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  • Das Dorf. Suchodol

Iwan Bunin
Das Dorf. Suchodol

  • Erzählungen
    Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg
    Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Thomas Grob
    384 Seiten. Leinen mit Leseband

    € [D] 25.00 / € [A] 25.70 / SFr. 30.00 (UVP)

    ISBN 9783908777700

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778523
    € 19.99

    Rezensionen zum Buch bei
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  • Bunin – Fortsetzung folgt


  • Inhalt
    Inhalt

    »Die vielleicht schönste und lohnendste Wiederentdeckung der letzten Jahre.«
    Karla Hielscher, Deutschlandfunk

    Das Dorf und Suchodol sind zwei der bekanntesten und beeindruckendsten Werke Bunins, die schon bei ihrem Erscheinen heftige Diskussionen ausgelöst haben.

    Das Dorf entfaltet durch die Geschichte der ungleichen Brüder Krassow und an Schauplätzen wie Kramladen, Jahrmarkt, Vorstadt, Landstraße oder Bauernstube ein Panorama des düsteren Provinzlebens im vorrevolutionären Russland. Bunin beschreibt dieses Leben in all seinen Facetten schonungslos und dennoch mit Verständnis, ja beinahe liebevoll.

    Suchodol rekonstruiert durch die Erzählungen der alten Magd Natalja die komplizierte Geschichte der Besitzerfamilie des Landguts Suchodol und entwirft damit das anschaulichste und dichteste Bild der untergehenden russischen Adelskultur, das in der russischen Literatur existiert.


  • Biogramm
    Iwan Bunin

    IWAN BUNIN, geboren 1870 in Woronesch, emigrierte 1920 nach Paris. Am 10.12.1933 erhielt er als erster russischer Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 8. November 1953 im französischen Exil. In deutscher Übersetzung erschienen Ein unbekannter Freund (2003), sein Revolutionstagebuch Verfluchte Tage (2005) und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel (2008) sowie die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage (2010), Das Dorf. Suchodol (2011), Gespräch in der Nacht (2013), Vera (2014) und Frühling (2016).

    Weitere Werke sind in Vorbereitung. Leben und Werk Iwan Bunins Eine Zeittafel (PDF, 142 KB)



    Dorothea Trottenberg

    studierte Slavistik in Köln und Leningrad, arbeitet als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Basel und als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, u. a. von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Maria Rybakova, Boris Akunin. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Lev Tolstojs Roman Familienglück, Iwan Bunins Revolutionstagebuch Verfluchte Tage und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel, die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage und Das Dorf. Suchodol sowie die Novellenbände von Ivan Turgenev Klara Milic und Faust. Dorothea Trottenberg erhielt im Jahr 2003 eine Anerkennungsgabe der Literaturkommission der Stadt Zürich. Für ihre Übertragung des Romans Der himmelblaue Speck von Vladimir Sorokin (DuMont Verlag, 2000) wurde sie 2007 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet, 2012 erhielt sie den Paul-Celan-Preis.

     



  • Bücher
    Bücher von Iwan Bunin

    NEUPic
    Iwan Bunin
    Frühling
    Pic
    Iwan Bunin
    Vera
    Pic
    Iwan Bunin
    Verfluchte Tage

