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  • Sabina Spielrein – »Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft«

Sabine Richebächer
Sabina Spielrein – »Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft«

  • Biographie
    400 Seiten. Gebunden mit Schwarzweiß-Abbildungen
    2. Auflage

    € [D] 18.00 / € [A] 18.60 / SFr. 25.00 (UVP)

    ISBN 9783908777144

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778691
    € 12.99

  • »Das ist die Biographie, auf die man seit Jahren gewartet hat!«
    Gunhild Kübler, Literaturclub


  • Inhalt
    Inhalt

    »Ich bin sicher, daß Du nicht weniger leisten wirst als Madame Curie!«
    Aus einem undatierten Brief der Mutter an Sabina Spielrein

    Am Abend des 17. August 1904 wird eine junge Russin mit allen Anzeichen einer Hysterie ins Burghölzli, die Zürcher Irrenheilanstalt, eingeliefert. Für C.G. Jung bietet sich die Gelegenheit, an Sabina Spielrein zum ersten Mal Freuds Methode auszuprobieren. Die Therapie schlägt an, und noch aus dem Burghölzli heraus nimmt die wissensdurstige Patientin ein Medizinstudium auf. Als Jung und sie ein leidenschaftliches Liebesverhältnis beginnen, hat die Psychoanalyse ihren ersten Skandal.

    Diese große Biographie Sabina Spielreins erzählt, wie aus dem jüdischen Mädchen aus Rostow am Don eine eigenständige Wissenschaftlerin ersten Ranges wird, eine Pionierin in der Erforschung der kindlichen Seele. Ein unruhiges, mutiges und bewegendes Leben, das unter Hitlers Mordkommandos ein frühes und tragisches Ende nimmt.


    Die Geschichte von Sabina Spielrein und Jung ist in Italien unter dem Titel Prendimi l’anima verfilmt worden. Der berühmte englische Dramatiker Christopher Hampton hat darüber ein Theaterstück mit dem Titel The Talking Cure geschrieben, das im November 2011 unter dem Titel A dangerous Method in die Kinos kommt.
    Über das Leben von Sabina Spielrein drehte Elisabeth Martón einen Dokumentarfilm: Ich hiess Sabina Spielrein.

  • Biogramm
    Sabine Richebächer

    Sabine Richebächer, geboren in Düsseldorf, betreute viele Jahre die Rubrik »Psychologische Neuerscheinungen« der Neuen Zürcher Zeitung. Sie hielt außerdem zahlreiche Vorträge über Außenseiter der Psychoanalyse wie Wilhelm Reich, Otto Fenichel und Otto Gross. 1999 wurde sie für einen Vortrag über Sabina Spielrein angefragt. Das Thema erwies sich als so ergiebig, daß gleich mehrere Vorträge daraus entstanden, ein Artikel über Spielrein in der NZZ, ein längerer Beitrag über die Pionierin der Psychoanalyse im Band Das Unbewusste in Zürich, der auch ins Englische übersetzt wurde. Da bei diesem Beitrag viele Fragen zum Leben Spielreins zwangsläufig offenbleiben mußten, vertiefte sich Sabine Richebächer in weitere Forschungen, deren Ergebnis die vorliegende Biographie ist. Sabine Richebächer lebt als Autorin und Psychoanalytikerin in Zürich.



  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Sabina Spielrein – »Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft««

    »Der beeindruckende Materialreichtum und die große Anzahl der dokumentierten Fakten machen es zu einer unverzichtbaren und wertvollen Lektüre... Sabina Spielrein erhält jenen Platz, der ihr als eigenständiger Denkerin und Vertreterin der Psychoanalyse der ersten Stunde gebührt.«
    Dorothea Baerlocher-Scheinost, Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis

    »Das ist die Biographie, auf die man seit Jahren gewartet hat!«
    Gunhild Kübler, Literaturclub

    »Sabine Richebächer hat die fundierte und spannende Biografie einer faszinierenden Frau geschrieben, deren wahre Liebe der Wissenschaft galt.«
    Brigitte

    »Sabine Richebächer setzt Sabina Spielrein mit Eine fast grausame Liebe zur Wissenschaft ein tiefgründiges Denkmal voller Feingefühl, Menschlichkeit und Zärtlichkeit. Mit großem Nachdruck zeichnet sie ein bewegtes Leben bis in die »feinsten Nervenseiten« hinein nach und verhilft Sabina Spielrein mit ihrer durchdachten, sachlich fundierten Arbeit zur Erinnerung. Den Lesern ihres Buches zeigt sie so auch etwas, das grundsätzlich jede Biographie ausmachen kann: Das in jedem einzelnen Menschenleben das »Schaltwerk der Gedanken« gleichermaßen mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verknüpft ist.«
    Marica Bodrozic, Frankfurter Rundschau

