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  • Tanz der seligen Geister

Alice Munro
Tanz der seligen Geister

  • Fünfzehn Erzählungen
    Aus dem Englischen von Heidi Zerning
    Deutsche Erstausgabe
    Originaltitel: Dance of the Happy Shades
    384 Seiten. Leinen mit Leseband
    4. Auflage

    € [D] 24.00 / € [A] 24.70 / SFr. 29.00 (UVP)

    ISBN 9783908777557

    Jetzt auch als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778028
    € 9.99

  • Abgründe des Alltags


  • Inhalt
    Inhalt

    »Ich denke vor allem an die Kanadierin Alice Munro, mit der es auf diesem Planeten allenfalls eine Handvoll Schriftsteller aufnehmen kann. Ich meine, sie hat im Bereich der Kurzgeschichte Tschechow übertroffen, und der war nicht gerade ein Anfänger.«
    Jonathan Franzen in einem Interview in der »Zeit« auf die Frage nach möglichen nordamerikanischen Nobelpreisträgern


    Tanz der seligen Geister war das Debüt der großen Meisterin der kleinen Form. Die Sammlung erschien im Original 1968 und wird nun erstmals auf Deutsch herausgegeben. Bereits hier zeigt sich Alice Munro als präzise, unsentimentale und abgründige Chronistin zeitgenössischen Alltagslebens. Stehen in ihren späteren Büchern Frauen mittleren Alters im Vordergrund, so finden sich in Tanz der seligen Geister vor allem Erzählungen vom Erwachsenwerden.

    Erstmals auf Deutsch!

  • Biogramm
    Alice Munro

    1931 in Ontario geboren, gehört zu den renommiertesten Autorinnen der Gegenwart. Sie hat zahlreiche Erzählbände und einen Roman veröffentlicht. Für ihr umfangreiches literarisches Werk wurde sie mit unzähligen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2009 mit dem renommierten Man Booker International Prize und 2013 mit dem Literaturnobelpreis. Alice Munro lebt in Ontario, Kanada.



    Heidi Zerning

    übersetzt seit vielen Jahren englische und amerikanische Literatur, unter anderem Truman Capote, Steve Tesich, Virginia Woolf und eben Alice Munro, als deren »deutsche Stimme« sie gilt.



  • Bücher
    Bücher von Alice Munro

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  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Tanz der seligen Geister«

    »Ich denke vor allem an die Kanadierin Alice Munro, mit der es auf diesem Planeten allenfalls eine Handvoll Schriftsteller aufnehmen kann. Ich meine, sie hat im Bereich der Kurzgeschichte Tschechow übertroffen, und der war nicht gerade ein Anfänger.«
    Jonathan Franzen in einem Interview in der »Zeit« auf die
    Frage nach möglichen nordamerikanischen Nobelpreisträgern


    »Munro ist einfach immer perfekt, jede Geschichte ist ein Kleinod.«
    Philipp Tingler, Literaturclub

    »Ohne großes Aufheben zu machen und mit einem genauen Blick für Minderprivilegierte und Außenseiter gibt Munro den alltäglichen Tragödien auf subtile Weise Raum.«
    ORF-Bestenliste, Juli 2010

    »Es gibt ein neues Alice Munro-Buch und das erleichtert uns alle in einem Punkt: Wenn wir mal gefragt werden, was man jemandem für ein Buch zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken kann, haben wir jetzt eine Antwort. Alice Munro kann jeder lesen ... Ich finde, sie ist sowohl spannend als auch packend als auch unglaublich weltweise und klug. Alice Munro beantwortet uns die allerwichtigsten Fragen, sie erklärt uns, was und wie Menschen sind und wie komplex und vielschichtig die Realität ist - und das ist die Königsklasse von dem, was Dichtung kann.«
    Traudl Bünger, Literaturclub
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    »Der Erstling der Kanadierin Alice Munro, der erst jetzt übersetzt wurde, ist ein Fund ... Das Buch ist eine starke Einstiegsdroge für alle, die Alice Munro noch nicht kennen. Aber auch wer dieser Schriftstellerin bereits verfallen ist, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen.«
    Gunhild Kübler, NZZ am Sonntag

    »Romane lassen sich schlecht mit Symphonien vergleichen. Aber speziell bei diesen kanadischen Short Stories liegen die Parallelen zu ›The German Lied‹ so offen zutage, dass man beim Lesen fast darüber stolpert.«
    Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

