möglichkeit menschlicher Abgründe oft erst beim zweiten oder dritten Lesen auftut. Mit sprachmächtigem Werkzeug tastet sie ihre Figuren nach deren empfindlichsten Stellen ab. Ganz ohne Schmerzen geht das nicht. Doch anstatt triumphierend Skandale zutage zu fördern, reicht es ihr, die Ablagerungen des Unbewussten ein wenig aufzuwühlen.«
    Anja Kümmel, Weser Kurier

    »Was ihren Heldinnen zustößt, mag im Augenblick gewichtig und dramatisch sein, doch Munro setzt es in einen so weiten Zeitkontext, dass es im Rückblick zum normalen Auf und Ab des Lebens wird. Glück, aber auch Unglück sind von der Erinnerung erzeugte Gefühle. Die tatsächlichen Empfindungen sind immer zweischneidiger, uneindeutiger. Deshalb gibt es bei Munro weder vollkommene Verzweiflung noch Seligkeit. Dazwischen liegt das Leben, das sich ihre Heldinnen selbst schaffen – zum Besseren oder Schlechteren.«
    Julia Kospach, Falter

    »Die Meisterin der Erzählungen Alice Munro präsentiert in Was ich dir schon immer sagen wollte 13 Kurzgeschichten, gewohnt schnörkellos geschrieben … Pflichtlektüre!«
    Nina Zeller, Freundin

    »Alice Munro breitet Lebens- und Familiengeschichten aus, ohne einen Skandal oder eine Vulgarität in den Mittelpunkt zu stellen: Häufig sind es die gerade nicht explizit beschriebenen Begebenheiten, die ein großes Glück oder Unglück, einen Wende- oder Endpunkt auslösen. Alice Munros Stil ist unprätentiös, klar und elegant, die Lektüre ein Genuss, der eigene Interpretationen verlangt – als betrachte man ein Gemälde von Edward Hopper, dessen eigentliche Geschichte sich nicht im Abgebildeten abspielt.«
    Christina Mohr, CulturMag
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    »Alice Munro versteht es, mit schlichten Worten Abgründiges wie auch Gewöhnliches sehr eindringlich zu schildern. Mit kurzen, intensiven Blicken hinter die Fassaden deckt sie die Seelen ihrer Figuren auf.«
    Annegret Glock, Schreiblust Verlag

    »Die vorrangig weiblichen Protagonisten reflektieren mit sensibler Intelligenz gescheiterte Affären, lebenslange Ehen, einschneidende Jugenderlebnisse und Entscheidungen, die sie trafen oder auch umgingen. Die Stimmungen der Figuren schwingen durch die Erzählungen und führen zu unerwarteten Bekenntnissen, deren tiefgründige Wahrheit lange im Leser nachhallt.«
    Jeanne Wellnitz, Bücher

    »Um die scheinbar intakte Oberfläche in einer Beziehung aufzubrechen, braucht die Menschenkennerin Munro nicht viele Worte oder gar langatmige psychologische Erklärungen. Wie immer sind es die kleinen Gesten, leicht dahin gesagte Bemerkungen, hinter denen sich eine tiefere, schmerzhafte Wahrheit offenbart.«
    Marion Lühe, Die Märkische

    »Die Frauen in Munros Erzählungen malen sich ein anderes Leben aus … Was bleibt, ist das Bedürfnis, nicht die zu sein, die sie sind. Während die Bestrafung darin besteht, genau so zu sein, wie sie sind. Und zu lernen, trotzdem zufrieden zu sein. Alice Munro schreibt darüber so einfach, so unverstellt und wie dahingesagt: und doch so voller Weisheit und Lachen und von Grund auf wahr.«
    Ingrid Mylo, Badische Zeitung

