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  • Reisen mit mir und einem Anderen

Martha Gellhorn
Reisen mit mir und einem Anderen

  • Fünf Höllenfahrten
    Aus dem Englischen von Herwart Rosemann
    Mit einem Nachwort von Sigrid Löffler
    Originaltitel: Travels With Myself and Another
    544 Seiten. Gebunden mit Leseband

    € [D] 25.00 / € [A] 25.70 / SFr. 30.00 (UVP)

    ISBN 9783908777830

    ERFOLGSAUSGABE
    3. Auflage

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778059
    € 14.99

    Rezensionen zum Buch bei
    lovelybooks.de


  • Spring, bevor du schaust!


  • Inhalt
    Inhalt

    »Zum Reisen braucht man Durchhaltevermögen, und mit jedem Tag wird’s schlimmer. Erinnern Sie sich an die alten Tage, als Hotels gebaut wurden und fertig waren, ehe man hinkam? Erinnern Sie sich, daß Sie vertrauensvoll daran glaubten, alles würde gutgehen und nicht etwa, es wäre ein Wunder, wenn nicht alles schiefliefe?«

    Martha Gellhorn war ihr Leben lang süchtig nach dem Reisen. In Reisen mit mir und einem Anderen erzählt sie von ihren »Fünf Höllenfahrten«, den Reisen, die – oftmals geplant als Entdeckungstouren entlang der eigenen Neugier – sich bald als schaurige Schreckensreisen erweisen.
    Kaum hat sie einen Unwilligen Begleiter überredet, mit ihr nach China zu reisen, wo UB* keineswegs hinwill, entpuppt sich diese Fahrt gar als die Superschreckensreise. Doch was soll’s, Marthas Credo lautet: »Egal, wie grauenhaft die letzte Reise auch war, wir geben niemals die Hoffnung auf, daß es bei der nächsten klappt!«

    * Abkürzung für Unwilliger Begleiter. Hinter diesem Kürzel versteckt Martha Gellhorn ihren damaligen Ehemann Ernest Hemingway.

  • Biogramm
    Martha Gellhorn

    wurde am 8. November 1908 in St. Louis geboren. Sie studierte in Bryn Mawr, ging 1930 nach Paris. 1937 folgte sie Ernest Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg. Bis zum Ende des Kalten Krieges war sie bei jedem wichtigen internationalen Konflikt an vorderster Front dabei, um als Kriegsreporterin darüber zu berichten. Martha Gellhorn starb auf eigenen Wunsch am 15. Februar 1998 im Alter von 90 Jahren in London. Seit ein paar Jahren haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Ausgewählte Werke Martha Gellhorns neu oder erstmals auf Deutsch vorzulegen. Martha Gellhorn: Paare – Ein Reigen in vier Novellen (2007) und Muntere Geschichten für müde Menschen (2008). Zu ihrem hundertsten Geburtstag am 8. November 2008 erschien der dritte Novellenband Das Wetter in Afrika und 2009 ihre Ausgewählten Briefe mit einem Nachwort von Sigrid Löffler. Alle vier Bände wurden von Miriam Mandelkow ins Deutsche übersetzt. Im Februar 2011 wurde Reisen mit mir und einem Anderen – Fünf Höllenfahrten (2011) veröffentlicht, ebenfalls mit einem Nachwort von Sigrid Löffler. Zuletzt erschien 2012 Das Gesicht des Krieges. Reportagen 1937–1987, übersetzt ins Deutsche von Hans-Ulrich Möhring.

    Portrait von Martha Gellhorn in Die ZEIT am 23.1.2014>

    Zeittafel Martha Gellhorn (PDF) >



    Herwart Rosemann

    hat Martha Gellhorns Reisen mit sich und einem Anderen trefflich ins Deutsche übertragen, alles andere bleibt (s)ein Geheimnis.

