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  • »Als Gruß zu lesen« <br>Russische Lyrik von 2000 bis 1800

Felix Philipp Ingold
»Als Gruß zu lesen«
Russische Lyrik von 2000 bis 1800

  • Ausgewählt, herausgegeben und übersetzt von Felix Philipp Ingold
    536 Seiten. Leinen mit Leseband

    € [D] 33.00 / € [A] 34.00 / SFr. 40.00 (UVP)

    ISBN 9783908777656


  • Zwei Jahrhunderte russischer Lyrik


  • Inhalt
    Inhalt

    Für diese ungewöhnliche Auswahl, die von der Gegenwart in die Zeiten Puschkins zurückreicht, wurden die meisten Kriterien, die eine anthologische Sammlung bestimmen, außer Acht gelassen. Dennoch – und deshalb – ist sie repräsentativ für die russische Lyrik der vergangenen zweihundert Jahre sowohl in Bezug auf ihren Formbestand, die thematische Horizontbreite und die intertextuelle Vernetzung als auch ihre historische Evolution. Besonders bestechend ist die Vielzahl der unbekannteren Lyrikerinnen, die allesamt erstmals ins Deutsche übertragen wurden. Abgerundet wird der Band durch kurze biographische Essays zu jedem Autor sowie einem weiterführenden Kommentar zu den einzelnen Gedichten.

  • Biogramm
    Felix Philipp Ingold

    FELIX PHILIPP INGOLD lebt und arbeitet nach langjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit als Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Romainmôtier/VD. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Petrarca-Preis für literarische Übersetzung, der Ernst-Jandl-Preis für Lyrik, der Erlanger Preis für Übersetzung als Poesie und der Basler Lyrik-Preis. Zuletzt sind von ihm erschienen Faszination des Fremden: Eine andere Kulturgeschichte Russlands (2009), die zweisprachige Werkausgabe des russisch-schweizerischen Lyrikers Anatol von Steiger: Dieses Leben (Russisch/Deutsch, 2008) sowie der Gedichtband Steinlese (2011). Sein Roman Alias oder Das wahre Leben, 2011 bei Matthes & Seitz erschienen, wurde mit dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet sowie für den Schweizer Buchpreis nominiert. 2016 erschien im Dörlemann Verlag seine Übersetzung von Fjodor Dostojewskijs Aufzeichnungen aus dem Abseits .





  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »»Als Gruß zu lesen«
    Russische Lyrik von 2000 bis 1800«

    »Felix Philipp Ingold hat über 100 russische Lyriker versammelt und zum Teil zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt – Klassiker und noch unentdeckte Lyriker, von denen jeweils 1 Gedicht exemplarisch ausgesucht wurde, mit erhellenden Informationen dazu. Man schlägt das Buch auf und liest und liest. Auch ohne die Kenntnisse der russischen Sprache spürt man, dass die Übersetzungskunst von Ingold hier ihre schöpferischste, höchste und liebevollste Stufe erreicht hat. Dieses Buch ist kühn und originell arrangiert, es ist ein grandioser Liebesgruß aus der Welt der Lyrik an all diejenigen, die Lyrik lieben oder sie zu lieben anfangen können.«
    Maria Gazzetti, Lyrik-Empfehlungen des Jahres 2012 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Stiftung Lyrik Kabinett

    »Man kommt in eine kongeniale tschechowartige Stimmung und u?berhaupt sehr ins Sinnieren. Was kann man von einem Buch Besseres sagen?«
    Walter Klier, Wiener Zeitung

    »Vergessen Sie alles, was Sie über russische Lyrik zu wissen meinten. Hier werden Sie auf eine Überraschungstour geschickt, denn Felix Philipp Ingold verweigert – wie er im Vorwort betont – das übliche ›Rating‹, in dem Großmeister wie Majakowski, Blok und Achmatowa ganz oben stehen. Ingold hingegen lässt sich nicht beeindrucken von denen, ›die mit nachhaltigem Ruhm so sehr imprägniert‹ sind, schlüpft in die Rolle des Kriminalisten, sucht nach Spuren Verschollener, entdeckt ›zu Unrecht disqualifizierte Außenseiter‹ wie Ilja Kutin und inszeniert dramatische Konfrontationen.«
    Dorothea von Törne, Literarische Welt
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    »Die Anthologie bedient sich einer umgekehrten Chronologie: Sie beginnt mit einem Gedicht aus dem Jahr 2000 von Boris Ryshij und endet mit einem Gedicht Konstantin Batjuschkows von 1817, was dem Leser eine allmähliche Annäherung an sich entfernende Zeitläufe und den Wandel von Themen ermöglicht. Statt eines Nachworts findet man einen Klassiker-Text der slavischen Literaturwissenschaft: Roman Jakobsons Anmerkungen zu den Wegen der russischen Poesie. Ein ausführlicher Apparat mit Hinweisen zu Leben und Werk vertieft den kurzen Gruß der einzelnen Dichter. Und dieser Gruß kommt erfreulicherweise zweisprachig daher: links das russische Original, rechts die sensiblen Übertragungen von Felix Philipp Ingold.«
    Olga Hochweis, Deutschlandradio Kultur

