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  • Am Ursprung der Tage

Iwan Bunin
Am Ursprung der Tage

  • Frühe Erzählungen 1890-1909
    Aus dem Russischen von Dorothea Trottenberg
    Herausgegeben und mit einem Nachwort
    versehen von Thomas Grob
    Deutsche Erstausgabe
    288 Seiten. Leinen mit Leseband

    € [D] 25.00 / € [A] 25.70 / SFr. 34.00 (UVP)

    ISBN 9783908777601

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778516
    € 14.99

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  • Kleine Momente von Glück


  • Inhalt
    Inhalt

    Die frühen, zwischen 1890 und 1909 publizierten Erzählungen spiegeln die literarische Entwicklung Bunins von seinen noch fast jugendlichen Anfängen bis zu der Zeit, als er in Russland bereits ein angesehener Autor war, der 1909 den prestigeträchtigen Puschkinpreis erhielt und Ehrenmitglied der Akademie wurde.

    Die vorliegenden Erzählungen zeigen mit großer Schärfe die tiefen wirtschaftlichen Probleme, den Hunger, den Niedergang des kleinen Adels, die erzwungene Auswanderung zahlreicher Bauern. Doch richtet sich der Blick unvoreingenommen auf die Menschen selbst, auf die manchmal skurrilen Landbewohner, die kleinen Momente von Glück und Trauer.

    Iwan Bunin bedankt sich für seinen Nobelpreis >

    SWR-Bestenliste, Platz 7 im Dezember 2010

    Buch des Monats November 2010 der Darmstädter Jury


    INHALT
    Erste Liebe
    Auf dem Vorwerk
    Nachrichten aus der Heimat
    Ans Ende der Welt
    Auf der Datscha
    Auf dem Land
    In später Nacht
    Antonäpfel
    Erz. Ein Epitaph
    Über der Stadt
    Neujahr
    Glück
    Die
    Nadescha
    Der Traum von Oblomows Enkel
    Am Ursprung der Tage
    Arm ist der Teufel
    Der Abend vor dem Markt


  • Biogramm
    Iwan Bunin

    IWAN BUNIN, geboren 1870 in Woronesch, emigrierte 1920 nach Paris. Am 10.12.1933 erhielt er als erster russischer Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 8. November 1953 im französischen Exil. In deutscher Übersetzung erschienen Ein unbekannter Freund (2003), sein Revolutionstagebuch Verfluchte Tage (2005) und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel (2008) sowie die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage (2010), Das Dorf. Suchodol (2011), Gespräch in der Nacht (2013), Vera (2014) und Frühling (2016).

    Weitere Werke sind in Vorbereitung. Leben und Werk Iwan Bunins Eine Zeittafel (PDF, 142 KB)



    Dorothea Trottenberg

    studierte Slavistik in Köln und Leningrad, arbeitet als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Basel und als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, u. a. von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Maria Rybakova, Boris Akunin. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Lev Tolstojs Roman Familienglück, Iwan Bunins Revolutionstagebuch Verfluchte Tage und seine literarischen Reisebilder in dem Band Der Sonnentempel, die frühen Erzählungen in Am Ursprung der Tage und Das Dorf. Suchodol sowie die Novellenbände von Ivan Turgenev Klara Milic und Faust. Dorothea Trottenberg erhielt im Jahr 2003 eine Anerkennungsgabe der Literaturkommission der Stadt Zürich. Für ihre Übertragung des Romans Der himmelblaue Speck von Vladimir Sorokin (DuMont Verlag, 2000) wurde sie 2007 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet, 2012 erhielt sie den Paul-Celan-Preis.

     



  • Bücher
  • Termine
    Termine: Iwan Bunin

    3.12.2017

    Wiederentdeckung eines Klassikers

    Restaurant Ufenau

    Stadthausgasse 6, CH-8200 Schaffhausen

    18:00 Uhr

    Die Bunin-Übersetzerin Dorothea Trottenberg und der Herausgeber der Bunin-Werkausgabe Thomas Grob lesen anlässlich der Schaffhauser Buchwoche aus Werken von Iwan Bunin.