  • Bücher
    Bücher von Martha Gellhorn

    Pic
    Martha Gellhorn
    Ausgewählte Briefe
    Pic
    Martha Gellhorn
    Das Gesicht des Krieges
    Pic
    Martha Gellhorn
    Das Wetter in Afrika

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Reisen mit mir und einem Anderen«

    »Der Reisepartner heißt Hemingway, die bessere Beobachterin heißt Gellhorn.«
    Volker Weidermann, FAZ

    »Eins der besten Reisebücher der Welt … Immer geht schief, was schiefgehen kann, und Martha Gellhorn gibt alles zu. Scharfzüngig, witzig, selbstironisch, kein bisschen bemüht um Ausgewogenheit oder politische Korrektheit, sondern streng subjektiv und rücksichtslos ehrlich – auch und vor allem gegen sich selbst. Eine bewundernswerte und, in diesem Fall, hoch amüsante Eigenschaft. Wahrscheinlich ist egal, worüber diese Heldin schreibt, man möchte es schon wegen ihres Stils lesen: Präzise, absolut auf den Punkt, klar, uneitel.«
    Antje Deistler, WDR 2

    »Martha Gellhorn war eine so schöne und kluge wie verwegene Frau. … Sie berichtet von fünf Fahrten, die sie nach China und Afrika, in die Karibik, nach Russland und Israel führen. Es sind ›Höllenfahrten‹, wie es im Untertitel heißt, und doch erzählt sie mit dem ihr eigenen trockenen Witz: politisch erfrischend, zuweilen verwerflich unkorrekt, stets unbekümmert und in jeder Hinsicht tollkühn. … Und sie tut es gekonnt. Zu unserem Vergnügen.«
    Gabriele von Armin, Deutschlandradio Kultur
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    »Liebe für die Menschheit, Ekel vor den Menschen: Kann man mit so einer Haltung zur genialen Weltbeobachterin werden? Martha Gellhorn schrieb mit ihren Reiseerinnerungen große Literatur … Ihre Reisen führten immer nur zu ihr selbst, Irrfahrten, die sie grandios zu schildern weiß.«
    Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »Diese witzigen Essays sind aus anderen Zeiten, Zeiten in denen es noch Reisende und nicht nur Touristen gab, noch immer lesenswert und einmalig in ihrer Eigenwilligkeit und literarischen Präzision.«
    Ruth Klüger, die Literarische Welt
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    »Martha Gellhorn war Hemingways dritte Frau. Sie folgte ihm in den Spanischen Bürgerkrieg, war Reporterin und süchtig nach fremden Ländern. In Reisen mit mir und einem Anderen erzählt sie von ihren ›Fünf Höllenfahren‹ – zum Beispiel nach China, 1941: ›Zu dieser Superschreckensreise beschwatzte ich einen Unwilligen Begleiter, nachstehend bezeichnet als UB, der keineswegs dahin wollte.‹ UB ist Hemingway, und es macht mächtig Spaß, das alte Raubein mal ganz anders zu sehen.«
    Angela Wittmann, Brigitte

    »Martha Gellhorn erzählt aus einer Welt in Zeiten des postkolonialen Umbruchs – unterhaltsam, amüsant und mit verblüffender Detailkenntnis.«
    Die Zeit

    »Sie reist und reist und kommt nicht zur Ruhe. Martha Gellhorn, die smarte Kriegsreporterin, erweist sich auf den Reisen mit mir und einem Anderen (der ist ihr kurzzeitiger Gatte Ernest Hemingway) als passioniert Unzufriedene. Wie eine verwöhnte frühe Pop-Prinzessin begeht sie ihr Festival des Missvergnügens von 1941, mitten im japanisch-chinesischen Krieg, bis zu einem kuriosen Besuch in Moskau 1972. Das ist hingebungsvolles Gemaule, gespickt mit absurden Irrtümern, ein maliziös-elegantes Schimpfen auf Gott, die Welt und auch sich selbst.«
    Helge Hopp, stern

    »Doch hinter dem snobistischen Gejammer verstecken sich spannende Erzählungen aus einer Welt im Umbruch und scharfe, schonungslose Einblicke in das Innere der vermeintlich Weltoffenen – also unser eigenes.«
    Kendra Stenzel, bento
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    »Noch unhöflicher schreibt Gellhorn über die ›Einheimischen‹, ohne die alles viel besser und schöner wäre. China: dreckig und übelriechend, und alle spucken ständig aus. Den Afrikanern empfiehlt sie den Gebrauch von Seife: ›Hätte nie gedacht, dass die Nase das größte Hindernis brüderlicher Gemeinschaft sein kann.‹ Und doch: Auch das ist ein möglicher Blick auf die Welt, nicht verstellt von Vorurteilen und politischer Korrektheit, ein Mittel gegen die allgemeine Romantisierung in der Reiseliteratur, in der jedes fremde Volk einfach nur wunderbar ist.«
    Georg Patzer, Literaturkritik.de