    »Wenn ein Roman die Wirklichkeit vereinnahmt und umarmen will, dann lässt Munro ihr mit diesen Geschichten die Distanz: gefügig, stumm und unerreichbar ist ihnen die moderne Lebenswelt«
    Tobias Döring, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »In diesem ersten Buch ist er auf erstaunliche Weise schon da: der besondere Munro-Ton, der einen geradezu süchtig macht.«
    Manuela Reichart, rbb Kulturradio

    »Sowieso die Größte, wenn es um Erzählungen geht. Zwar ist es infam, Munro als ›Frauenschriftstellerin‹ abzutun, andrerseits: Die Frau, die ihren Geschichten nicht verfällt, ist keine echte Leserin. ... Am besten, man liest alles, was es von Alice Munro gibt.«
    Eva Menasse, Die Welt

    »Sie versteht es, aus wenigen Szenen ein ganzes Leben zu entfalten. Mehr noch: Sie zeigt das nicht gelebte Leben, die Wünsche und Sehnsüchte, die sich unter dem Alltag verbergen und die nur in besonderen Augenblicken spürbar werden.«
    Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur

    »Munro braucht selten mehr als dreißig Seiten, um uns diese Frauen, Kinder und Männer, ihre Ängste und Träume plastisch vor Augen zu führen. Über die Klarheit und Eleganz mit denen sie Beziehungen eskalieren lässt, mit denen sie die feinen Verästelungen mehr oder weniger beschädigter Gefühle nachzeichnet, kann man nur staunen.«
    Sabine Rohlf, Berliner Zeitung

    »Bloß ein Mädchen? Zugleich genau und auch geheimnisvoll, wie im Plauderton und doch mit erstaunlicher Tiefe lotet Alice Munro das Bewusstsein ihrer jungen, meist weiblichen Hauptfiguren aus, unsentimental, nach allen Seiten offen, in schlanken, wie von selbst getakteten Sätzen. Tanz der seligen Geister erschien bereits 1968: fünfzehn klassische Stories, von Heidi Zerning makellos übersetzt, die beweisen, wie ausgereift das Talent der 1931 in Ontario geborenen Autorin bereits damals war.»
    Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

    »In diesen frühen Erzählungen ist schon alles vorhanden, was Munro zu der großen Autorin gemacht hat, als die sie heute bewundert wird: die pointierten, genau beobachteten Momentaufnahmen von Menschen an einem Punkt des Umbruchs, die schwebende traurige Klugheit, die unerwartete Schärfe der Erkenntnisse und die stilistische Sicherheit. ... Es ist fast unbegreiflich, dass [diese Short Stories], großartig übersetzt von Heidi Zerning, erst jetzt auf Deutsch erscheinen. Das Buch selbst ist übrigens besonders schön gestaltet [...]. Also innen wie außen: eine uneingeschränkte Freude.«
    Jutta Duhm-Heitzmann, NDR Kultur
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    »Sie ist eine Meisterin der Beschreibung des Alltags der kleinen Leute, ihrer Träume und oft unerfüllten Hoffnungen. Mit Leichtigkeit und gleichzeitiger Tiefe gelingt es ihr, in wenigen Sätzen ganze Jahrzehnte zu umreißen.«
    Focus

    »Ist man einmal am Ende des Bandes ... angelangt, dann weiss man, dass einem ein Wunder tatsächlich ohne viel Aufhebens zufallen kann – schön gebunden, makellos übersetzt und lange in der Erinnerung nachklingend, wie das Buch, das man in Händen hält.«
    Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

    »Alice Munro war offenbar erst zufrieden, als jede Geschichte wie ein Bernstein war, in den ein kleines Leben eingeschlossen ist.«
    Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

    »Eine Gnade für alle, bei denen die Sorge, das falsche Buch im Koffer zu haben, immer mitreist. 15 Erzählungen, jede so reich und so unvergesslich wie ein absoluter Lieblingsroman!«
    Angela Wittmann, Brigitte

    »In Alice Munros Erzählungen kommt die Erkenntnis auf leisen Sohlen. Den Argwohn des Mittelmaßes gegenüber der Andersartigkeit, den Moment, in dem ihre Heldinnen ihr Schicksal annehmen, davon erzählt die Kanadierin ohne viel Aufhebens, schlicht und ohne Drama. Doch man bleibt umso erschütterter zurück, weil das Nichterzählte das Unglaubliche greifbar macht.«
    Literaturhaus Hamburg