    »Scharfe psychologische Beobachtung und eine präzise Analyse der dunklen Seiten der menschlichen Seele zeichnen die Geschichten aus, die in klarer Prosa verfasst, aber inhaltlich nicht ganz so klar sind. Denn Munro erzählt geradezu Two-in-One-Geschichten. Die erste Geschichte liegt an der Oberfläche und ist leicht zu erfassen. Nur bei genauer oder wiederholter Lektüre bemerkt man die ein oder zwei versteckten Andeutungen, die den Schlüssel liefern, mit dem man die Tür zum Subtext öffnet ... Munro treibt ein geschicktes Spiel mit dem Unausgesprochenen und dem Unaussprechlichen, lässt viele Enden offen.«
    Almut Oetjen, literaturkritik.de
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    »Ein neuer (alter) Erzählband der Grande Dame der amerikanischen Short Story ist nach 40 Jahren nun erstmals auf Deutsch erschienen … Die sehr genaue unsentimentale Beobachtungsgabe, verbunden mit großer erzählerischer Feinsinnigkeit und Diskretion, ist meisterhaft.«
    Sonja Baude, AVIVA-Berlin
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    »Alice Munro ist eine aufmerksame Erzählerin. Behutsam nähert sie sich ihren lebensnahen Figuren und findet Erklärungen dafür, was sie schon immer sagen wollten, aber nicht konnten. Wie durch ein Mikroskop betrachtet sie Verhaltensmuster, die das Leben bestimmen und nicht durchbrochen werden können. Die dreizehn Erzählungen sind von einer Intensität, die für lange Zeit nachdenklich stimmt, außerordentlich und faszinierend geschrieben.«
    Heike Huslage-Koch, Lesekreis.org
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    »Mit kühnen Erzählsprüngen und umstandsloser Direktheit packt die 80-jährige Kanadierin seit 40 Jahren die Pracht und Niedertracht eines ganzen Romans in jede ihrer Kurzgeschichten.«
    Elisabeth Weller, LIFT Stadtmagazin

    »Alice Munro wagt sich mit ihren Erzählungen in vermintes Gelände, dorthin, wo die Psyche am sensibelsten reagiert und die Sprache meist versagt.«
    Ingrid Bertel, Radio Vorarlberg

    »Zum ersten Mal erscheint dieser zweite Erzählband der Königin der Kurzgeschichten auf deutsch ... Wie Munro ihre Personen beschreibt, die Verhältnisse, in denen sie leben, ihre Verbindungen zueinander. Einfach grossartig. Und die Presse überschlägt sich. Zu Recht!«
    Samy Wiltschek, Jastram Kulturblog

    »Kaum jemand bringt Glück und Niedertracht des Schicksals so auf den Punkt wie die seit Jahren für den Nobelpreis gehandelte Kanadierin.«
    HÖRZU

    »Alice Munro fasziniert mit einem bezaubernden Erzählstil mit Sinn für perfekte Details und exaktes Timing. Die Geschichten schliessen weder mit Happy Ends noch bombastisch, es ist mehr, als würde man eine Tür einen Spalt breit öffnen und dann wieder sachte schliessen und die Menschen weiterleben lassen. Doch jedes Leben ist es wert, erzählt zu werden. Bleiben wir also realistisch, realistisch wie Alice Munro.«
    Noemi Jenni, nahaufnahmen.ch

    »Die meisten der Geschichten erfassen die Leben von Menschen, die sonst am Rande stehen und nicht weiter auffallen würden. Wenn man sich auf diese Beobachtungen einlässt, wird einem unaufdringlich und umso überzeugender vom Altern, vom Sterben und Verschwinden erzählt.«
    Sabine Schönfellner, Büchermagazin Eselsohren

    »Erstaunlich, wie zeitlos Munros Figuren und ihr Erleben sind … und unbegreiflich, dass ihre frühen Erzählungen erst jetzt übersetzt wurden. Wieder für alle empfohlen.«
    Regine Mitternacht, ekz Lektoratsdienst

    »Wie hätte das Leben verlaufen können, wenn nur Kleinigkeiten anders verlaufen wären? Munro arbeitet regelrecht mit Widerhaken, Stellen, die man liest und die einem erst hinterher in ihrer Bedeutung auf- und in ihrer Wirkung nachgehen.«
    Dirk Steinfort, Theologie und Literatur

    »Das Zwischenmenschliche, die kleinen, persönlich wirkenden Anekdoten machen das Werk besonders. Munro versteht es kleine magische Momente zu erschaffen und einem das Gefühl zu geben, man sei ganz nah an den Hauptcharakteren dran.«
    Buchbesprechung.de
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    »…das ist wohl die Kunst der Alice Munro, die ihre Leser auch in kurzen Texten so an so an die Figuren zu binden vermag, wie es vielen Schriftstellern nur über die Länge eines Romans gelingt.«
    Stefanie Laube, leselink.de