    »Martha Gellhorn ist eine der interessantesten Autorinnen des vergangenen Jahrhunderts … Sie ist von einer großen Offenherzigkeit und schonungslosen Ehrlichkeit gegenüber sich selbst – das macht sie sympathisch, das macht sie formidabel.«
    Sigrid Löffler, RBB Radio Eins

    »Zynisch, scharfsinnig, witzig und schonungslos – vor allem mit sich selbst – beschreibt Martha Gellhorn alle Missgeschicke und Unglücke ihrer ›Höllenfahrten‹. Denn sie weiß nur zu gut: ›Der einzige Aspekt unseres Reisens, der garantiert Zuhörer findet, ist das Unglück‹.«
    Cornelia Wolter, Frankfurter Rundschau

    »Dieses offensive Eingeständnis der eigenen Zerrissenheit, zudem der lakonische Witz, die feine Ironie und die boshaft angespitzte Zunge rühren daher, dass Martha Gellhorn über die Fremde geschrieben, sich dabei jedoch nie selbst verleugnet hat. Weil sie wusste, dass das (oder eben: der) Andere nicht ohne das Eigene verhandelt werden kann.«
    Katrin Schuster, Berliner Zeitung

    »In Reisen mit mir und einem Anderen hat Martha Gellhorn sich auf ihre ›besten Schreckensreisen‹ konzentriert. Die Stärke dieser in den 70er-Jahren niedergeschriebenen, zum Teil aus Tagebuchaufzeichnungen zitierten Rückblicke besteht in ihrer unverblümten Direktheit. Fast scheint es manchmal, als würde das ›Disaster Girl‹, wie Martha Gellhorn wegen ihrer Fronttauglichkeit genannt wurde, persönlich bei einem Whisky über ihre Kapriolen plaudern. Wie sie sich etwa 1941 mit Hemingway durch China fahren ließ, ohne recht zu wissen, was dort ausser Krieg, lausigem Wetter, tollkühnen Piloten und dämlichen Dolmetschern eigentlich das Thema war.«
    Eberhard Falcke, Tages-Anzeiger
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    »Martha Gellhorns Reise ist unglaublich unterhaltsam zu lesen, stilistisch perfekt, präzise, mit einem trockenen Humor, vor allem bei der Beschreibung von UB, der in den getränkefeuchten Verhandlungen mit den Chinesen zu Höchstform aufläuft.«
    Wolfgang Bortlik, Strapazin

    »Sabine Dörlemann hat Martha Gellhorn in ihr Verlegerinnenherz geschlossen und lässt uns teilhaben an der großartigen Prosa dieser einstigen Gefährtin von Ernest Hemingway ... Dieses Buch erzählt davon, was sie alles auf ›fünf Höllenfahrten‹ erlebt hat. Dass Reisen eine furchtbar schreckliche Angelegenheit ist, wissen wir aus eigener Erfahrung. Aber wenn eine nach Reisen Süchtige (und das ist die Gellhorn) darüber erzählt, wird es mehr als nur spannend, es wird gruselig. Am besten hat man sichs zu Hause sehr gemütlich eingerichtet bei der Lektüre …«
    Schweizer Buchhandel

    »An die fünf schrecklichsten Fahrten erinnert Martha Gellhorn sich in diesem Band mit lakonischer Innbrunst. Sie kann sich der Aufmerksamkeit sicher sein, denn ›der einzige Aspekt unserer Reisen, der garantiert Zuhörer findet, ist das Unglück.‹ … In jedem Fall macht man nach der Lektüre dieses ebenso klugen wie vergnüglichen, ungewöhnlichen Reisebuchs gerne Ferien auf dem Balkon.«
    Manuela Reichart, RBB kulturradio