    »Bereits in ihrem Debüt zeigt sich Alice Munro als präzise, unsentimentale und abgründige Chronistin zeitgenössischen Alltagslebens.«
    Hanspeter Künzler, books

    »Die Meisterin der Kurzgeschichte. ... Nichts Außergewöhnliches geschieht hier und doch ist jede der 378 Seiten ein Ereignis. Man hat, mit den Worten Alice Munros aus einer dieser Geschichten gesprochen, das Gefühl, einen Einblick erhalten zu haben in die schamlose, wunderbare, zerstörerische Absurdität, mit der nicht die Literatur, sondern das Leben seine Handlungsabläufe improvisiert. ... Selten hat man so kluges über unser ständigen Selbsttäuschungen unterworfenes Erinnerungsvermögen gelesen, über die Version unserer Kindheit, die sicher in Anekdotenform aufbewahrt ist, wie in einer Art von mentalem Zellophan und was für phantastische Gespinste wir um die zarten Gestalten unseres kindlichen Ichs weben, so dass sie bis zur Unkenntlichkeit unverbesserlich und fröhlich daraus hervorgehen.«
    Christopher McDougall, Bayerischer Rundfunk

    »In diesem frühen Werk, das nun erstmals auf Deutsch erschienen ist, begegnet man der großen Einsamen als junger Autorin: schon ganz eigen, entschieden im Ton, absolut unsentimental und begabt mit der Kunst, durch das letzte Wort eine ganze Geschichte blitzartig in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. ... Todtraurige und doch wunderbare Geschichten von jungen Mädchen, die jenseits der ›sicheren Grenzen der Kindheit‹ eigensinnig nur mit Mühe wenigstens eines bewahren - ›ein unvoreingenommenes Herz‹.«
    DER SPIEGEL

    »Mit seinem feinen Gespür für literarische Perlen hat der kleine Schweizer Dörlemann Verlag im Frühjahr 2010 den Tanz der seligen Geister – ihr Debut von 1968 – in einer wunderschön gestalteten Ausgabe herausgebracht. … Die ruhige, unbeirrbare, genau hinschauende Beobachterin Alice Munro erzählt präzise, ohne sich in Details zu verlieren. Heidi Zerning hat ihre schnörkellose, poetische Sprache kongenial ins Deutsche übersetzt.«
    Dorothée Leidig, Virginia

    »Es sind Geschichten über einfache Leute, ihre Träume und Hoffungen, aber auch ihr Scheitern. Geschichten, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte, so sehr ziehen sie mit ihrer klaren und scharfsinnigen Sprache den Leser in Bann.«
    Irène Weitz, Schweizer Familie

    »Man muss sich dazu zwingen, nach zwei, drei Geschichten das Buch zu schließen und brav schlafen zu gehen, damit man tags darauf auch noch etwas davon hat. ...
    Da ist kein Wort zu viel, kein Ton falsch, und immer wieder schlägt in einem Augenblick lähmende Bedrückung in grelles Entsetzen um, so dass man nicht anders reagieren kann als mit Lachen, um es überhaupt auszuhalten. Mit einem Wort: grandios!«
    Walter Klier, Wiener Zeitung

    »Ob sie wohl ein inniges Verhältnis zu ihren Personen unterhält? Es ist nicht Munros Art, uns dies zu verraten, denn sie ist eine Geheimniskrämerin, die ihre Schubladen nur sparsam öffnet und die Gardinen, hinter denen sich das Unsagbare verbirgt, nur zögernd lüftet, dies aber mit so viel Gewinn, dass man den nächsten Band mit ihren frühen Erzählungen kaum abwarten kann.«
    Alain Claude Sulzer, Basler Zeitung

    »Manchmal braucht selbst große Literatur lange, bis sie die Übersetzungshürde nimmt – bei diesem Erstling der nobelpreisverdächtigen Kanadierin mehr als 40 Jahre. In den Erzählungen erweist sie sich als Seismographin weiblicher Adoleszenz und als Kritikerin der Ausgrenzung, die allen Unangepasstheiten in sozialer Enge widerfährt. Unbedingt lesen.«
    Börsenblatt