    Weitere Informationen und Reservierung


  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Am Ursprung der Tage«

    »Mit meisterlicher Lakonik und Präzision des Wortes beschreibt der 1870 im mittelrussischen Woronesch geborene und 1953 im französischen Exil gestorbene Iwan Bunin den Untergang der kleinen russischen Landgüter, die dem Wind des aufkommenden Kapitalismus nicht mehr standhalten konnten. … Schon in diesen frühen Erzählungen, die der engagierte Züricher Dörlemann Verlag im Rahmen einer Neuausgabe der Werke des zu Unrecht vergessenen Russen jetzt herausbrachte, lässt sich der für Bunin so typische Stil erkennen, den Dorothea Trottenberg meisterlich ins Deutsche übertragen hat. Ein literarischer Hochgenuss!«
    Sabine Berking, FAZ

    »Ich habe von Anfang an einen Sog gespürt. Ich wollte immer weiterlesen und habe mich gefesselt gefühlt durch die kraftvolle Sprache – die Schönheit dieser Sprache, die einen auch zwingt sehr genau zu denken. Es ist eine wunderbare Sprache, die einen von Anfang an begleitet und einen immer weiterlesen lassen möchte.«
    Melinda Nadj Abonji, DRS 2, 52 Beste Bücher
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    »Ich kann nur sagen: Für mich war das eine sensationell schöne Lektüre. Ich habe dieses Buch so gern gelesen – Am Ursprung der Tage von Iwan Bunin – es ist wirklich für mich eine winterliche Entdeckung.«
    Hajo Steinert, die SWR-Bestenliste, SWR2

    »Das entscheidende an dieser Spiegelszene ist ja, dass er sich auch zum ersten Mal selbst sieht … er glaubt diesem Schock nicht, er will gucken, was hinter dem Spiegel ist – und das ist so phantastisch. Und er kratzt hinten an dem Spiegel, er kratzt das Quecksilber ab, und was sieht er? Es ist Glas! Er sieht durch, er sieht die verrottete Zimmerwand. Und das sind so Momente, die die große Qualität dieses Autors ausmachen – verbunden mit seinem unglaublichen Talent, in kleinsten Einheiten Natur zu schildern.«
    Verena Auffermann, die SWR-Bestenliste, SWR2

    »Beglückend ist, wie in diesen Erzählungen Stoff und Sprache zueinander finden, wie Bunin seine Sujets in suggestive Worte fasst ... Suggestiv sind Bunins Erzählungen im besten Sinne des Wortes, indem sie Erkenntnis und Empfindung mit Sinnlichkeit kurzschließen. Ihre Leichtigkeit dagegen wiegt schwer. Man verstehe das Paradox als Zauberformel.«
    Ilma Rakusa, NZZ, Bücherbeilage Bücherherbst 2010

    »Einen Duft, Farben, ein Geräusch – mehr braucht der russische Nobelpreisträger Iwan Bunin nicht, um aus der Sehnsucht nach den Sommern seiner Kindheit große Literatur zu machen.«
    Klara Obermüller, Literarische Welt

    »Die vielleicht schönste und lohnendste Wiederentdeckung der letzten Jahre: In Bunins Erzählwelt verbinden sich in der Erinnerung aufleuchtende Glücksmomente auf unnachahmliche Weise mit einer tief melancholischen Grundstimmung. Und auch wenn der Erzählstoff in allen Geschichten aus dem Landleben im Russland der vorigen Jahrhundertwende geschöpft ist, geht es doch immer um mehr: Es geht um das ewige, unerklärliche Geheimnis von Leben, Liebe und Tod.«
    Karla Hielscher, Deutschlandfunk

    »Der Zürcher Dörlemann Verlag setzt ... seine von Dorothea Trottenberg einfühlsam und schön übersetzte Bunin-Ausgabe mit frühen Erzählungen fort und ermöglicht so eine lohnende Entdeckung. Ein russischer Autor mit Klassikerformat findet endlich seinen Weg zum deutschsprachigen Publikum.«
    Ralph Dutli, NZZ am Sonntag, Bücher am Sonntag

