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  • Rødby – Puttgarden

Helle Helle
Rødby – Puttgarden

  • Roman
    Aus dem Dänischen von Flora Fink
    Deutsche Erstausgabe
    Originaltitel: Rødby – Puttgarden
    288 Seiten. Gebunden mit Leseband

    € [D] 20.00 / € [A] 20.60 / SFr. 24.00 (UVP)

    ISBN 9783908777595

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778127
    € 14.99

    Rezensionen zum Buch bei
    lovelybooks.de


  • »Weißt du, was passiert ist?
    – Nein, und ich will es gern selber lesen.«


  • Inhalt
    Inhalt

    Tine hat sich ihr Leben lang um ihre kleine Schwester gekümmert. Als Jane ihre Ausbildung schmeißt, verschafft ihr Tine sofort einen Job als Parfümerieverkäuferin auf der Fähre Rødby-Puttgarden, wo sie selbst auch arbeitet. Die beiden Schwestern leben trotz gelegentlicher Affären ein Leben ohne Männer, schnuppern tagtäglich den Duft der großen weiten Welt – Paris, Arpège, White Linen – und schippern von Rødby nach Puttgarden und zurück. Jeder Auf- und Ausbruchsversuch von Jane endet unwillkürlich wieder in Tines Obhut. Doch eigentlich wäre es ein fröhliches Leben mit Tine und ihrer kleinen Tochter Ditte im Königskarree, wenn ihnen nicht ständig der Tod begegnen würde.

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    Interview mit Helle Helle (PDF-Datei, 626 KB) >

  • Biogramm
    Helle Helle

    geboren 1965, debütierte 1993 mit Eksempel på liv (Beispiele von Leben). Es folgten u. a. die Romane Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann (2002, dt. 2012), Rødby – Puttgarden (2005; dt: 2010), Färseninsel (2008, dt. 2015), Dette burde skrives i nutid (2011) und zuletzt Wenn du magst (2016). Für ihre literarischen Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihre Bücher wurden bislang in 14 Sprachen übersetzt. Helle Helle lebt mit ihrer Familie in Lynge bei Sorø. Helle Helle gilt als eine der coolsten dänischen Autorinnen, in ihrem Heimatland sind ihre Bücher Bestseller. Weitere Informationen zu Helle Helle auf www.hellehelle.net.

     



    Flora Fink

    geboren 1980, studierte Nordische Philologie und schrieb ihre Magisterarbeit über das Werk Helle Helles. Sie übersetzte Helles Romane Rødby – Puttgarden (2010) und Die Vorstellung von einem unkomplizierten Leben mit einem Mann (2012) ins Deutsche.



  • Bücher
    Bücher von Helle Helle

    Pic
    Helle Helle
    Färseninsel
    NEUPic
    Helle Helle
    Wenn du magst

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Rødby – Puttgarden«

    »Helle Helle hat den Fähren, die zwischen Dänemark und Deutschland pendeln, ein literarisches Denkmal gesetzt.«
    Oliver Glasenapp, Deutsche Welle TV

    »Helle Helle arbeitet jedoch mit sublimen, nuancierten Mitteln, und obwohl ihr Buch ein Ich-Roman mit Jane in der Rolle der Erzählerin ist, bleibt die Innensicht fast völlig ausgespart, was dem Text einen besonderen Reiz verleiht. Helle Helles Blick ist ein äusserlicher, beobachtender. Sie gebe immer nur die halbe Geschichte, denn die halbe Geschichte sei die beste Geschichte, sagt sie. Vermutlich dachte Per Olov Enquist an dieses Erzählen der halben Geschichte, als er Helles ›meisterlichen Minimalismus‹ rühmte. Vor einem Jahr überreichte er ihr sogar den ›Enquist-Preis‹, mit dem er alljährlich einen jüngeren Autor oder – wie dieses Mal – eine Autorin auszeichnet.«
    Aldo Keel, Neue Zürcher Zeitung

    »Verblüffend, mit welch geringen Mitteln diese Autorin größte Effekte erzielt; sie schreibt quasi mit gebremstem Schaum, aber das Ergebnis strahlt. … Helle Helle arbeitet mit dem Nichtgesagten, sie ist vom Nouveau Roman beeinflusst, besonders der beinahe kalte Blick auf das Geschehen zeugt davon. … Zupackend lässt ihre Sprache das Schweigen erklingen, dramatisch die Szenen vibrieren.«
    Peter Urban-Halle, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »Helle Helle gelingt es, den Ton der Provinz einzufangen, den Ton von Menschen, die mehr fühlen als sie sagen. Und sie macht mit besonderer Einfühlung die Atmosphäre auf dem Passagierschiff spürbar. ... Die kleine Gemeinschaft rund um die Fähre gibt eine gewisse temporäre Sicherheit; der Schüttelverkehr ist wie ein beruhigendes Naturgesetz in einer stillen, rauen Welt. Man macht Nachtschichten, blättert in Klatschgeschichten, hält ein Schwätzchen, legt den Kundinnen Rouge und Mascara auf, wenn sie denn mal kommen,und bleibt dabei genügsam. Was die Menschen hier einschränkt, das ist für die Autorin und ihren lakonischen Roman ein erzählerischer Gewinn.«
    Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung

    »Helle Helles Romane erinnern an den Nouveau Roman: die detaillierten Beschreibungen, die Abwesenheit von Psychologie und ein beinahe kalter Blick auf das Geschehen zeugen davon. Uns selbst lässt ihr Roman überhaupt nicht kalt. Zu packend lässt sie die ›Sprache des Schweigens‹ erklingen, zu dramatisch die Szenen vibrieren, in denen nichts geschieht und sich vieles ereignet. – Diesen coolen, erregenden, hintergründigen Roman hat die junge Flora Fink sehr talentiert, sehr selbstbewusst übersetzt.«
    Peter Urban-Halle, Deutschlandradio Kultur

    »Sparsam und präzise erzählt, sanft zwischen Fröhlichkeit und Trauer hin- und herschaukelnd, ist dies ein wunderschöner und noch dazu hervorragend übersetzter Roman.«
    Wolfgang Bortlik, 20 Minuten

    »Es zieht, es ist kalt und es wird auch verhältnismäßig viel gestorben in diesem von Flora Fink kongenial übertragenen Roman, die übrigens auch ihre Magisterarbeit über Helle Helle schrieb. Trotz Coolness und Feuchtigkeit, die über diesem Roman liegen, beginnt man die beiden Frauen zu lieben.«
    Klaus Johannes Thies, Literaturzeit, Radio Bremen

    »In dieser Hinsicht trifft Helle Helle mit ihrem Roman einen Nerv unserer Zeit: Die stille Zufriedenheit mit dem Unbeteiligtsein gegenüber den Geschehnissen um uns herum. … Rødby–Puttgarden, so scheint es, zeigt vielen ihr Spiegelbild, und sie können sich tief in die Augen sehen, ohne etwas entdecken zu müssen.«
    Martin Grzimek, Deutschlandfunk

    »Auf knapp 300 unglaublich schnell dahinschwindenden Seiten erzählt die dänische Autorin mit dem eingängigen Namen von den beiden Schwestern Jane und Tine, die trotz so mancher Komplikationen erstaunlich leichtfüßig durch Leben gleiten.«
    Matthias Eichardt, Stadtmagazin 07, Jena

    »Wir verlieben uns auf der Stelle in Helle Helles doppelbödige Romane, diese merkwürdige Mischung aus Freude und Trauer, aus Lachen und Weinen, aus Lust und Schmerz, die sich so sicher einfindet wie das Amen in der Kirche.«
    Laudatio von Erik Skyum-Nielsen zum Kritikerpreis, 2005

    »Ein feiner und leiser Roman, der gerade wegen seiner Unaufdringlichkeit ganz nahe geht.«
    cohen+dobernigg Buchhandel, Perlen des Monats

    »Autorin Helle Helle hat für ihren Roman in Dänemark den Kritikerpreis des Jahres erhalten. Sie weiß, wovon sie schreibt, denn sie kommt aus Rødby und hat früher selbst auf der Fähre gejobbt.«
    NDR Ostseemagazin

    »Ein großartig erzähltes Sehnsuchtsstück über Hoffnung und Resignation, Trauer und Freude, wenn das Leben noch vor einem liegt.«
    Hochschulanzeiger, FAZ

    »Die Dramen spielen sich hier zwischen den Zeilen ab. Es sind Szenen, in denen nichts geschieht und sich vieles ereignet: ein unterkühlter, hintergründiger, nicht humorloser Roman, von Flora Fink sehr selbstbewusst übersetzt.«
    Peter Urban-Halle, Berliner Zeitung

    »Wer diesen fulminanten, atmosphärisch dichten Roman gelesen hat, wird die nächste Fähre mit ganz eigenen Gefühlen betreten.«
    Frank Keil, mare

    »Da hat eine das Leben eingefangen, das ihre Mutter gelebt hat und auch sie selbst, bevor sie studierte: als Parfumverkäuferin an Bord einer Fähre. Ohne Zorn und Eifer lässt sie zwei Schwestern, die ältere unverheiratet mit kleinem Kind, ihren Job mit allem Anstand erledigen, den jede Dienstleistung erfordert, die keine Reputation bringt oder Weiterentwicklung verheißt. … Ich finde ihren Naturalismus keineswegs trocken oder überholt – er ist ganz der Wirklichkeit und Wahrheit verpflichtet, seziert und psychologisiert nichts, sondern holt ans Licht, was auch für uns sehenswert ist: Menschen wie du und ich und doch Fremde, wenn wir uns begegnen. Auch das hat Stil.«
    Ellen Pomikalko, BuchMarkt

    »Helle Helle beherrscht die Kunst des Verschweigens wie Ernest Hemingway und die Kunst der Pointe wie Herman Bang.«
    Ekstra Bladet