    »Der stets für literarische Leckerbissen gute Dörlemann Verlag hat mit den frühesten, bisher unübersetzten Erzählungen der kanadischen Grossmeisterin Alice Munro erneut einen Schatz gehoben. Schnörkellos, mit lyrisch verknappter Schilderungskunst und einem bei aller Menschlichkeit eisklaren Blick für die Mängel des Herzens erzählt, weisen die Geschichten in Tanz der seligen Geister die verblüffende Reife des literarischen Débuts aus.«
    Neue Zürcher Zeitung

    »Munro wirft immer nur einen kurzen Blick mitten in das Leben ihrer Figuren. Sie spart viel aus, gönnt uns immer nur einen kleinen Ausschnitt, so als dürften wir mal eben durch ein bestimmtes Fenster schauen. Aber damit transportiert sie mehr, als andere in mehreren kiloschweren Romanen erzählen könnten. Mehr Wahrheit, mehr Tiefe, mehr Einsicht in die menschliche Psyche, auch in Abgründe.«
    Antje Deistler, WDR 2

    »Das ist auch das Geheimnis von Munros lakonischer Prosa: Es gibt nichts Heimliches, aber doch Dinge, die nicht erzählt werden dürfen – und die gleichwohl verborgen im Text stehen, im Raum schweben, im Kopf des Lesers sich entfalten. Schon im Band Tanz der seligen Geister von 1968, der nun in schöner Übersetzung von Heidi Zerning erstmals auf Deutsch erscheint, ist dieser einmalige Ton da.«
    Ulrich Rüdenauer, Die Rheinpfalz

    »All diese gestochen scharfen Einzelheiten; all die Gesten, die nie willkürlich wirken, sondern immer eine Befindlichkeit preisgeben, einen Charakter veranschaulichen; all die Naturbeschreibungen, die Randepisoden und die Gerüche [...]; all die Beobachtungen, das Mitgefühl, die hellen Gedanken: Man liest Munro und liest sich mitten ins Leben, wie es so ›seinen Gang nimmt‹.«
    Ingrid Mylo, Badische Zeitung

    »Ihre Geschichten sind wie das langsame Zuzoomen auf Menschen, die man dann so genau und tief kennenlernt wie kaum jemanden im wirklichen Leben ... Die vielschichtige und feine Beobachtungsgabe von Alice Munro ist nicht nur ein Lesegenuss, sondern schärft auch die Sicht der Welt.«
    Doris Dörrie in einem Interview mit »Emotion«

    »Es klingt wie Erinnern. Wobei es ganz gleichgültig ist, ob es tatsächlich so war oder anders oder alles erfunden: Es ist, wie jede Literatur von Rang, leuchtend wahr.«
    Ingrid Mylo, HR2
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    »Mit ihrem ironischen Ton macht uns Munro ihre Protagonisten in wenigen Sätzen zu guten Freunden – und packt beiläufig ganze Menschenleben in ihre Momentaufnahmen.«
    Isabella Pohl, Der Standard

    »Wenn sie gut sind, tun Kurzgeschichten weh. Die Kurzgeschichten der kanadischen Autorin Alice Munro sind außerordentlich gut, wer auf diesem Feld wäre ihr heute ebenbürtig?«
    Jürgen Holwein, Stuttgarter Nachrichten

    »Beeindruckend ist die Wahrhaftigkeit und der scharfe Blick, mit dem Alice Munro Personen und Situationen seziert: Sie beschreibt Details, Gerüche, Geschmäcke und Farben so lebendig, dass man sie fast spürt, die juckende Wolle eines zu warmen Kleides oder die klebrigen Zuckerstangen, die geschmolzen und wieder erkaltet nur nach Nägeln schmecken.«
    Aviva

    »Wieder einmal hat der kleine Dörlemann Verlag aus Zürich ein Kleinod aus der Fundgrube der Literatur gefischt. ... hier ahnt man bereits, was Munro später ausmachen wird, das reiche Erzählen in sparsamen Sätzen. Eine Autorin, die uns die Hoffnung auf einfache Lösungen mit glitzernder Schärfe austreibt. Eine Schreibmeisterin.«
    Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur

    »Das Buch zeigt Szenen weiblicher Adoleszenz in der ländlichen Enge der 1940er- und 1950er-Jahre des vorigen Jahrhunderts: präzis und subtil in den Blick genommen, böse mitunter, doch nie ohne Empathie ... Dieses Buch ist ein Juwel und keinesfalls ein Stück einer Anfängerin.«
    Hans-Ulrich Probst im Gespräch mit Annette Pehnt & Christine Lötscher, DRS2
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    »Das Werk zeigt das Leben – und das ist Liebe und Tod ... Aber aufgehängt in diesen Provinzkäffern, in diesen verschlafenen, öden Landstrichen, wo man das Gefühl hat, es ist todlangweilig – nein! Es ist völlig spannend, obwohl es 70 oder 60 Jahre zurückliegt. Das ist wieder mal das Faszinierende.«
    Hans-Ulrich Probst, DRS 2

    »Die Geschichten dieses Bandes aus dem Jahr 1968 handeln vom Erwachsenwerden und von der Heimat der Kindheit, die ein literarischer Schatz ist, den man in sich trägt.«
    Ulrich Rüdenauer, Börsenblatt

    »Die Krise wirkt im Hintergrund. Die Erzählerin hat die Welt ja nicht anders erlebt. Im Vordergrund geht es ums Erwachsenwerden, um Emanzipation, um hartnäckige, nicht immer erfolgreiche Versuche, sich den Rollen zu entziehen, in die Töchter hineinwachsen und die Ehefrauen akzeptieren sollen. Eine zeitlose Thematik. Umso erstaunlicher, dass dieses feingeschliffene Prosajuwel erst jetzt nach Deutschland gefunden hat.«
    Ulrich Baron, Spiegel Online

    »Sie halten an der Meinung fest, Erzählungen seinen lediglich Lockerungsübungen für Romanciers in spe? ... Womit feststeht, dass Sie noch nie ein Werk von Alice Munro rezipiert haben. ... Offenbar besaß Munro es von Anfang an: ein unbestechliches Gespür für die Härte von Ausgrenzung, bei kleinstädtischer soziales Enge an der Tagesordnung. In Tanz der seligen Geister schreibt sie, gewohnt ungekünstelt und mit existenzieller Wucht, über die Schattenseiten der weiblicher Adoleszenz.«
    Andrea Rinnert, Buchjournal

    »Das ist große Kunst, hinreißend. Wahrscheinlich unsterblich und sehr lesenswert!«
    Ellen Pomikalka, BuchMarkt

    »Meistens finden ihre Mädchen und Mütter das Glück, weil sie darum kämpfen. Und Munro findet für diesen Kampf Sätze von unvergleichlicher Prägnanz. So erstrahlt jede dieser 15 Erzählungen wie polierter Marmor – und jede hat das Gewicht eines Romans.«
    Ingrid Bertel, ORF Vorarlberg

    »Alice Munro erzählt das unaufgeregt, manchmal fast unterkühlt. Sie nimmt sich in allen Geschichten Zeit und Raum, die Umgebung und die Nebenfiguren genau zu beschreiben, um dann ihre Hauptfiguren einen kurzen Moment der (Selbst)Erkenntnis erleben zu lassen.«
    Martina Sulner, Hannoversche Allgemeine

    »Man muss sagen, Alice Munro schreibt wirklich seit mehr als 40 Jahren auf hohem Niveau.«
    Sven Boedecker, SonntagsZeitung

    »Munro war von Anfang an grandios.«
    Sabine Rohlf, Missy Magazine

    »Alice Munro arbeitet mit einer reichen Sparsamkeit. Ihre Sprache ist fesselnd schlicht. Sie braucht nicht den großen sprachlichen Pomp, um ihre Leser wirklich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.
    Simone Linne, Gießener Zeitung

    »Wer glücklich sein will, muss Entscheidungen treffen – für etwas, aber vor allem gegen etwas. Wer glücklich sein will, muss verraten, das führt Alice Munro in diesen brillanten, latent bösartigen Geschichten vor.«
    Andreas Schäfer, Tagesspiegel

    »Die Pflicht, glücklich zu sein. Wie eine Flaschenpost aus dem Jahr 1968 erscheint erst jetzt die deutsche Ausgabe von Alice Munros Debütband ... Mit einer für ein Erstlingswerk bemerkenswerten Meisterschaft öffnet Alice Munro einen solchen Durchblick in der ersten Erzählung des Bandes ... Hier tut sich immer wieder ein Abgrund auf, den Alice Munro seither mit Worten zu erfassen und zu füllen sucht.«
    Ulrich Baron, Süddeutsche Zeitung