    »1978 schrieb Martha Gellhorn einige ihrer Erlebnisse nieder, in denen nicht irgendein Krieg im Vordergrund stand. Weil sie sich aber bewusst war, dass reine Reiseerzählungen in der Regel öde sind, schreibt sie über katastrophale Reisen … Sie nimmt dabei keine Rücksicht auf sich und andere, aber genau das macht das Faszinierende ihres Schreibens aus.«
    Klaus Bittermann, taz
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    »Gellhorns Sätze haben etwas frisch Sprudelndes, die mit wenigen Strichen skizzierte Welt ist sofort da. Mit emphatischer Fürsorge wie literarischer Gnadenlosigkeit leuchtet sie das komplexe Gebilde aus, das subtile Hin und Her, das man gemeinhin Liebesbeziehung zu nennen pflegt. Bevor die Lebenslügen ihrer Figuren platzen, dürfen sie bei der staunenden Martha Gellhorn aber erst einmal in aller Pracht strahlen.«
    Andreas Schäfer, Der Tagesspiegel
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    »Trotz total subjektiver Betrachtung fängt Gellhorn viel politische Wirklichkeit mit ein, die uns nicht überall vergangen vorkommt. Ihre lebendige Erzählung, 1978 zuerst erschienen, bleibt symbolisch: Eine Frau allein unterwegs, das hat noch immer was Souveränes.«
    Ellen Pomikalko, BuchMarkt

    »›Fünf Höllenfahrten‹ nennt Gellhorn ihre Reisebeschreibungen aus den Jahren 1941–1972. Hochamüsante, zynisch-sarkastische Beobachtungen einer vergangenen Welt.«
    Buchhandlung Lehmkuhl, Buchempfehlungen

    »In allen Geschichten, fein formuliert und genau beobachtend, konzentriert Martha Gellhorn sich auf die Diskrepanz zwischen Erwartung und Wirklichkeit, zwischen Vorstellung und Erlebnis. Sie entwickelt nicht nur besondere Geschichten über das Reisen. Es wird auch klar, wie schwer es ist, aufzubrechen ohne Vorurteile und wie viel schwerer es ist, die Vorurteile in der Fremde an der Realität zu messen.«
    Bernhard Flieher, Salzburger Nachrichten

    »Titel mit Bestsellerpotential … Bei Dörlemann geht es weiter mit Martha Gellhorn: Reisen mit mir und einem Anderen heißt der neue Band – und der Untertitel ›Fünf Höllenfahrten‹ macht die Sache extra spannend.«
    Ulrich Faure, BuchMarkt

    »Gellhorns Reportagen bestechen durch ihre teils nüchternen Beschreibungen und das manchmal umwerfend komische Understatement. Ein uneingeschränktes Lesevergnügen!«
    Jochen Kürten, Deutsche Welle
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    »Der Drang zum Unterwegssein scheint den großen Reiseschriftstellern von Herodot bis Bruce Chatwin, von Mark Twain bis Ryszard Kapuscinski im Blut zu liegen, so auch Martha Gellhorn (1908–1998). Schon als 22-Jährige geht sie aus St. Louis fort, bereist Europa, beschreibt den aufsteigenden Nationalsozialismus, berichtet als Journalistin vom Spanischen Bürgerkrieg und vom D-Day, heiratet Ernest Hemingway und überredet ihn zu einer ihrer Höllenfahrten in den chinesisch-japanischen Krieg … Ab den 1970er-Jahren lässt sie sich im ostafrikanischen Rift Valley nieder, wo sie fast bis zu ihrem Lebensende Reportagen und Romane schreibt – mit der Überzeugung: ›Lasst sie in Ruhe, wir verstehen die Afrikaner nicht, lasst sie ihre Antworten selbst finden.‹ Eine schlüssige Einsicht lange vor den Strömen von Entwicklungshilfe und Massentourismus.«
    Veronika Seyr, Falter

    »Martha Gellhorn ist die meiste Zeit ihres Lebens gereist, mal als Kriegsreporterin, mal als bloße Abenteurerin. … Sie weigert sich, alles zu tolerieren, was ihr widerfährt. … Die heftigste Breitseite bekommt das sowjetische Moskau ab. Gellhorns Schilderung eines Aufenthaltes 1972 aus Anlass eines Besuchs von Nadeschda Mandelstam, der Witwe des Dichters Ossip Mandelstam, ist blanker Sarkasmus. In den flieht sie aus ihrer Wut heraus, von offiziellen Stellen als Befehlsempfängerin behandelt zu werden.«
    Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung

    »›Ich mag keine Urlaubsparadiese, und ich kann sie mir nicht leisten‹. Ein schöner Satz, geschrieben von der legendären amerikanischen Kriegskorrespondentin Martha Gellhorn, die von 1908 bis 1998 lebte und rastlos, ›mit der Energie einer mexikanischen Springbohne‹, die Welt durchreiste. Was dabei alles schief ging, erzählt die einstige Ehefrau Ernest Hemingways in dem komischen und klugen und ungemein gut geschriebenem Buch Reisen mit mir und einem Anderen.… Ein königliches Leseerlebnis!«
    Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk

    »Sie versteht es blendend, die groteske Komik auch scheinbar auswegloser Situationen zu erfassen. Dabei versuchte sie mit all ihrer Aufgekratztheit eine Befürchtung niederzuschreiben, die dennoch immer wieder durchklingt: Sie ist eigentlich nur gereist, um der Langeweile zu entkommen. Aber der Überdruss reist mit, er stellt sich ein, wo auch immer sie Station macht. Für die Reisende ist das frustrierend, aber was die Schriftstellerin dann aus ihrem Missvergnügen macht, das ist für den daheimgebliebenen Leser ein Genuss.«
    Holger Schlodder, Darmstädter Echo

    »Es ist die Mischung aus Information und lakonisch-bissigen Kommentaren, die das Lesen spannend machen. Sie sind vor allem dann höchst vergnüglich, wenn Gellhorn von der Natur schwärmt oder aber über die menschliche Spezies wettert. Absolut lesenswert.«
    Monika Widler, Brigitte Schweiz

    »Hemingway dürfte zickig gewesen sein und es ist lustig, von ihm als ›UB‹ zu lesen: Hemingway war Martha Gellhorns Ehemann und ihr ›UB‹, ihr ›Unwilliger Begleiter‹ auf ihren Reisen mit mir und einem Anderen. Der Untertitel ›Fünf Höllenfahrten‹ ist jedoch nicht allein ihm zu verdanken.«
    B. Mader, Kurier

    »›Fünf Höllenfahrten‹ beschreibt sie in ihrem gleichnamigen Buch: durch China, Afrika und die Karibik (wo sie deutsche U-Boote aufspüren wollte), in eine Hippie-Kommune in Israel und nach Russland zu Nadeschda Mandelstam, der Witwe des Dichters Ossip. Meist ist sie allein gereist, nach China nahm sie UB mit, den ›Unwilligen Begleiter‹, ihren Ehemann Ernest Hemingway, den sie für seine Höflichkeit und Geduld lobte: ›keine seiner bekanntesten Qualitäten‹.«
    Georg Patzer, Glanz & Elend

    »Bereits im Vorwort beschreibt Martha Gellhorn, warum sie dieses Buch schrieb. Anhand der Reaktionen von Freunden konnte sie oft feststellen, dass misslungene Reisen bei Daheimgebliebenen ein seltsames Vergnügen auslösen können. So gibt die kosmopolitische Journalistin Einblick in ihre schlimmsten Reiseerlebnisse … Sie ist eine Frau, die sich mutig Situationen stellt, ohne dabei das Scheitern zu fürchten. Eine kurzweilige Lektüre, die vor allem im Traumurlaub ein nahezu diebisches Vergnügen bereitet.«
    Mareike Höckendorff, PetitSalons Literaturblog
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    »Nicht eine unpersönliche Geschichts- und Strategielektion bekommt man aber bei diesem ersten von fünf im Buch beschriebenen Trips serviert … Nicht nur am Schriftstellergatten verzweifelt Gellhorn auf diesen »Höllenfahrten« oft. Auch andere »Andere« treiben die ironieerprobte Autorin aufs Herrlichste in den Wahnsinn.«
    Daniel Morgenthaler, Basler Zeitung

    »Genau, klar und rücksichtslos ehrlich – auch gegen sich selbst – erzählt die Autorin von ihren Reisen in die Karibik, nach Afrika, nach Russland – und der mit UB nach China. UB, das steht bei Gellhorn für ›unwilliger Begleiter‹ – und der war ihr Ehemann für kurze Zeit, Ernest Hemingway.«
    Andrea Jenewein, Stuttgarter Zeitung

    »Es sind äußerst subjektive und direkte Schilderungen ihrer Beobachtungen und Erlebnisse vor Ort, deren Eigenheiten bzw. Problem ihr Begleiter Hemingway wie folgt kommentierte: ›Martha liebt die Menschheit, aber sie kann Menschen nicht ertragen.‹«
    Weltneugier