    »Pionierin der Kinderpsychologie – Sabina Spielrein wird endlich aus der Skandalecke der Psychoanalyse herausgeholt.«
    Sabina Meier, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

    »Sabine Richebächer zeichnet Leben und Werk Spielreins behutsam nach, dabei entsteht en passent ein Zeitporträt, das auch außerhalb psychoanalytischer Kreise auf Interesse stoßen dürfte.«
    Guido Kalberer, Tages-Anzeiger

    »Hochverdienstlich bei Richebächer neben der ausführlichen Einbeziehung der zeitgeschichtlichen Kontexte - etwa des Frauenstudiums in Zürich - die Betonung der Rolle Spielreins als Pionierin der Kinderanalyse lange vor Anna Freud und Melanie Klein und einer kognitions- und sprachwissenschaftlich kundigen Psychoanalyse.«
    Ludger Lütkehaus, NZZ

    »[Die Biographie] ist gründlich recherchiert, das Material klar und gut lesbar aufbereitet und von der Autorin dezent, aber deutlich mit eigenen Einschätzungen versehen, so dass ein hochinteressantes Buch entstanden ist, das darüber hinaus noch Raum lässt für eigene Überlegungen.«
    Edda Uhlmann, Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse

    »Sabine Richebächer, die als Autorin und Psychoanalytikerin in Zürich lebt, hat ein interessantes Zeitgemälde geschaffen und führt in die Welt der Tiefenpsychologie ein.«
    Wiler Zeitung

    »Sabine Richebächer hat nun eine sehr gut lesbare Biographie geschrieben, die den historischen Kontexten der frühen psychoanalytischen Bewegung auf der Spur ist und jenseits der Psychoanalytikerin Spielrein deren kompliziertes Hin und Her zwischen Orten und Menschen ebenso wie ihr schreckliches Ende beschreibt.«
    Jutta Person, Literaturen

    »Packend erzählt Sabine Richebächer das Leben einer außergewöhnlichen, hoch intelligenten Frau in einer schwierigen, unberechenbaren Welt. Sie zeigt, wie sich Sabina Spielrein in ihrem Wissensdrang niemals an ihre wechselnde Lebensrealität angepasst hat. Mit der Erweckung von Spielreins Schicksal, das stellvertretend für eine ganze Generation von frühen, emanzipierten Wissenschafterinnen stehen kann, zeigt sie der Leserschaft ein eindrückliches, manchmal auch schmerzhaftes Bild unserer Geschichte.«
    Brigitta Schmid, St. Galler Tagblatt

    »In emphatischem Ton, jedoch nie die nötige Distanz verlierend, gelingen Richebächer lebensvolle, berührende Bilder. So liest sich diese Biographie einer schillernden Persönlichkeit und hoch begabten Wissenschafterin wie ein packender Roman.«
    Barbara Peter, FACTS

    »Die Psychoanalytikerin Sabine Richebächer befreit Sabina Spielrein endgültig aus dem Schatten von Jung und Freud: Die spannend geschriebene Biographie zeichnet anschaulich den Weg der verwöhnten Tochter aus reichem Haus nach, die sich zur Pionierin der Kinderpsychologie entwickelt.«
    Brigitte Niederhauser, Der Bund

    »Sabine Richebächer hat ein überaus anschauliches, packendes und dabei sorgfältig recherchiertes Buch über die aus Rußland stammende Analytikerin Sabina Spielrein geschrieben.«
    Vera von Planta, Luzifer-Amor

    »Sabine Richebächers genaue und zurückhaltende Schilderung überläßt der Interpretation des Lesers viel Raum – eine sehr zu empfehlende, spannende und erschütternde Lektüre.«
    Barbara Handwerker, Schweizer Monatshefte

    »Die Autorin breitet das bewegte Leben einer ungewöhnlichen und interessanten Frau mit viel psychoanalytischer Sachkunde und mit Sinn für die wechselnden Zeitläufe vor den Augen des Lesers aus.«
    Marion Sedelmayer, Buchprofile

    »Sabine Richebächers Biographie erzählt von einer Wissenschaftlerin, deren Leben unauflösbar mit den Anfängen der Psychoanalyse verbunden war, deren Leidenschaft der Suche nach unentdeckten Seelenlandschaften und der Sprache des Unbewussten galt, den Träumen von Kindern und dem unermüdlichen Versuch, ihre Entwicklung zu verstehen.«
    Susann S. Reck, AVIVA Berlin