    »Es ist nicht schwer, dieses Debut zu loben, schon gar nicht in der Retrospektive. Für Kenner von Munros Werk ist es wie eine Grabung: Sedimentschichten werden entfernt, Grundideen ihrer Geschichten freigelegt, biografische Bezüge offenbart.«
    Annette Mingels, Tages-Anzeiger

    »Der Fokus richtet sich wie in einem Brennglas verdichet auf eine Situation, in die der Leser unmittelbar hineinkatapultiert wird. Alice Munros Kunst ist es, mit wenigen, sprachlich klaren Sätzen die Gefühlswelt ihrer Figuren aufzufächern.«
    Susanne Helmer, Nürnberger Nachrichten

    »Toll!«
    Dresdner Morgenpost

    »Mit einem Gespür für Munros Zwischentöne und Geheimnisse lädt die Übersetzerin ein, dem taumelnden Tanz zeitloser Geister beizuwohnen. In diesem griffigen Leinenband möchte man umherwandern und verweilen, um mit der Autorin das Geschaute für sich zu bewahren.«
    Anne Hahn, Weltexpress

    Der kleine Schweizer Dörlemann Verlag mit seinem feinen Gespür für literarische Perlen hat nun ihr Erstlingswerk Tanz der seligen Geister in einer wunderschön gestalteten Ausgabe herausgebracht. ... Die ruhige, unbeirrbare, genaue Beobachterin Munro erzählt präzise, ohne sich in Details zu verlieren. Sie tut dies in einer schnörkellosen, poetischen Sprache, die schüchtern geblümte Tapeten und königliche Verdrossenheit kennt; Heidi Zerning hat sie kongenial ins Deutsche übersetzt. ... man bekommt nicht genug davon, wenn man sie erst einmal entdeckt hat.
    Dorothée Leidig, literaturkritik.de

    »Alice Munro nimmt sich in ihren Geschichten der kleinen Leute, ihrer Träume und versteckten Hoffnungen an. Es sind ihre feinsinningen Beobachtungen, die, in Sprache umgesetzt, ans Gemüt rühren. Sie weiß, was die Menschen bewegt, sie schaut in die Tiefen ihrer Seelen und lässt sie dann selber sprechen, handeln und agieren. Eine Geschichte verspricht schon die nächste mit klugen Aussagen über das Leben im Allgemeinen und hier besonder im gewöhnlichen Alltag.«
    Claudine Borries, buchrezensionen.info

    »Mit diesem Debüt, in diesen fünfzehn Erzählungen erweist sich Alice Munro bereits als eine meisterhafte Beobachterin des - vor allem - weiblichen Alltagslebens, unsentimental schreibt sie von Liebeskummer und traurigen Affären, von verlorenen Träumen und andauernden Illusionen, von Aufbegehren und Angst - und immer wieder auch vom Tod, der ebenso gefürchtet wie manchmal herbei gesehnt wird ... .«
    Manuela Reichart, WDR3

    »Munros Kurzgeschichten reihen sich wie Perlen auf eine Schnur. Man meint, dass ein Anreiz schon genügt, um aus ihr die schönsten Geschichten hervorzulocken. Sie verzaubert uns mit ihren Wahrnehmungen. Liebe, Einfalt, Gerechtigkeit, Geiz, Bösartigkeit, Argwohn und Eifersucht: Alice Munro sieht alles und gibt es chronologisch in aussagekräftigen und poetischen Bildern zu Protokoll. Man muss die Autorin mit dem gescheiten, weisen und humorvollen Blick bewundern!«
    Claudine Borries, Bookreporter

    »Da steckt schon nahezu alles drin, was Alice Munro einzigartig und bei ihrem internationalen Publikum so beliebt macht: von den Themen her, vor allem aber in ihrer Tonalität. ... Ein Glück, sagt man sich, dass es Autorinnen gibt, die so viel vom Leben verstehen.«
    Rea Brändle, Die Wochenzeitung

    »Alice Munro schaut einfach so genau hin, und es geht wirklich um diese Wendepunkte, an denen eine Figur an einen Punkt kommt und nicht mehr weiter weiß. Und es geht darum, was sind so die schwebenden Seelenzustände, und es zu schaffen, das zu beschreiben, das ist eine so große Kunst.«
    Franziska Gerstenberg, radioeins rbb