    »Martha Gellhorn, Kriegsreporterin, Schriftstellerin, dritte Frau von ›Hem‹, war vor allem eines: eine enthusiastisch Reisende. Sie liebte fremde Länder und Landschaften, die Menschen dort weniger. Unermüdlich preist sie in Reiseberichten und Briefen tropische Strände und versteckte Inselbuchten ›unter porzellanblauem Himmel‹, wo sie ganz für sich allein im ›glasklaren nilgrünen Wasser, im seidigen, tief saphirgrünen Meer‹ schwimmen konnte – glückselig nackt ›im Zustand der Gnade‹. Geradezu lyrisch besingt sie auch die Schönheiten ›normaler‹ Landschaften in … Reisen mit einem Anderen. Dieser Andere war natürlich Hemingway, von ihr UB genannt, unwilliger (aber idealer) Begleiter – ob nach China oder Afrika, das sie mit ihm entdeckte und das sie nie wieder loslassen sollte.«
    Hans Hoffmeister, Thüringische Landeszeitung
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    »Reisen mit mir und einem Anderen ist deswegen ein ungewöhnliches Buch, weil es eine ganz persönliche Reise ist, die Gellhorn macht. Und sie gleicht es immer ab mit ihren Stimmungen und ihren Launen – das ist sehr locker und sehr, sehr spannend. Ich habe es in atemberaubender Schnelligkeit gelesen und bin wirklich verblüfft, was sie alles zu sagen hat.«
    Buchhändlertipp von Wolfgang Zwierzynski, Deutschlandradio Kultur

    »Die amerikanische Schriftstellerin Martha Gellhorn, zeitweise die Frau von Ernest Hemingway, war nicht nur eine große Reporterin, sondern auch eine leidenschaftlich Reisende … Ihre Abenteuerlust triumphiert noch über die widrigsten Umstände und Begegnungen. Unterhaltsame Lektüre aus einer Zeit, die vom Massentourismus verschont war.«
    Steffen Radlmeier, Nürnberger Nachrichten

    »Sich selbst bezeichnet Martha Gellhorn als ›Amateur-Reisende‹. Den ›großen Reisenden‹ hat sie auf alle Fälle den Humor voraus. So kann sie über sich selbst lachen und ihr eigenes Verhalten kritisch bewerten.«
    Tina Schröder, Buchprofile/Medienprofile

    »Mir ist Martha Gellhorn erst dann richtig aufgefallen, seit der Zürcher Dörlemann Verlag sich ihres Werks angenommen hat. Das ist wohl auch das persönliche Verdienst der Verlegerin Sabine Dörlemann. Bisher sind in sehr schönen Ausgaben fünf Titel von Martha Gellhorn erschienen – zuletzt eben der Band Reisen mit mir und einem Anderen
    Günter Kaindlstorfer, Radio Ö1

    »Martha Gellhorn lädt ein zu Reiseabenteuern der anderen Art … Es dürfte nicht die Regel sein, dass der Konjunktion eines rostigen Nachttopfs mit einem löchrigen Schuh ein Buch entspringt. Doch fand sich die Schriftstellerin und Journalistin Martha Gellhorn eines ernüchternden Morgens in der Gesellschaft just dieser (und anderer) menschlichen Hinterlassenschaften an einem griechischen Strand, den sie sich so ganz anders ausgemalt hatte. Es war nicht der erste Reinfall, der ihr, der passionierten Globetrotterin, beschieden war; und sie tröstete sich an jenem Tag mit dem Entschluss, ihren schlimmsten ›Höllenfahrten‹ literarische Form zu geben – im Bewusstsein, dass handfeste Misshelligkeiten das Herzstück einer rechten Reiseerzählung sind.«
    Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung
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    »Die Journalistin Martha Gellhorn … begab sich auf ›fünf Höllenfahrten‹, die Balkonien wie das Paradies scheinen Lassen. In Reisen mit mir und einem Anderen ist unterhaltsam nachzulesen, wie sie 1941 mit Ehemann Ernest Hemingway Chian bereiste.«
    Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

    »Martha Gellhorns Reiseberichte sind ganz auf die unfreiwillige Komik ausgerichtet, die schauderhaften Erlebnissen im Rückblick anhaftet. Sie scheut sich nicht, ihre eigene Unbedarftheit als Hauptursache des Misslingens der Reisen mit Selbstironie und Humor hervorzuheben, und sie ist auch ehrlich genug, ihren befremdlichen Hang zur Hochmut den Einheimischen gegenüber einzugestehen, der an manchen Stellen durchscheint. … Auf der anderen Seite reflektiert Martha Gellhorn die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Länder, in denen sie unterwegs ist.«
    Karin Wieprecht, Lesart