    »Die großartigen frühen Erzählungen Iwan Bunins … Die 17 Prosastücke, die der Dörlemann Verlag jetzt vorstellt und damit den chronologischen Abdruck seiner Erzählungen einleitet, sind von unangestrengter literarischer Meisterschaft in Ton und Handlung. … Dorothea Trottenberg transportiert das unaufdringlich und geschmackssicher (und teils erstmals) ins Deutsche. …
    Auch wer sich im vergangenen Jahr vielleicht fragte, warum Hans Joachim Schädlich in seinem Roman Kokoschkins Reise Iwan Bunin eine so zentrale Rolle gab, wird hier Antworten finden. In der sparsamen, aber nicht leidenschaftslosen Erzählweise des jungen Dichters, in seiner zutiefst individuellen, ideologisch unbefangenen Beobachtungsgabe, die Schädlich über die direkte Erwähnung hinaus als Vorbild gedient haben dürften.«
    Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

    »Mit leichter Hand zeichnet Bunin eine Welt, die dem Untergang geweiht ist. … Über allem liegt der Schleier der Melancholie, viel ist von verpassten Gelegenheiten die Rede. ›Ist das Leben eigentlich lang oder kurz?‹, fragt sich, im Dunkel vor den Stufen seines Hauses sitzend, der Gutsbesitzer Kapiton Iwanytsch. Schwer zu sagen – jedenfalls sollte, wer gerne liest, sein Leben nicht verstreichen lassen, ohne Bunin in die Hand genommen zu haben.«
    Rainer Wieland, Carpe Diem

    »Zum Buch des Monats November hat die Darmstädter Jury Iwan Bunins Erzählungen der Jahre 1890 bis 1909 gewählt, unter dem Titel Am Ursprung der Tage erschienen im Dörlemann Verlag.«
    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »Geschichten vom Lande, die Nöte der Bauern, das wachsende Elend, die snobistischen Städter, die Ferien auf der Datscha machen, die Tolstojaner mit ihren Idyllen im Kopf…«
    Literatur im Foyer

    »›Am Ursprung der Tage‹, die Titelgeschichte des vorliegenden Bandes, ist zweifellos die stärkste dieser frühen Erzählungen. Hier gelingt dem jungen Bunin, was sein späteres Werk überhaupt auszeichnet: die mitreißende Verknüpfung von subtiler Detailbeschreibung und Reflexion, von dichtester Atmosphäre und einer Figur, mit der wirklich etwas geschieht.«
    Gisela Erbslöh, SWR2
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    »Bunins Werke sind berührend und bringen mich zum Staunen.«
    Hildegard Fässler, Migros Magazin

    »Bunin verklärt nichts, jede Sentimentalität ist ihm fremd. Er verbindet vielmehr präzise Beobachtungen mit hoher Beschreibungsintensität. Ihn interessiert der Augenblick, nicht die Kontinuität. Handlung spielt daher eine untergeordnete Rolle, die Taten der Menschen sind nicht wichtiger als Vorgänge in der Natur. ... Der soundsovielte Versuch, den Emphatiker des Augenblicks, der unverkennbar zwischen dem realistischen 19. und dem modernen 20. Jahrhundert steht, endlich im deutschen Sprachraum zu etablieren, könnte ... mit dieser verdienstvollen Werkausgabe des Dörlemann Verlags endlich glücken.«
    Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur
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    »Nicht selten schafft es Bunin auf weniger als zehn Seiten eine Athmosphäre heraufzubeschwören, die durch präzise Landschaftsbilder und exakte Charakterschilderungen besticht. Oft ist es die Welt der kleinen Gutsherren und Bauern, die er in Miniaturen bannt. Konsequent geht er einzelnen Schicksalen in ihrer Tragik oder auch Lächerlichkeit nach, ohne dabei den typisch russischen Fatalismus zu bedienen.«
    Ulf Heise, MDR Figaro

    »Allen Erzählungen wohnt eine große Sehnsucht nach einer ländlichen Idylle inne, die gerade dabei war, von den ökonomischen und politischen Entwicklungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts ›gefressen‹ zu werden. … Mit ›Auf der Datscha‹ hat Bunin der durch alle politischen Zeitläufte ungebrochenen Liebe der Russen zum Leben in ihren Sommerhäusern ein ultimatives Denkmal gesetzt.«
    Ursula Daus, Kosmopolis