    »Alice Munros Geschichten spielen in der kanadischen Provinz , fern der Großstädte und treffen den Leser immer mitten ins Herz. ... Feinfühlig übersetzt von Heidi Zerning ist dieses Buch ein wahres Juwel.»
    Ulrike Sander, Osiander Katalog, Mitarbeiter-Tipps

    »Die ruhige, unbeirrbare, genau hinschauende Beobachterin Alice Munro erzählt präzise, ohne sich in Details zu verlieren. Sie tut dies in einer schnörkellosen, poetischen Sprache, die schüchtern geblümte Tapeten und königliche Verdrossenheit kennt; Heidi Zerning hat sie kongenial ins Deutsche übersetzt.«
    Dorothée Leidig, Glanz & Elend Magazin

    »Die Altmeisterin der Kurzgeschichte in ihren Anfängen: Kanadierin Alice Munro erzählt in Tanz der seligen Geister historische Emanzipationsgeschichten: vom ersten eigenen Büro, dem Abschlussball, von ›der Macht des Sex‹. Die Stories von 1968 wurden erstmals ins Deutsche übersetzt – und sind eine gute Erinnerung an alte Kämpfe.«
    Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

    »Viele der 15 Erzählungen dieses bei seinem Erscheinen 1968 von der Kritik gefeierten Bandes stellen in ihrer emotionalen Intensität und sprachlichen Dichte einen Miniaturroman für sich dar ... Oberflächlich betrachtet passiert fast nichts, doch genau darin besteht Munros große Kunst: hinter dem scheinbar Banalen eine verstörende Erkenntnis aufblitzen zu lassen.«
    Marion Lühe, Märkische Allgemeine

    »Alice Munro entwirft Lebenspanoramen. Dabei sind ihre Erzählungen Meisterwerke des Understatements ... Mit ihren Geschichten versteht sie zu fesseln, wie es andere auf 500 Seiten tun.«
    Leoni Jessica Hof, Bolero

    »In einer unnachahmlich schnörkellosen, aber ungemein präzisen Sprache beschreibt Munro keine großen existentiellen Konflikte oder Lebensdramen, sondern kleine feine Miniaturbilder, die durch ihre zeitlose Allgemeingültigkeit faszinieren.«
    Barbara Tumfart, Bibliotheksnachrichten

    »Feinheit der Beobachtung und Genauigkeit in der Sprache, das macht die Erzählungen von Alice Munro zu einem ausserordentlichen Lesevergnügen, auch wenn die Geschichten recht unterschiedlich sind. Sie spiegeln eine Gesellschaft und Lebensverhältnisse wider, die sich in den letzten 50-60 Jahren entscheidend geändert haben, in der neuen Welt gleichermassen wie in der alten. Und trotzdem sind die Erzählungen alles andere als verstaubt oder altmodisch.«
    Maja Petzold, Seniorweb.ch

    »In den 15 Erzählungen aus dem Buch Tanz der seligen Geister von Alice Munro zeigt sich die wahre Leichtigkeit der Autorin mit Worten und Szenen zu spielen und uns mitzureißen und andere Leben zu betrachten – mitzufiebern, sich zu ängstigen und zu hoffen das schlechte Dinge vorbei gehen mögen – das Leben ist Einzigartig in all seinen Facetten und es wartet auf uns um uns zu beschenken.«
    Thorsten Wiedau, Amazon

    »So einfach die Geschichten auch tönen, sie sind es nicht. Alice Munro schafft es, immer wieder das Knistern im Alltag abzubilden, sie beschreibt Details in Beziehungen, welche von anderen Autoren oft leichtfertig übergangen werden. Liest man ihr Buch, fühlt man sich an sein eigenes Leben erinnert.«
    Iris Muhl, Life Channel

    »Meisterhaft versteht es Alice Munro, die schwierigen Jahre zwischen Kindheit und Erwachsenenleben darzustellen, nie stellt sie ihre Charaktere bloß, sondern skizziert sie mit Wärme und Empathie. Ihre Sprache ist einfach und klar, dabei voller Liebe zu Detail und mit Blick für das scheinbar Nebensächliche ... Der Tanz der seligen Geister ist die lohnende Neuentdeckung einer renommierten Autorin.«
    Christina Mohr, MissTilly.de

