Background Image
  • Ida & Louise

Louise Carpenter
Ida & Louise

  • Aus dem Englischen von Miriam Mandelkow
    128 Seiten. Gebunden. Mit zahlreichen S/W-Abbildungen.
    Originalausgabe

    € [D] 17.00 / € [A] 17.50 / SFr. 20.50 (UVP)

    ISBN 9783908777540

    2. Auflage

    Rezensionen zum Buch bei
    lovelybooks.de


  • Wie zwei Schwestern die Gestapo überlisteten


  • Inhalt
    Inhalt

    Ida und Louise führen ein eintöniges Dasein als Steno-typistinnen in einer Behörde. Als sie eines Tages eine Arie aus Madame Butterfly hören, springt der Funke über und aus den Schwestern werden passionierte Opernbesucherinnen. Sie folgen ihren Stars bis an die Met nach New York, nachdem sie zwei Jahre lang eisern gespart haben.

    Ida schreibt über ihre New York-Reise einen Artikel, wagt sich dann an einen Liebesroman und wird zur Bestsellerautorin. Ida und Louise können nun ihre Leidenschaft leben. Oft besuchen sie Aufführungen in ganz Europa, auch in Deutschland, wo sie realisieren, dass dort für Juden kein Platz mehr ist. Juden zur Emigration aus Deutschland zu verhelfen wird zu ihrer neuen Lebensaufgabe – und die beiden schaffen es, bis 1939 unter den abenteuerlichsten Umständen zahlreichen Juden die Ausreise zu ermöglichen.

    Louise Carpenter erzählt in Ida & Louise eine Geschichte, deren romanhafte Wendungen und Abenteuer nur das Leben schreiben konnte: Die Lebensgeschichte zweier englischer Schwestern, denen es dank ihrer Leidenschaft für die Oper gelang, die Gestapo zu überlisten und 29 Menschen das Leben zu retten. Ida und Louise Cook wurden 2010 als »Heroes of the Holocaust« geehrt.

  • Biogramm
    Louise Carpenter

    ist Journalistin und schreibt für den London Daily Telegraph und den London Observer. Ida and Louise erschien im Sommer 2007 im Granta 98 – The Deep End und erscheint hier erstmals in Buchform. Louise Carpenter lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Dorset.

    Miriam Mandelkow

    1963 in Amsterdam geboren, lebt als Übersetzerin in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung im Dörlemann Verlag u.a. die Werke von Martha Gellhorn, Patrick Hamiltons Romane Hangover Square und Sklaven der Einsamkeit, Michael Frayns Roman Gegen Ende des Morgens und Tobys Zimmer von Pat Barker.



  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Ida & Louise«

    »Es gibt sie immer noch: bislang unbekannte Geschichten von waghalsigen Rettungsaktionen aus Hitler-Deutschland. So auch die der englischen Schwestern Ida und Louise Cook ... Mit leichter Hand, im Stil einer Reportage zeichnet die Journalistin Louise Carpenter den ungewöhnlichen Lebensweg der beiden furchtlosen Schwestern nach ... Selten genug erlebt man, dass Kunst und Leben so ungeniert in eins fallen wie in diesem schönen Nachruf auf zwei couragierte Damen.«
    Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur

    »Wie die beiden Schreibdamen erst trocken Brot essen und auf ihr erstes Opernticket sparen, schließlich in Pelz gewandete, starsüchtige Groupies werden, die im Berliner Adlon verkehren wie Goebbels und Himmler und in New York mit Maria Callas anstoßen, dann Ida mit lüsternen Groschenromanen ein Vermögen verdient und sie damit verfolgten Juden zu Hilfe kommen, über 50 Menschen vermutlich das Leben retten - das ist eine herrliche, zu Lachtränen rührende Geschichte, deren Lektüre heftig zuzuraten ist.«
    Susanne Mayer, DIE ZEIT

    »Louise Carpenter erzählt, wie die englischen Opernliebhaberinnen Ida und Louise Cook Juden in Nazideutschland halfen. ... Die englische Journalistin erinnert in einem lesenswerten, sympathisch unprätentiös gehaltenen Büchlein an diese ungewöhnlichen Schwestern.«
    Oliver Pfohlmann, NZZ

    »Bemerkenswert ist die Form, die Carpenter gewählt hat. Keine große Biografie, kein verklärendes, würdiges, mit x Fußnoten und Anmerkungen versehenes Werk, sondern eine kleine, noch ganz vom Zauber dieser seltsamen Schwestern durchdrungene Erzählung. Man spürt das Staunen noch, das sie bewegt hat, als sie der Geschichte von Ida und Louise nachging.«
    Heide Soltau, NDR Info

    »Louise und Ida Cook waren verrückt nach der Oper. Und sie waren mutig, einfallsreich und hilfsbereit ... Es ist eine unglaubliche Geschichte, die die englische Journalistin Louise Carpenter ausgegraben hat und die jetzt der Zürcher Dörlemann Verlag auf Deutsch vorlegt.«
    Claudia Kühner, Tages-Anzeiger

    »Carpenter erzählt in jenem unaufgeregten, aber persönlichem Tonfall, der Biografien aus dem englischsprachigen Raum oft so ansprechend macht.«
    Frederik Hanssen, Tagesspiegel

    »Ein berührendes, kleines Buch voll feinen Gefühls.«
    Nicole Golombek, Stuttgarter Nachrichten

    »Wie es die zwei geschafft haben, nicht nur Leben zu retten, sondern auch Teile des Vermögens der Exilanten aus Deutschland zu schaffen, ist ebenso spannend wie unvergesslich wie auch wunderbar britisch exzentrisch.«
    tachles