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Das Dorf. Suchodol«

    »Im Schatten von Tolstoi und Dostojewskij ist er lange übersehen worden: Nun laden zwei großartige Prosatexte in deutscher Neuübersetzung dazu ein, den russischen Nobelpreisträger Iwan Bunin wiederzuentdecken. …
    Gern wird er als der russische Flaubert bezeichnet, seine dichten atmosphärischen Bilder lassen beim Lesen impressionistische Gemälde vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Man darf auf mehr hoffen, auf die späten Erzählungen und den Erinnerungsroman, auf Briefe und Memoiren. Zu entdecken gibt es noch viel.«
    Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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    »Seit einigen Jahren wächst im Züricher Dörlemann Verlag eine Bunin-Werkausgabe heran. Diese zeigt den melancholischen Zauber Russlands vor 100 Jahren … Der jüngste Band dieser Edition bei Dörlemann umfasst die beiden Erzählungen Das Dorf. Suchodol. In ersterer beschreibt Bunin das Dorfleben im vorrevolutionären Russland, während die zweite Geschichte ein besonders anschauliches Bild der untergehenden Adelskultur vermittelt.«
    Heini Vogler, DRS2
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    »Mit den Großerzählungen Das Dorf (1910) und Suchodol (1912) legt der Dörlemann Verlag im fünften Band der Werkausgabe zwei Erzählwerke vor, die für Bunins Kernthema stehen: das vorrevolutionäre Leben in der russischen Provinz. Als Prosaist, Lyriker und Übersetzer war Bunin zugleich ein gesellschaftlich wacher Zeitgenosse. Mit dem Niedergang des Dorfes sah er Russlands historisches Fundament wegbrechen und das Land auf apokalyptische Zeiten zutreiben. Die Revolution von 1905 und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebte er als Menetekel des bevorstehenden Untergangs. Dass eine Epoche an ihr ungutes Ende kommt, davon legen beide Stücke beeindruckendes Zeugnis ab.«
    Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung
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    »In ihrem Abschied von der ländlichen Welt erscheinen die beiden Erzählungen Das Dorf. Suchodol wie ein Probelauf der Erinnerung – mit literarischer Meisterschaft absolviert. Bunins berühmte Gabe, die Betrachtung der Natur zu dichten Atmosphären zu kondensieren, ist hier bereits strahlend entfaltet. Dorothea Trottenberg hat sie in ihrer deutschen Übersetzung wunderbar zur Geltung gebracht.«
    Brigitte van Kann, WDR 3 Passagen

    »Als Iwan Bunin die beiden Erzählungen Das Dorf und Suchodol für eine Neuausgabe wiederlas – bemerkte er wie ›grausam, stark und höchst befremdlich‹ sie waren. Sein Erzählen hatte schon früh eine Dimension erreicht, die zu jener Welt, aus der ihr Verfasser stammt, passte. Bunin schrieb wie ein anderer: Wie ein Kafka, ein Robert Walser, oder Beckett. Besseres wurde in Russland seit Iwan Bunin nicht mehr geschrieben.«
    Peter Zimmermann, ORF Hörfunk

    »In der stetig anwachsenden dunkelblauen und schön handlichen Bunin-Ausgabe im Dörlemann Verlag ist jetzt Das Dorf sinnigerweise zusammen mit Suchodol erschienen. Vor genau hundert Jahren geschrieben, schildert es auf mehr Platz, aber inhaltlich konzentrierter das Schicksal einer Familie wie der Bunins. Ein trübes, schlichtes Schicksal, ohne Larmoyanz präsentiert, aber mit dem Respekt, der Verlorenen gebührt.«
    Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

    »Bunin schildert den Zeitgenossen eine hochgradig verunsicherte Gegenwart. Beim heutigen Leser des neuesten Bandes der schönen Bunin-Werkausgabe, von Dorothea Trottenberg wieder in ein oft leuchtendes Deutsch übersetzt, überwiegt dagegen der Eindruck melancholischer Passivität … Der spätere Literaturnobelpreisträger verzichtet auf Handlung und Spannung, Dynamik und Psychologie. Stattdessen montiert er … Szenen aneinander, die sich zu kleinen Erzählungen weiten können.«
    Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

    »Wunderschöne Neuausgabe von zwei längeren Erzählungen (erstmals erschienen 1910 bzw. 1912) des ersten russischen Literaturnobelpreisträgers. … Wie schon Am Ursprung der Tage ebenso hervorragend übersetzt von Dorothea Trottenberg und mit einem – von größter Sachkenntnis zeugenden – Nachwort versehen von Thomas Grob.«
    Dagmar Härter, ekz.bibliotheksservice