    »Im Rückwärtslesen fühlt man sich wie ein Archäologe. So ist das also, denken Sie, von einem Aha-Erlebnis ins nächste stolpernd, in dieser Reihenfolge verstehe ich manche verschlüsselte Zeile, und am Ende gefällt mir gar das Fernste, ein Klagelied von Puschkin … Der Kulturvermittler hat großes geleistet. Anthologie heißt ›Blütenlese‹, Ingold nimmt den Begriff wörtlich. Er hat das Feld für uns erkundet, die weite Wiese russischer Poesie; dann hat er gepflückt und Blumen zu einem Strauß gebunden, der einen Eindruck des ganzen Biotops vermittelt.«
    Uwe Stolzmann, Neues Deutschland

    »Als Gruß zu lesen ist eine Anthologie von der Art, wie man sie sich nur wünschen kann. Zum Beispiel zu Weihnachten oder einfach so, zusammen mit einem Fläschchen Wodka.«
    Matthias Ehlers, WDR 5

    »Rhythmische Verläufe, Klangqualitäten und Reimformen kongenial nachzubilden ist Ingold sehr viel wichtiger als die oft inadäquat erscheinende Übertragung der Wortbedeutungen. Mit der Herausgabe seines Kompendiums zur russischen Poesie hat Ingold jedenfalls ein kolossales Werk abgeliefert … Wo immer man dieses Buch aufschlägt – für Überraschungen, die vom literarischen Kanon stark abweichen, ist stets gesorgt.«
    Michael Braun, SR 2 BücherLese

    »Dieses inhaltsreiche, schön gestaltete Buch mit seinem ungewöhnlichen Konzept, dem immensen Reichtum an neuen, unbekannten Texten und Namen und wissenswerten Informationen ist ein außergewöhnlich anregendes, unerschöpfliches Handbuch zur russischen Dichtung.«
    Karla Hielscher, Büchermarkt, Deutschlandfunk

    »Von modischem Firlefanz a la Mein russisches Gedicht hält Ingold wenig – wenn er die jeweiligen Autorinnen in knappen, imposant dichten Porträts vorstellt und ihre Texte luzide interpretierend beschreibt … »Als Gruß zu lesen« ist vermutlich die beste russisch-deutsche Lyrikauswahl, die je zusammengestellt wurde … Und was dabei am meisten überrascht – es gelingt dem Übersetzer Ingold, tatsächlich in jedem Fall einen eigenen, dem jeweiligen Dichter gemäßen Ton anzuschlagen.«
    Erich Klein, ORF 1, Ex libris

    »Felix Philipp Ingold liefert keine Prosaübersetzungen, sondern bildet Metrum und Reim der russischen Originale im Deutschen nach. Er betont den Formbestand. Ihn legt er den Übersetzungen zugrunde, was aber nicht heisst, dass er sich nicht ein paar Abweichungen von ihm gestattet. Entscheidend ist die Betonung des Artistischen und Spielerischen der russischen Lyrik, ein Faktor, der bei der Darstellung der russischen Literatur sonst oft zu kurz kommt.«
    Birgit Veit, Neue Zürcher Zeitung
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    »Die ZEIT hat sich Konstantin Fofanow und seine Elegie (auf die Zigarette) als Gedicht der Woche herausgepickt, daran tat sie gut. Auch die entgegen jeder Anthologie-Erwartung umgedrehte Zeitlinie, eben nicht von damals auf heute, sondern von heute zurück nach damals, ist reizvoll. Dieses Buch macht Freude.«
    Connie Müller-Gödecke, Avantart

    »An Ingolds Übertragungen kann man die Mannigfaltigkeit der Lösungen bestaunen, die große Phantasie, die der Lyriker an den Tag legt, wenn es gilt, im Deutschen eine passende Formulierung zu finden … In seinen Kommentaren zu manchem Gedicht wird überdies deutlich, wie intensiv Ingold seine Arbeit als Übersetzer reflektiert und dabei den Leser an seinen Überlegungen teilhaben lässt, worin er seine jeweiligen Entscheidungen diskutiert und verteidigt.«
    Daniel Henseler, Fixpoetry
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    »Als zweisprachiges Lese- und Studienbuch (Russisch/Deutsch) legt Felix Philipp Ingold eine Anthologie besonderer Art vor … Neben längst kanonisierten Größen der klassischen und modernen russischen Dichtung haben hier manche vergessene Autoren (darunter zahlreiche Lyrikerinnen) ihren ersten Auftritt in deutscher Sprache.«
    literaturkritik.de

    »Es handelt sich … zum Glück nicht eben um die achtzigste Blütenlese oder um ein Best-of der russischen Lyrik, sondern stellt diese als ein sich entwickelndes, sich ausdifferenzierendes lebendiges Gefüge dar. Und auch deren Geschichte hat unter diesem Gesichtspunkt alle Statik verloren … Wenn ich durch diese Anthologie etwas gelernt habe, dann ist es, dass am Grunde der russischen Literatur noch eine große Anzahl hierzulande unentdeckter lyrischer Schätze liegen, die es noch zu heben gilt, und dass das ein lohnenswertes Unternehmen wäre.«
    Jan Kuhlbrodt, Fixpoetry
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