    »Carpenter betont das Kuriose und pragmatisch Unheldische der Schwestern – was den Leser bei allem Lektürevergnügen Grundsätzliches lehrt: Die Liebe zur Kunst kann Leben retten. Carpenter würdigt überdies zwei unabhängige weibliche Existenzen, lange bevor das Wort Feminismus in Mode kam.«
    Anke Westphal, Berliner Zeitung

    »Ein würdiger Nachruf auf zwei couragierte Frauen, die vielen Menschen das Leben retteten.«
    Elle

    »Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, waren die Schwestern Louise und Ida Cook, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts geboren wurden, nicht dazu bestimmt, der Vorsehung ins Handwerk zu pfuschen. Drei Dinge waren es, die das Leben der nicht eben mit Schönheit gesegneten Frauen veränderten: die plötzlich entflammte gemeinsame Leidenschaft für die Oper, Idas Begabung, mit sentimentalen Romanen Geld zu machen, und ihrer klarer Blick für die Verhältnisse in Hitlers Deutschland. So ungeniert, wie sie sich um die Freundschaft mit den Operndiven ihrer Zeit bemühten, so furchtlos setzten sie sich für verfolgte Juden ein, deren Übersiedelung nach London sie auf eigene Gefahr betrieben. Mindestens 60 Menschen haben die beiden alten Jungfern gerettet. Wie sie es taten, kann man nun nachlesen.«
    Alain Claude Sulzer, Rheinischer Merkur

    »Eine spannende Geschichte, die durch Kommentare und Augenzeugenberichte aufgepeppt wird.«
    Marc Halupczok, Federwelt

    »Louise Carpenter stützte sich beim Schreiben ihres aufregenden Buches auf die Autobiografie Ida Cooks von 1950, die auch Auskunft gibt über die Motive dieser Frauen ... Carpenter zeigt, wie selbstverständlich für Ida und Louise Anstand und Nächstenliebe waren.«
    Annerose Kirchner, Ostthüringer Zeitung

    »Es ist eine wahre Geschichte, auf die die Autorin stieß, als ihr ein Freund die Autobiografie der beiden Schwestern We followed our stars schenkte. Carpenter wollte mehr wissen: Wer waren diese beiden Frauen, die ein einerseits so unspektakuläres Leben führten, deren einzige Leidenschaft die Oper wurde – und die sich zugleich in Situationen begaben, die abenteuerlich waren und mit denen sie mindestens 29 Menschen zwischen 1937 und 1939 das Leben retteten? … Louise Carpenter erzählt das alles in einem leichten, erzählerischen Ton, manchmal im Stile einer Reportage.«
    Carola Ebeling, Literaturkritik

    »Pure Leidenschaft: Die Geschichte ist so unglaublich, wie sie nur in Märchen oder im wahren Leben geschieht ... Lektüre, die man in einem Atemzug verschlingt.«
    Anita Stricker, Buchjournal

    »Die Autorin hat den beiden Schwestern mit ihrer kleinen Niederschrift ein außerordentliches Denkmal gesetzt ... Darüber hinaus gelingt Louise Carpenter eine Charakterstudie und ein Zeitbild, das in seiner Einmaligkeit erstaunlich ist ... Wieder einmal ist dem Dörlemann Verlag abseits vom allgemeinen Literaturbetrieb die Entdeckung einer Rarität gelungen!«
    Claudine Borries, Bookreporter.de

    »Es ist ein ansprechendes hübsches Büchlein geworden, leicht zu lesen durch die angenehm fliessende Übersetzung und die Form der Aufbereitung der Fakten. ... So wird es zu einem Lesegenuss nicht nur für geschichtlich Interessierte, ... sondern ebenso für Leute, die sich für soziale Formen interessieren.«
    Regula Schweizer, Theaterkurier Baden

    »Was für eine Thema: Wie zwei Schwestern die Gestapo überlisteten, da muss man doch einfach lächeln, denn wer Sicherheitsdienste überlistet, der muss eine gute Geschichte zu erzählen wissen. Im Falle der Autorin Louise Carpenter zeigt sich dies in ihrem Buch Ida & Louise, dort erzählt sie in romanhaftem Stil mit einigen gekonnten und ungewöhnlichen Wendungen wie es zwei Englischen und in die Oper vernarrten Damen gelingt, bis 1939 zahlreiche Juden aus Deutschland herauszuschmuggeln.«
    Thorsten Wiedau, Amazon.de

    »Ida & Louise ist ein wunderbares und ergreifendes Buch, das eine spannende, ermutigende und wahre Geschichte auf warmherzige und humorvolle Weise erzählt. Ein Buch, dass das Prädikat »lesenswert« mit Sicherheit mehr als verdient.«
    Adriana Stern, Aviva-Berlin.de

    »Die Journalistin Louise Carpenter lebt in Dorset und schreibt für den Daily Telegraph und den Londoner Observer. Aus der abenteuerlichlichen Lebensgeschichte zweier Schwestern machte sie Reportagen, aus den Reportagen nun ein Buch, das den Namen der beiden trägt: Ida und Louise. Wie zwei Schwestern die Gestapo überlisteten.«
    Kirsten Martins, Bayern2 Diwan Büchermagazin

    »Louise Carpenter beschreibt kurzweilig die abenteuerlichen Umstände, unter denen das seltsame Geschwisterpaar 29 Juden das Leben rettete.«
    Living – Brigitte von Boch