    »Eindrucksvoll charakterisiert Bunin in diesen Erzählungen, die ihm seinerzeit die Anerkennung als Epiker eingebracht hatten, dörfliche Figuren und Schauplätze. Die Meisterschaft im Gebrauch einer kraftvollen Sprache findet sich bei Bunin auch in der intensiven Geruchswelt: ›Der erregende Duft der Straße – nach Staub und Teer –… Der Duft von Lebkuchen mit Pfefferminzgeschmack und der betäubende Gestank der Katzenfelle, der schmutzigen Schafwolle, der mit Fischtran eingeriebenen Stiefel…‹. Bunin versteht es, eine atmösphärische Dichte zu erzeugen.«
    Volker Strebel, Die Berliner Literaturkritik
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    »Bunin, den Gor'kij 1912 als ›besten Stilisten der Gegenwart‹ anerkannte, hat mit diesen Erzählungen erschütternde Bilder vom Untergang des russischen Landadels und der patriarchalischen Bauernschaft entworfen.«
    Karlheinz Kasper, Osteuropa

    »Die düstere Schilderung zweier mit der Zeit verrohender Brüder ist ein Meisterstück der Erzählkunst. Es dauert eine Weile, bis man begreift, dass es Bunins ungemein lebendige Sprache selbst ist, die wie ein Hoffnungsschimmer über all dem primitiven Dreck liegt, durch den die Brüder Tichon und Kusma knietief waten.«
    Ulrike Prüßner, Neue Westfälische

    »Eine ziemlich überzeugende Einladung zur Wiederentdeckung von Russlands erstem Literaturnobelpreisträger Iwan Bunin (1933) sind diese beiden von Dorothea Trottenberg elegant übersetzten, in einem Band gefassten Erzählungen. Beide führen zurück ins Russland des 19. Jahrhunderts, Das Dorf erzählt vom Aufbrechen sozialer Unruhen auf dem Lande, Suchodol vom Zerfall einer Adelsfamilie.«
    Kleine Zeitung

    »In der Erzählung Das Dorf stoßen die krassesten Gegensätze von Aufsteigern und Verlierern des russischen Dorfes aufeinander, Opfer der zahlreichen gescheiterten Versuche der Landverteilung durch die zaristische Regierung Anfang des 20. Jahrhunderts.«
    Ursula Daus, Kosmopolis

    »In Das Dorf erzählt Bunin die Geschichte der ungleichen Brüder Krassow und zeichnet ein eindrückliches Bild des düsteren Provinzlebens im vorrevolutionären Russland.«
    Wolfgang Bortlik, Club-Ticket

    »Bunin verarbeitet in Suchodol literarisch die Familiengeschichte seiner eigenen Vorfahren. Es ist die von Liebe, Hass, Gewalt und Tod geprägte Chronik des einst blühenden Adelsgeschlechts von Suchodol, dessen Mitglieder im Laufe eines halben Jahrhunderts verarmt, degeneriert, zu Säufern geworden sind oder den Verstand verloren haben. Jedoch verbindet Bunin die schonungslose Beschreibung des Verfalls auf ganz eigenartige Weise mit dem unzerstörbaren Zauber der Erinnerung an das Leben in den verwunschenen alten Adelsnestern. … Wer einmal angefangen hat, Bunin zu lesen, der wird süchtig und wartet mit Ungeduld auf den nächsten Band.«
    Karla Hielscher, Deutschlandfunk

    »Bunin war als verarmter Adliger aufgewachsen und als junger Mann im Dritte-Klasse-Wagen durch Russland gereist, um das russische Volk kennenzulernen. Zartfühlend, nie abwertend hat er Wesen und Charakter der Dorfbewohner beschrieben.«
    Erika Achermann, St. Galler Tagblatt

    »Der Dörlemann Verlag präsentiert mit dem vorliegenden Erzählband den großen russischen Literaten und Gesellschaftschronisten Iwan Bunin in ursprünglicher und ungeglätteter Form. Eine ergreifende Lektüre.«
    Mirco Drewes, Suite101