    »Es erstaunt, dass man mit so wenigen, eigentlich gar keinen literarischen Mitteln so berührend erzählen kann. Die Kunst von Helle besteht darin, auf jeden Kunstgriff zu verzichten: Minimalismus meisterlich.«
    Tobias Prüwer, kreuzer, Das Leipzig Magazin

    »Ein starkes Buch über den banalen Alltag am Tor zur Welt – mit Fähren, die jahrein, jahraus im Takt hin- und herpendeln.«
    Gerd-J. Schwennsen, Lübecker Nachrichten

    »Rødby-Puttgarden erzählt von zwei Schwestern, die planlos in den Tag hineinleben. Auf den ersten Blick geht es um nichts, doch alles spielt sich in feinen Zwischentönen ab.«
    Matthias Borngrebe, Maxi

    »Im Zentrum des kurzen Romanes stehen zwei junge unabhängige Frauen, die Schwestern Tine und Jane, die als so genannte Parfumdamen auf den Fähren zwischen Dänemark und Deutschland arbeiten. Erzählt wird in reduzierter Sprache vom Leben in der dänischen Provinz, das im Schatten der an- und abfahrenden Fähren ohne wesentliche Höhepunkte und Aufregungen dahinplätschert. … Die jüngere der Schwestern allerdings entdeckt im Verlauf des aus ihrer Perspektiven erzählten Romans und aus ihren Krisen heraus das Vermögen der Sprache. Fragen der Reifung und sprachlicher Zugänge zu Welt und Sein gehören somit zum Kern des Textes.«
    Constanze Gestrich, Kulturhus Berlin

    »Ein Roman ohne quälende Analysen und Herumräumen in Innerlichkeiten, sparsam, präzise und ungeheuer lebendig erzählt.«
    Wolfgang Bortlik, Club-Ticket

    »Eine mit psychologischem Feingefühl geschriebene Milieustudie, in der scheinbar unspektakuläre Tagesabläufe geschildert werden, hinter denen sich zunehmende Bodenlosigkeit ausbreitet.«
    Freya Rickert, ekz Bibliotheksservice

    »Präzise und klar beschreibt die dänische Autorin Helle Helle in ihrem preisgekrönten Roman Rødby-Puttgarden die Welt der beiden Schwestern. ... Nach und nach aber, fast beiläufig schleicht sich der Tod in diesen Roman ein. Und mit ihm überraschende Erkenntnisse und Wendungen ... .«
    Cornelia Wolter, Frankfurter Rundschau

    »Ähnlich sparsam ist der Stil der dänischen Autorin, die im 2005 in Dänemark ausgezeichneten Roman manchmal geradezu minimalistisch mit Sprache und Wörtern arbeitet, sodass das Lesen zwischen den Zeilen unabdingbar wird.«
    Oldenburg Live

    «In Dänemark ist die Schrifstellerin zu Recht ein Star.«
    Frank Keil, Nordis.Das Nordeuropa Magazin

    »So leicht und unbeschwert wie sich das Leben der beiden Protagonistinnen in Helle Helles Roman Rødby-Puttgarden abspielt, lesen sich auch die Sätze und die Dialoge im Buch.
    Doch die Kunst Helle Helles liegt im Unausgesprochenen zwischen den Zeilen. Oft sind es Kleinigkeiten wie bestimmte Gesten oder die Wortwahl in Gesprächen, mit denen die Autorin eine Vertrautheit zu ihren Figuren herstellt.«
    Annegret Glock, Schreiblust Verlag

    »›Immer hin und zurück‹: Der Roman Rodby-Puttgarden von der Dänin Helle Helle ist eine Geschichte über den ständigen Ausnahmezustand von Menschen, die auf Fähren arbeiten. Die Geschichte ist ›Das Gegenteil eines Bildungsromans‹, wie die Autorin selbst sagt.«
    Umgeblättert, Buchmarkt

    »Eine angenehme Lektüre, die der Leserin im Wechsel von Beschreibungen und Dialogen aus Vergangenheit und Gegenwart das Schicksal der Protagonistinnen näher bringt. «
    Leseperlen, Landeskirchliche Bücherei-Fachstelle

    »Eine leichtfüßig erzählte Geschichte über zwei Schwestern, die sich treiben lassen ...«
    Sabine Schönfellner, eselsohren.at

    »Was zählt, sind die kleinen und großen Gefühle, die kleinen, nicht ernst gemeinten Fluchten, ist das Bewältigen, der Umgang mit dem Leben, von dem ihre Figur Jane ebenso wie Sie und ich nur das eine hat. Helle Helles Roman Rødby – Puttgarden ist ein wunderbar lesbares Stück Wirklichkeit zwischen nassen Füßen und Schokoladenbruch, White Linen und Camferine, Træsko, abgesprungenen Fahrradketten und der Freude am kleinen Glück. Denn mehr ist nicht möglich – und auch nicht nötig.«
    Frank Becker, Musenblätter.de