    »Wer Tanz der seligen Geister liest, wird sehr schnell feststellen, dass diese wunderschöne bibliophile Ausgabe mit fünfzehn meisterlichen Erzählungen, höchsten literarischen Ansprüchen mehr als gerecht wird. ... Vor allem aber ist es Munros kluge und gewaltige poetische Sprache, die nachhaltig wirkt; – die hervorragende Übersetzung ins Deutsche ist der Verdienst von Heidi Zerning.«
    Annegret Glock, schreib-lust.de

    »Munros Debüt erschien 1968 in Kanada – und nun erstmals auf Deutsch; der kleine, feine Verlag der Zürcherin Sabine Dörlemann barg diesen Schatz vom Grund des Weltliteraturmeeres. Eine Entdeckung nicht nur für Munro-Gourmets.«
    Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

    »Die fünfzehn autobiographisch geprägten Geschichten lassen mit ihrer dichten Atmosphäre, der stimmigen Psychologie und der subtilen Sprache bereits die grosse Meisterin erkennen. ... Berührend.«
    Berner Zeitung

    »Schon in ihrem Debüt zeigt sich die große kanadische Autorin als präzise, unsentimentale und abgründige Chronistin zeitgenössischen Alltagslebens.«
    Buchhändler heute

    »Endlich auf Deutsch: Tanz der seligen Geister von Alice Munro. Der Band mit 15 Erzählungen über das Erwachsenwerden war 1968 die erste Publikation der kanadischen Meisterin der kleinen Form, die an Tschechow und Faulkner erinnert.«
    Madame

    »Alice Munro ist eine Meisterin im Beschreiben von alltäglichen Situationen. Sie gibt ihnen sehr großen Tiefgang. ... Eine wunderbare Lektüre!«
    Britta Spichiger, DRS 1
    Hören Sie die ganze Rezension >

    »Hochkarätige Kurzgeschichten: Endlich ist Alice Munros wunderbarer erster Kurzgeschichtenband, der 1968 ihren Weltrum begründete, auf Deutsch erschienen. Es wurde Zeit – die grosse alte Dame der kanadischen Literatur wird sei Jahren für den Nobelpreis gehandelt.«
    Annabelle

    »Meisterin der Erzählkunst: Von der Kanadierin Alice Munro erscheint erstmals auf Deutsch der Band, mit dem sie 1968 ihr Debüt gab – Tanz der seligen Geister
    Neues Deutschland, Beilage zur Leipziger Buchmesse

    »In Tanz der seligen Geister fängt Alice Munro das einzigartige Gefühl des Erwachsenwerdens ein.«
    Freundin

    »Sie schreibt schnörkellos, setzt dabei ihren leichten ironischen Blick hinzu und lässt die großen Gefühle draußen.Emotionen bleiben eher im Miniformat. ... Wer nun denkt, dass sich das kühl anfühlen muss, irrt sich. Es bleibt warm und bemerkenswert, denn Munro zu lesen, bedeutet jedes Mal, bewegt zu werden und das auf vielfältige Weise. ... Hier reift etwas Wunderbares, etwas, das uns an unsere eigenen reichhaltigen Ressourcen erinnert, die wir alle haben. Alice Munro zu lesen, bedeutet auch Mut zu atmen und Kraft zu spüren.«
    klappentexterin, wordpress.com

    »Wie die Autorin dem Verdrängten und Vergessenen zur Gegenwärtigkeit verhilft, ohne auch nur ein Wort zuviel zu sagen – das macht die große Kunst ihrer Prosa aus.«
    Darmstädter Echo

    »Wenn es je Erzählungen gab, in die man versinkt wie in eine weiche Wolke, dann sind es die der Kanadierin Alice Munro.«
    Inge Zenker-Baltes, Foyer

    »Wer noch nicht zu den Munro-VerehrerInnen zählt, könnte es nach der Lektüre werden ... Es ist der großartige Erzählstil, der immer wieder fasziniert, ein Erzählstil, der durch zwei wesentliche Methoden bestimmt ist, die gute Literatur auszeichnet: Aus dem Nebensächlichen das Hauptsächliche entstehen zu lassen und aus der Kunst, Zwischenräume zu schaffen.«
    Henny Hidden, Krimilady.de

    »Alice Munros Geschichten wirken nur auf den ersten Blick wie Familien-Anekdoten, denen Kinder schon immer begierig lauschten. Geschichten, die nur selbst erlebt sein können und später von Generation zu Generation weitergegeben werden, ohne ihre zeitlose Gültigkeit dabei zu verlieren.«
    Büchereule.de