    »Allein auf den Seiten 28 und 29 der Erzählung ›Auf dem Vorwerk‹ steckt so viel Russland drin, dass man stante pede hinreisen möchte in das Land der riesigen Weiten mit der sanften Wehmut, hin zu den kleinadligen Gutsbesitzern, bitterarmen Bauernkindern und verliebten Gymnasiasten.«
    Bruder Gerold Zenoni, Salve

    »Dank der liebevollen Edition mit ihrer einfühlsamen Übersetzung von Dorothea Trottenberg und einem hilfreichen Nachwort Thomas Grobs wird Bunin neue Verehrer finden, die ihm begeistert zum Ursprung der Tage folgen werden.«
    Anne Hahn, Weltexpress

    »Mit sicherem Gespür für den Stilwillen des Autors hat Dorothea Trottenberg ihre Neuübersetzung der Werke von Ivan Bunin für den Zürcher Verlag Dörlemann mit dem Band Am Ursprung der Tage fortgesetzt. … Leben und Tod, Mensch und Natur, Liebe und Trennung, stille Dörfer und zerfallene kleine Landgüter – die Themen der frühen Prosa werden Bunin bis zu dem in der Emigration entstehenden Band Dunkle Alleen nicht mehr loslassen.«
    Karlheinz Kasper, Osteuropa

    »Bunin zeigt das dörfliche Leben in all seiner Härte und Einfachheit, aber auch in der unverfälschten Schönheit der gradiosen Natur, die er in sehr intimen, stimmungsvollen Szenen voller Zauber und Poesie wiedergibt. ... In der wunderbaren Übersetzung von D. Trottenberg und zusammen mit dem auf fundierten Kenntnissen beruhenden Nachwort von T. Grob wird dieser Erzählband ebenfalls zu einem ausgesuchten schönen Stück Literatur und sollte in vielen grossen Bibliotheken Platz finden.«
    Dagmar Härter, ekz Besprechungsdienst

    »Denkmal? Bunin beschreibt in realistischer Prosa das Leben im ländlichen und provinziellen Russland vor der Oktoberrevolution. Seine Erzählungen handeln zwar nicht mehr von Menschen wie dir und mir, dazu ist die zeitliche Distanz zu groß, dennoch sind und gehen einem ihre Sorgen und Freuden immer noch nah.«
    Werner Schuster, Eselsohren.at

    »Bunins Erzählungen inszenieren keine oberflächlichen ländlichen Idyllen. Ihre innere Dynamik ist von einem fast schon selbstverständlichen Nebeneinander von Leben und Tod, Freude und Elend durchdrungen. Diese existenziellen Herausforderungen werden von der vitalistischen Grundstimmung dieser Erzählungen getragen.«
    Volker Strebel, Die Politische Meinung

    »Das literarische Können des russischen Autors Iwan Bunin entwickelt sich hier zu ungeahnter Größe und seine frühen Werke lassen erkennen, dass sein Augenmerk schon immer auf den kleinen aber feinen Details des Lebens gelegen hatte. ... Ein interessantes Buch für die Zeit zwischen 1890 und 1909 in Russland und ein Kaleidoskop an menschlichen Anknüpfungspunkten von Alltäglichem und Besonderem. Empfehlenswert!«
    Thorsten Wiedau, amazon.de

    »Hervorzuheben ist neben der vorzüglichen Übersetzung von Dorothea Trottenberg auch die Aufmachung dieses mittlererweile vierten Bandes einer vom Dörlemann Verlag geplanten Bunin-Werkausgabe. Neben einem Porträtfoto Bunins und einem sorgfältigen Anmerkungsapparat der Übersetzerin findet sich zudem ein kundiges Nachwort des Slavisten Thomas Grob. Dem Leser werden erstmals Meisterstücke des großen russischen Dichters in deutscher Sprache vorgelegt.«
    Volker Strebel, Die Drei