    »Allein wegen Martha Gellhorns Begabung, die Umstände vor dem geistigen Auge des Lesers eindringlich erwachen zu lassen, macht es Sinn, sich freiwillig und mit Genuss auf diese wahren Höllenreisen zu begeben.«
    Ute Laatz, Brigitte von Bosch Living

    »1930 hatte sich die 1908 geborene Autorin nach Paris aufgemacht. Ihr Gepäck: ein Koffer, ihre Barschaft: 75 US-Dollar, ihr Ziel: Auslandkorrespondentin werden. In ihren Höllenfahrten zeigt sie sich nie abgehoben, sondern souverän, geistreich, endlos neugierig und überaus ironisch, wenn sie von Pech, Unbilden und Gefahren berichtet.«
    Alexander Kluy, BücherPick

    »Martha Gellhorn, Journalistin und Kriegsberichterstatterin, war besessen vom Reisen. Ob Russland, China, Afrika oder die Karibik – drastisch ehrlich sind ihre Reportagen, schonungslos gegen sich selbst und gegen andere. Heutige Extremtouristen sehen dagegen blass aus.«
    Christine Declair und Elke von Berkholz, Financial Times Deutschland

    »Martha Gellhorn versteht es ganz ausgezeichnet, ihre Schreckensgeschichten in vergnügliche Worte zu fassen, sodass sie neben Anteilnahme auch Sympathie für ihren Selbstwitz und die Ironie verdient, mit der sie Situationen und Menschen beschreibt. Ihre Geschichten sind allerdings nicht nur ein Quell für Heiterkeit und Schadenfreude, sondern auch wichtige Zeitdokumente. So ersteht durch ihre Erlebnisse das kommunistische Russland erneut, und Afrika wird zu einem Land, das kurz vor der Befreiung von den Kolonialmächten steht.«
    Sybille Lengauer, ultimo

    »Reisen mit mir und einem Anderen ist ein Plädoyer für und gegen das Unterwegssein gleichermaßen, das Dokument gelebter Emanzipation und ganz nebenbei die Entdeckung einer fantastischen Autorin.«
    Christina Mohr, Culturmag

    »Von fünf fast privaten Reisen erzählt sie in ihrem Buch – Urlaube, die sich zu reizvollen Höllenfahrten entpuppen. 1941 reist sie nach China, 1942 sucht sie deutsche U-Boote in der Karibik, es folgen Afrika, Russland und Israel. ›Ich liebe die Menschheit, aber ich ekel mich vor den Menschen‹, sagt sie schimpft über die Marotten der Kulturen und liefert sich wundervolle Gefechte mit ihrem ›unwilligen Begleiter‹.«
    Theresa Demski, Waldeckische Landeszeitung

    »Die amerikanische Reporter-Legende und Hemingway-Gefährtin Martha Gellhorn berichtet in Reisen mit mir und einem Anderen von ›Höllenfahrten‹ wie der Durchquerung Afrikas im Frühjahr 1962 mit nicht viel mehr im Gepäck als einer Wärmflasche und Tolstojs Krieg und Frieden
    Jobst-Ulrich Brand, Focus

    »Es war zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und Martha Gellhorn war gerade auf der Höhe ihres verdienten Ruhmes als Kriegsreporterin, da wurde sie von der amerikanischen Zeitschrift Collier nach China gesandt. Sie sollte über den chinesisch-japanischen Krieg berichten. Zur Mitreise überredete sie ihren damaligen Gatten Ernest Hemingway. … Nun tat er seiner Gattin den Gefallen, aber wie sich bald herausstellen sollte, wurde China für Martha Gellhorn selbst ein Horrortrip.«
    Martin Zähringer, Deutschlandfunk

    »An die fünf schrecklichsten Fahrten erinnert sie sich in diesem Band mit lakonischer Innbrunst. Sie kann sich der Aufmerksamkeit sicher sein, denn »der einzige Aspekt unserer Reisen, der garantiert Zuhörer findet, ist das Unglück.« … In jedem Fall macht man nach der Lektüre dieses ebenso klugen wie vergnüglichen, ungewöhnlichen Reisebuchs gerne Ferien auf dem Balkon.«
    Manuela Reichart, Kulturradio